Gestern hatte ich endlich einmal Zeit, meinen ganzen Haushalt schön zu ordnen. Allerdings, wenn ich ehrlich bin, Lust hatte ich nicht wirklich. Vor allem als ich daran dachte, wie viel Arbeit vor mir lag. Wie ich es trotzdem geschafft habe? Mit einem guten Plan!

Zunächst einmal habe ich alles grob eingeteilt. Für jeden Raum gab es eine Kiste: Wohnzimmer, Bad, Küche. (Je nachdem wie groß die Wohnung ist, kann das beliebig ergänzt werden.) Dann hab ich Raum für Raum abgearbeitet: Zunächst hab ich allen Kleinkram der herumlag, eingesammelt und in die Kisten sortiert. So hatte ich nicht nur einen Überblick über einen Raum, sondern wusste auch, wohin mit dem „Zwischengelagerten“ für den nächsten Raum. Dann hab ich mich den großen Flächen gewidmet: Alles abwischen, saugen, Möbel zurecht rücken, vielleicht ein wenig umräumen. Einen Raum nach dem anderen habe ich so abgearbeitet. Schlussendlich blieben drei ordentliche Räume und drei sehr unordentliche Kisten übrig. Wohin nun mit dem Kleinkram?

Um den Kleinkram in den Kisten aufzuräumen oder zu entsorgen hat sich ein altbewährtes System als nützlich erwiesen: Die Einteilung in „Ja“, „Nein“ und „Vielleicht“. „Ja“ für alles unbedingt notwendige, ohne das ich keinen Tag auskommen könnte. Hier finden sich beispielsweise Klebstreifen, Blöcke, Make-Up, Lieblingskleidung, etc. Unter „Nein“ fällt alles Unnötige. Da wird die Sache schon schwerer: An vielem hängt mein Herz und ich möchte es nicht wegwerfen. Aber trotzdem, was nicht gebraucht wird, muss weg. Also wandern Staubfänger, ungelesene Bücher, ungetragene oder selten verwendete Kleidung, sowie Mitbringsel, die zu nichts nütze sind, einfach in den Mülleimer. „Vielleicht“ ist für all die Sachen, die eigentlich weg müssten, mir aber doch sehr am Herzen liegen. Da gibt es dann noch mal einen „Recall“. Ziel ist aber, mindestens die Hälfte von „Vielleicht“ wegzuwerfen.

Checkliste Aufräumen

Wenn dann alles sortiert und aufgeräumt ist, ist die Arbeit noch nicht getan. Müllsäcke wandern bei mir gleich in die Tonne, nicht erst nach einigen Tagen. Zu groß ist die Gefahr, dass ich doch wieder ein Teil hervorkrame…. Und das eigentliche aufräumen hat jetzt erst begonnen: Jeden Tag am Abend nehme ich mir 15 min Zeit und führe diesen Aufräumplan im Kleinformat durch. damit es erst gar nicht mehr so weit kommt, dass ich wieder einen ganzen Tag benötige, um Ordnung in meiner Wohnung zu schaffen!