lachendes Kind

7 kram-freie Geschenke für Kinder, die du kennen solltest

Gestern hatten wir uns mit Freunden zum Essen getroffen. Ihre beiden Jungs sind über 20 und aus dem Haus. Unser Kleiner ist ihnen ans Herz gewachsen, da er sie so an ihren Großen erinnert.

Geschenke werden selbstverständlich

Ab und an bringt die Freundin ein kleines Geschenk für unseren Sohn mit. Ganz ehrlich, das stört mich mittlerweile, da es so eine Selbstverständlichkeit für ein Kind und fast zum Suchtfaktor wird. „Wenn wir sie heute treffen, bekomme ich wieder ein Geschenk?“, heißt es jetzt schon. Ich kann da manchmal nur noch die Augen verrollen.

Unter dem Gesichtspunkt des Ausmistens stören mich die (meist) sinnlosen Geschenke noch mehr. Gerade 45 Teile an Spielzeug, Büchern… aus dem Kinderzimmer entfernt, da will ich erst mal keinen Nachschub mehr.


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Wie erklärt man es den Freunden?

Aber es scheint gar nicht so einfach, das Bekannten, Freunden, Großeltern, Familienmitgliedern… mitzuteilen. Ihnen zu erzählen, dass man am Entrümpeln ist, am Leben vereinfachen, neue Prioritäten setzt… und keine „Müll-Geschenke“ mehr haben will. Sie hören mehr oder weniger zu, sind mehr oder weniger interessiert und machen ihre „Geschenke-Routine“ weiter.

Was sind sinnvolle Geschenke?

Grad in Sachen Geschenke wollen wir künftig pro-aktiv vorgehen. Wir Eltern haben jetzt vereinbart, uns gegenseitig keine unnützen „Dinge“ mehr zu schenken (und was jeder von uns braucht, kauft er sich ohnehin selbst). Sondern lieber einen Gutschein (z. B. Massage…), gemeinsame Erlebnisse (z. B. Restaurantbesuch, Konzert…)… schenken. Das sind letzten Endes die Aktivitäten, von denen man Jahre später noch spricht. „Weißt du noch damals, das Open Air Konzert auf dem Marktplatz in…?”

“Kram-freie” Geschenke für Kinder

Und für Kinder lässt sich das genauso umsetzen. Ich erinnere mich heute noch gerne daran, dass ich mich mit meiner Oma einmal pro Monat nach der Schule in der Stadt getroffen habe. Dann haben wir den Freitag Nachmittag gemeinsam verbracht: Erst essen gegangen, dann in den Park, vielleicht noch ein Eis in der Waffel… Das war immer etwas ganz besonderes für mich.

Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht, was man Kindern an „kram-freien“ Geschenken machen kann, die sie in Erinnerung behalten:

  1. Kurse:
    Musik, Tanz, Reiten, Malen, Sport… Kurse sind eine tolle Möglichkeit, um die Interessen von Kindern zu unterstützen. Sie erkennen, dass man sie fördert und unterstützt, was ihnen Freude bereitet.
  2. Mitgliedschaften:
    Zoo, Spaßbad, Sportclub, Museen… Das ist vor allem für Familien geeignet. Oft sind Jahresmitgliedschaften umgerechnet sogar günstiger als Einzelpreise.
  3. Events:
    Kino, Konzert, Theaterstück, Sport-Event… sich auf ein außergewöhnliches Event freuen zu können ist für Kinder ein echtes Highlight.
  4. Aktivitäten:
    Minigolf, Tretboot fahren, Eislaufen, Bowling, Radtour mit Picknick, Wanderung mit Burgbesuch… Kinder freuen sich darauf, mit den Erwachsenen in ihrem Leben gemeinsame Zeit zu verbringen.
  5. Gemeinsam kreativ sein:
    Einen verregneten Nachmittag mit Malerei, Basteln… verbringen. Eine tolle Idee, wenn ein Elternteil (oder beide) und Kind gemeinsam Spaß daran haben.
  6. Restaurant-Gutschein:
    Egal ob Eisdiele, Pizzeria… was dem Kind gefällt. Das Kind hat die Freiheit, einzuladen, mit wem er gehen will. Mama, Papa, Großeltern…
  7. Übernachtung / Urlaub:
    Bei den Großeltern, der Cousine… übernachten und Zeit mit ihnen verbringen zu dürfen ist eine aufregende Sache (und wir Eltern haben dann auch mal frei ;-)

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Collage Kramfreie Geschenke

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Claudia Windfelder (Haushaltsfee)

Bei Claudia Windfelder, der Haushaltsfee, geht es seit 2014 um Tipps und Strategien zur Vereinfachung des Haushalts. Das Thema Ausmisten ist ihre Leidenschaft. Nachdem sie sich selbst von Haus, Garten und viel Kram getrennt hat, fokussiert sie sich auf das, was ihr im Leben wirklich wichtig ist, und lebt den „Essentialismus“. Die Teilnehmer ihres einzigartigen Online-Kurses „Haushaltsheldinnen“ bekommen alles an die Hand, um ihren Haushalt zu entrümpeln, dauerhaft Ordnung zu halten, Klarheit zu gewinnen und ein befreiteres Leben zu führen. Wenn Claudia nicht am Arbeiten ist, genießt sie die Natur, ist sportlich aktiv, bereitet gesundes Essen zu und widmet sich ihrer persönlichen Entwicklung. Mehr zu Claudia findest du auf haushaltsfee.org und claudia-windfelder.com.

  • Irina sagt:

    In dieser Hinsicht bin ich absolut deiner Meinung!was ich an unnötigen Spielzeug, “one day” Kleidung und unzählige Sussigkeiten bereits ausgemistet habe… Und leider Gottes wird es nicht weniger.jeder bringt was mit ohne Mal zu fragen ob es überhaupt benötigt wird. Schlimmsten sind leider die Großeltern… sie hören einfach weg
    Mein Kind sagt mittlerweile selbst, er wäre lieber ins Schwimmbad gegangen oder auf einen Spielplatz…nee sie fahren ihn erst zum Real und lassen dort stöbern…traurig!dann beschweren wir uns noch dass Kids immer weniger ein Wertgefühl haben und stets unzufrieden sind

  • Bigi sagt:

    Mein Großer war bei einer Geburtstagsfeier seines Freundes eingeladen und nachdem dessen Oma ein Spielzeuggeschäft hat, ist es wirklich schwer ihm was zu schenken, was ihm Freude machen könnte.. Wir kamen auch auf die Idee, etwas mit Erinnerung zu schenken: wir leben mitten im Skigebiet im Salzburger Land, also schenken wir ihm eine Fahrt mit dem Pistengerät zur Skihütte, wo es Pommes & Apfelsaft gibt, und fahren dann per Schlitten ins Tal wir warten schon auf Schnee dass wir endlich den Gutschein einlösen können dazu gab es ein von ihm persönlich gestaltetes Fotoalbum mit Fotos der beiden von vergangenen gemeinsamen Erlebnissen und natürlich mit Platz für viele neue Erlebnis-Fotos er hat sich wirklich sehr gefreut und klebt schon fleißig ein

  • Carolin sagt:

    Dein Artikel spricht mir aus der Seele!!!! Eine schöne Geschenkidee finde ich auch Jahresabos von Zeitschriften! Das ist zwar auch wieder irgendwie materiell, aber (natürlich abhängig von der Zeitschrift) was durchaus lehrreiches und die Kinder finden toll, das jeden Monat eine Überraschung im Briefkasten wartet und das Geburtstagsgeschenk auf diesem Wege „nachhaltig“ wird! Disneys „Art Attack“ zum Beispiel ist toll für kleinere Kinder, da wird dann jeden Monat saisongerecht drauf los gebastelt!! Für größere Kids ist z.b. Geolino oder GeoMini toll usw…

  • Kathrin sagt:

    Ein toller Artikel, der sicherlich unglaublich vielen Menschen aus der Seele spricht, die sich mit diesem Thema beschäftigen!
    Wir haben es jetzt, nach dem dritten Kind, endlich geschafft; auch die letzten “aber es muss doch eine Kleinigkeit geben, die sie brauchen” Menschen in unserer Familie zu überzeugen, auf Zeit-Gutscheine um zu schwenken! Aber es war ein harter, länger, steiniger Weg, unser Großer wird 16!!!
    Es lohnt sich, nicht aufzugeben.
    Liebe Grüße

  • Eva sagt:

    In dieser Hinsicht bin ich absolut deiner Meinung! Meine Kinder erinnern sich heute noch gerne zurück an die Zeit die sie mit Oma und Opa verbrachten. Sie nahmen sich die Zeit zum Knuddeln – gemeinsame Lieblingsgerichte zu entwerfen. Backen, basteln den Spielplatz unsicher machen oder nur einfach spazieren gehen und den Wald erkunden. Das stellte jedes gekaufte Spielzeug in den Schatten. Ich werde als zukünftige Oma versuchen es genau so mit meinen Enkelkindern zu machen:-)

  • Martina sagt:

    Hallo,
    auch wenn der Post schon etwas älter ist, vielleicht liest es ja noch jemand. Wir sind Großeltern von zwei 5-jährigen und zwei 8-jährigen Enkeln (unsere Kinder haben immer im selben Jahr Kinder bekommen ;-). Ich verstehe Ihre Haltung vollkommen und wir bringen keine “schlechte” Geschenke mit, es wird von den Kindern auch nicht erwartet!
    Wir holen, unsere Enkel sehr oft mittags aus der Kita oder Schule ab und unternehmen etwas gemeinsam. Wir gehen baden, in die Bibliothek, in Museen oder einfach nur in den Wald. Manchmal basteln oder malen wir auch gemeinsam zu Hause, auch weil sich allein die Eintrittsgelder bei 6 Personen summieren. Ich lasse mir immer etwas Neues einfallen und die Kinder freuen sich darauf. Ich hoffe sehr, das sie sich später daran erinnern und auch davon zehren können.

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