Aufräumen und Ausmisten leicht gemacht

Wenn man sich seinem Chaos das erste Mal bewusst wird, hat man das Gefühl, weder ein noch aus zu wissen! Es sieht nach viel aus, es scheint eine Ewigkeit zu dauern und der böse innere Schweinehund erzählt uns hinterlistig ein Märchen davon, dass wir es ja eh nicht schaffen werden… Er lügt!

Sich aufzuraffen ist immer schwer, besonders beim ersten mal, doch Aufräumen ist ein bisschen wie Sport machen: Hat man erst mal angefangen und erzielt sichtbare Erfolge, möchte man gar nicht mehr aufhören.

Heute nehme ich dich an die Hand und zeige dir einige einfache Schritte, die wenig Zeit erfordern und in den meisten Fällen direkt Ergebnisse liefern. :-) Probiere es aus und du wirst begeistert zusehen können, wie es anfängt dir Spaß zu machen, euer Zuhause immer gemütlicher zu gestalten und wie damit Stück für Stück die Lebensfreude zurückkommt, die das Chaos schleichend mitgenommen hatte.

Am Anfang steht ein guter Plan

Dass du die Unordnung jetzt sehen kannst, bedeutet nicht, dass sie so plötzlich kam. Wenn du eines falsch machen kannst, dann ist es zu denken, du könntest dem Ganzen heute ein Ende bereiten. Chaos ist ein schleichender Prozess, vor dem wir irgendwann einfach nicht mehr die Augen verschließen können und genauso langsam sollten wir wieder klar Schiff machen.

Es geht dir zu langsam?

Stell dir vor du hast mehrere Baustellen gleichzeitig begonnen und schleppst Sachen von A nach B, du räumst noch mehr aus, weil du Platz für ganz andere Dinge machen willst und nach anstrengenden 7 Stunden Dauerlauf bist du müde und verzweifelt. Da du alles nur verteilt und noch mehr raus gekramt hast, ist es nicht nur weiterhin chaotisch, es ist sogar noch chaotischer als zuvor und das Ergebnis ist einzig und allein die Angst vor dem nächsten Tag, denn ein solches Bild kann ganz schön demotivierend sein!

Ein Schritt nach dem anderen

Am besten ist es, mit Bedacht vorzugehen. Tu immer nur so viel, wie deine Motivation zulässt und tanke dann neue Kraft für den nächsten Tag. Hier ein Beispiel:

  • Wähle einen Raum
  • Starte damit, den Boden frei zu machen, stecke den Müll in Tüten und herumliegendes in einen Karton
  • Nutze die 4-Boxen-Strategie
  • Kümmere dich dann beispielsweise um eine Schublade am Tag. Räume sie leer, reinige sie und räume sie anschließend wieder in Kategorien ein, damit alles was zusammen gehört an einem Ort zu finden ist. Eventuell wirst du einiges entsorgen können und sorgst somit für ein sichtbares Ergebnis.
  • Nimm jedes Teil in die Hand und entscheide in welch Box es kommt

Mit diesen einfachen Regeln wirst du eine Weile beschäftigt sein, aber dein Hausstand wird sich von Tag zu Tag leeren und du wirst mehr Freiraum – nicht nur optisch – gewinnen.

Weniger ist mehr

Um Ordnung halten zu können, brauchst du Platz, dies bedeutet im Umkehrschluss, dass du nicht mehr Dinge haben solltest, als du ordentlich unterbringen kannst. Im Übrigen ist es auch nicht ordentlich, alles chaotisch hinter verschlossenen Schranktüren zu verstecken. ;-)

Regelmäßig ausmisten

Wer ausmistet um mehr Ordnung zu schaffen, sollte auch in Zukunft weniger anschaffen, denn sonst war die ganze Mühe umsonst. Wenn du etwas kaufen möchtest, überlege, ob du bereit bist etwas bestehendes dafür gehen zu lassen. Beispielsweise sollte beim Kauf eines neuen Buchs ein anderes den Haushalt verlassen. Diese Taktik sollte sich aufs ganze Hab und Gut übertragen, besonders im Bereich Kleidung und Schuhe. :-D Wenn du die Dinge verkaufst, gewinnst du gleich doppelt: Mehr Platz und etwas Geld für die Haushaltskasse.

Kennst du schon das „Aufräum-Date“?

Dies ist ein Termin, den du regelmäßig mit dir selbst hast. :-) Trage dir alle 3 Monate einen festen Tag zum Ausmisten ein. Uhrzeit und Dauer sollten direkt mit eingetragen werden, sodass dieser Termin genau wie alle anderen von dir wahrgenommen werden kann und nichts anderes dazwischen kommt. Nimm dieses Date als genauso ernst, wie eine Verabredung mit deiner Freundin oder einen Termin beim Arzt. Diese wenigen Stunden alle paar Monate werden wunder wirken!

Wenn du zusammen mit einer Gruppe motiviert starten möchtest, schaue dir einmal den Ausmist-Kurs von der Haushaltsfee an…

Einen Platz für alles = Alles an seinem Platz

Es ist viel ordentlicher, wenn alles an seinem Platz ist. Dinge die keinen festen Platz haben, wandern mit der Zeit durch jedes Zimmer und stören überall. Beim Putzen kommt ein Teil vom Badezimmer in die Küche, da stört es beim Kochen und wird im Schlafzimmer zwischen geparkt, wo es beim Schlafen gehen stört…. Gehört es in einen bestimmten Schrank, kann es dort abgestellt werden und wartet auf seinen Einsatz, danach bringst du es dahin zurück und hast keine weitere Arbeit mehr damit.

Nie mit leeren Händen gehen

Dies ist ein Tipp, den du von nun an täglich umsetzen kannst. Nutze alle Wege, die dich durch andere Räume führen, um Dinge zurück an ihren Platz zu bringen. So sparst du dir eine Menge Zeit und es ist nicht mehr notwendig am Ende eines Tages noch einmal zusätzlich durch alle Räume zu gehen, um Aufzuräumen.

Diese einfache Routine geht mit der Zeit in Fleisch und Blut – wie das Zähneputzen. Viele weitere Routinen lernst du im Routinen-Kurs von der Haushaltsfee

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Dein Kommentar

Wie du siehst ist es gar nicht so schwer, dem Chaos zu entkommen. Du brauchst nur Motivation für den Start und Disziplin um dran zu bleiben. :-) Bist du schon fleißig am Ausmisten oder beginnst du JETZT?

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