Einkaufen & Vorrat

Eigenmarken im Test: Aldi, LIDL, Rewe und Co.

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Geschrieben von Claudia Haushaltsfee

Welche Hausmarken überzeugen nicht nur durch Preis, sondern auch durch Qualität?

Wer beim Lebensmitteleinkauf ein begrenztes Budget zur Verfügung hat, kommt oft nicht um die wesentlich billigeren Hausmarken der Supermarktketten herum. Häufig wird mit dem niedrigen Preis und der schlichten Produktverpackung auch mindere Qualität verbunden. Vorsichtshalber landet das teurere Markenprodukt im Einkaufswagen. Doch wie groß ist der Qualitätsunterschied zwischen hauseigenen und Markenprodukten eigentlich wirklich? Und in welchem Supermarkt kannst du mit dem besten Gewissen zur Hausmarke greifen, ohne Abstriche in der Qualität zu riskieren?

Aktuell liefert uns die Studie des Verbrauchermagazins Vergleich.org, basierend auf 65 Einzeltests der Stiftung Warentest, die Antworten auf diese Fragen. Aus den Einzeltests für alle möglichen Produkte – von Allzweckreiniger bis hin zum Waschmittel – haben die Tester Durchschnittsnoten gebildet. Die wesentlichen Ergebnisse dazu für dich im Überblick:

1. Lidl macht das Rennen

Lidl liegt im Ranking um die beste Hausmarke mit der Durchschnittsnote 2,49 an der Spitze, dicht gefolgt von Aldi Nord (2,56) und Rewe (2,61). Überraschenderweise nur im Mittelfeld bewegt sich der Vollsortimenter EDEKA. Real bildet mit der Note 2,99 das Schlusslicht.

Einbezogen wurden Testberichte aus den Jahren 2011 bis 2015, darunter etwa Orangensaft, Waschmittel, Geschirrspülmittel, Hundefutter, Butter oder Quark.

2. Neuer Trend „Mittelmarken“: Kein Qualitätsunterschied trotz Preisunterschied

Neuerdings führen Supermärkte sogenannte Mittelmarken ein. Diese sind ebenfalls als Eigenmarke einzusortieren, kosten aber etwas mehr und sollen eine höhere Qualität liefern. Beispiele sind dafür „REWE Beste Wahl“ oder „real Quality“. Bemerkenswert dabei: wie ein Testbericht der ARD feststellte, stammten bei der Supermarktkette REWE sowohl der günstige ja! Kochschinken als auch der teurere Kochschinken der Marke „Wilhelm Brandenburg“ aus ein und derselben Produktion.

Um den durchschnittlichen Preisunterschied zu ermitteln, haben die Vergleich.org-Tester über 40 Stichproben genommen.

Im Schnitt sind die „Real-Quality“-Waren um 110% teurer als die preiswerteren “TIP”-Artikel der hauseigenen Billigmarke. Käufer von „REWE Beste Wahl“ müssen im Mittel mit 73,3% Preisaufschlag gegenüber den günstigeren ja!-Produkten rechnen.

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3. Die höchste Qualität liefern immer noch Markenprodukte

Dennoch können höchsten Qualitätsansprüchen nach wie vor nur Markenprodukte gerecht werden. Mit der durchschnittlichen Wertung von 2,05 liegen sie um einen halben Notenpunkt über der am besten bewerteten Eigenmarke.

Tipps für dich

  • Achte auf die sog. „Bück dich“ -Ware – Hausmarken und andere billige Produkte werden bewusst nicht in Augenhöhe platziert. Stress beim Einkaufen führt dazu, dass man diese schnell übersieht. Nimm dir Zeit! Du kannst so bares Geld sparen.
  • Lass dich nicht von der hochwertigen Optik der Produktverpackungen beeindrucken und vergleiche die Hersteller von Billig- und Mittelprodukten auf der Verpackungsrückseite.
  • Wer zu Hausmarken greift, muss noch lange nicht auf Bio-Produkte verzichten. Viele Supermärkte folgen dem Trend und bringen ihre eigenen Bio-Lebensmittel auf den Markt.

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Über den Autor

Claudia Haushaltsfee

Es macht mir großen Spaß, alles mögliche zu organisieren. Nicht alleine, weil mich eine perfekte Struktur glücklich macht, sondern besonders deswegen, weil ich so jede Menge Zeit habe für die Dinge, die mir wirklich Spaß machen. Diese Checklisten helfen dir im Haushalt – ich habe sie für dich erstellt!
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