Kinder in die Hausarbeit integrieren – Möglichkeiten und Vorteile im Überblick

Viele Frauen (und Männer) haben kleine Probleme, ihren Haushalt in den Griff zu bekommen – dafür sind unsere Seiten schließlich da, um Tipps und Hilfen zu geben. Doch woran liegt es, dass wir heute oft zu Hause im Chaos versinken?

Wichtig: Du musst kein schlechtes Gewissen haben, wenn du noch nicht perfekt im Haushalt bist. Die meisten Menschen haben heute eine Doppel- wenn nicht gar Dreifachbelastung zu stemmen. Klar, dass der Haushalt dabei manchmal etwas zu kurz kommt! Wir zeigen, wie du dich besser organisieren kannst, auch mit Kindern!

Doppelt und dreifach belastet, das ist Alltag heutzutage

Früher war die Hausfrau für den Haushalt zuständig und innerhalb einer Ehe sogar gesetzlich verpflichtet, sich um diesen zu kümmern. Arbeiten außer Hause stand für viele Frauen (mindestens bis in die 1970 er Jahre) nicht zur Debatte. Die Hausarbeit war zeitaufwendig, denn die ersten Haushaltsgeräte kamen erst auf den Markt. Heute haben wir zwar jede Menge Helferlein, doch wir haben auch Folgendes:

  1. Große Häuser und Wohnungen, die geputzt werden wollen.
  2. Wäsche, die deutlich häufiger gewaschen wird.
  3. Einen Job bzw. eine Karriere, um die wir uns kümmern wollen.
  4. Kinder, die ebenfalls viel Aufmerksamkeit brauchen.

Klar also, dass nicht gleich alles wie am Schnürchen läuft, vor allem, wenn sich manche Dinge im Leben ändern, zum Beispiel, wenn ein Kind kommt.

Kinder in den Haushalt einbeziehen – so funktioniert es

Viele Hausfrauen haben den Eindruck, dass die Kinder ihnen bei der Hausarbeit im Weg sind, und auf den ersten Blick stimmt das auch. Doch wenn man sie in die Arbeit einbezieht, werden sie große Freude daran haben, ihren eigenen kleinen Wäscheständer oder Staubsauger zu benutzen, wie dieser Artikel erläutert.

Die Vor- und Nachteile, wenn Kinder im Haushalt helfen

Wusstest du schon, dass Kinder laut Bürgerlichem Gesetzbuch sozusagen verpflichtet sind, den Eltern in Haushalt zu helfen?

Vorteile

  • man hat eine zusätzliche Hilfe
  • wenn Kinder selbst saubermachen, machen sie weniger Schmutz, denn sie haben ein Bewusstsein entwickelt, wie viel Arbeit das erzeugt
  • zusammen den Haushalt zu schmeißen macht einfach mehr Spaß

Nachteile

  • zu Beginn dauert alles länger
  • von Kindern verrichtete Hausarbeit kann man nicht jedes Mal korrigieren, weil das demotivierend wirkt: also ist manches zunächst nicht so sauber, wie gewünscht
  • man muss das Kind immer wieder motivieren; das dauert manchmal länger, als es selbst zu tun

Merke: Äußere Ordnung hilft gegen inneres Chaos. Wenn du außen sortiert und aufräumst, tust du es auch im Inneren. Manchmal ist diese Reihenfolge viel leichter!

Wie funktioniert es nun am besten?

Das Wichtigste ist, dass man den Kindern einen positiven Eindruck rund um die Hausarbeit vermittelt!

Das hilft übrigens auch dabei, dass man selbst mehr Spaß an der Sache hat. Und ein Haushalt, der wie geölt läuft, der macht Spaß! Folgende Sätze sind also ab sofort tabu:

  • Oh nein, schon wieder Putztag!
  • Immer muss ich dir alles hinterher räumen!
  • Immer diese Putzerei!
  • Hausarbeit nervt…

Stattdessen konzentrieren wir uns auf das, was an der Hausarbeit positiv ist, nämlich das Ergebnis (davon abgesehen, dass manche Arbeiten beinahe meditativ sein können):

  • Wie schön das jetzt alles wieder aussieht!
  • Ich liebe es, wenn das Haus so glänzt!
  • So zeigt sich unser Zuhause von seiner schönsten Seite!

Gut zu wissen: Kinder ahmen stets ihre Eltern nach! Dein Kind braucht eigentlich keine Motivation, um zu helfen, sondern nur Möglichkeiten, das auch zu tun!

Kinder können so früh wie möglich einbezogen werden!

  • Sobald ein Kind laufen kann, kann es Dinge von A nach B tragen. Also kann es zum Beispiel schon helfen, den Tisch zu decken.
  • Kleinkinder haben Spaß daran, beim Ausräumen des Geschirrspülers zu helfen. Am besten packt man unten auch ein paar Dinge hin, die es selbst ausräumen darf.
  • Im Grunde kann man sich bei jeder Tätigkeit fragen, ob das Kind daran teilhaben kann. Während man zum Beispiel kocht, kann es selbst mit einem kleinen Topf und einem Kochlöffel spielen, während es im Laufgitter in der Nähe ist. Dabei können ruhig die „richtigen“ Kochutensilien aus der Küche zum Einsatz kommen, man muss kein extra Plastikgeschirr oder Ähnliches für Kinder kaufen.
  • Kinder lernen es schnell zu schätzen, ein sauberes und nicht überladenes Kinderzimmer zu haben. Nach dem Ausmisten spielt es sich nämlich viel besser.
  • Kinder, die im Haushalt helfen dürfen, entwickeln ein gutes Selbstbewusstsein. Sie wollen nämlich ganz von selbst helfen, und wenn sie es tatsächlich tun dürfen, haben sie tolle Erfolgserlebnisse, fühlen sich „groß“ und wertgeschätzt.

Fazit

Kinder kommen nicht als Haushaltsmuffel zur Welt, sondern werden dazu gemacht, zum Beispiel, indem sie nie helfen dürfen, weil sie es ja „nicht richtig“ machen. Kinder sind in der Regel auch keine Chaoten, es sei denn, sie haben es nicht anders gelernt. Je früher in der Kindheit man ansetzt und beginnt, das Kind helfen zu lassen und ihm auch Strukturen aufzuzeigen, umso selbstverständlicher wird es für sie sein.

Wer fleißige kleine Helfer haben will, verkneift sich am besten den verbalen Ärger über die Hausarbeit und hebt stattdessen die positiven Seiten hervor. Übrigens: Die Umwelt spiegelt stets das Innere wider. Kinder tun das auch!

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Claudia Windfelder (Haushaltsfee)

Ausmisten ist Claudias Leidenschaft. Nachdem sie sich selbst von Haus, Garten und viel Kram getrennt hat, fokussiert sie sich auf das, was ihr im Leben wirklich wichtig ist. Die Teilnehmer ihres einzigartigen Online-Kurses „Haushaltsheldinnen“ bekommen alles an die Hand, um ihren Haushalt zu entrümpeln, dauerhaft Ordnung zu halten, Klarheit zu gewinnen und ein befreiteres Leben zu führen. Wenn Claudia nicht am Arbeiten ist, genießt sie die Natur, ist sportlich aktiv, bereitet gesundes Essen zu und widmet sich ihrer persönlichen Entwicklung.

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