filigrane Äste in einer Glasvase

Aus diesen 9 Gründen ist dein letzter Entrümpelungsversuch gescheitert

Eigentlich warst du total motiviert. Du wolltest es direkt angehen und dem Chaos ein für alle Mal den Garaus machen! Doch dann kam alles anders und du weißt nicht mal richtig woran es gelegen hat. Hier sind 9 Gründe die sicher den einen oder anderen Aha-Moment in dir auslösen werden und dir dabei helfen können, beim nächsten Mal ganz anders und viel effektiver ans Ausmisten ran zu gehen:

1. Du hast versucht gleichzeitig auszumisten UND zu organisieren

Die meisten von uns werden ganz plötzlich von ihrem Chaos überrascht. Zwar hat es sich über Jahre oder Monate langsam aufgebaut, doch das ganze Ausmaß wird  vielen oft ganz plötzlich bewusst. Was dann folgt ist der Wunsch nach blitzschneller Ordnung und es wird ohne Maß und Ziel losgelegt. Ausmisten und Organisieren klappt nicht gleichzeitig. Zu aller erst brauchst du einen Überblick!

Was willst du behalten, was kann weg und wie viel Platz wirst du anschließend haben um deine Dinge neu zu Ordnen? Was für ein System möchtest du nutzen und was benötigst du dafür? Kannst du Bestehendes zweckentfremden?


Haushaltsfee Tipp: Wo hakt es eher bei dir... Beim Ausmisten oder beim Ordnung halten? Erfahre jetzt 5 Fehler, die du beim Ausmisten unbedingt vermeiden solltest. Die ersten sichtbaren Ergebnisse wirst du schon heute erzielen. Oder: Die 5 häufigsten Probleme, die dich von der Ordnung in deinem Zuhause abhalten .

Du siehst, Loslassen und Ordnen kann nicht gleichzeitig funktionieren. Hab Geduld und beginne mit dem Ausmisten, um im Anschluss realistisch deine neue Ordnung planen und umsetzen zu können.

2. Du wolltest zu viel auf einmal anpacken

Wir knüpfen direkt an Punkt eins an: Ich erinnere mich, das es mir genauso ging, kaum hatte ich mein Chaos wahrgenommen, wollte ich es sofort und alles auf einmal beheben. Es konnte mir nicht schnell genug gehen und ich war sehr schnell frustriert davon als ich merkte, dass Ausmisten Zeit braucht. Der große Berg war überwältigend. Ich fing an zu vielen Stellen mit dem Ausmisten an, wurde aber nie fertig.

Bestimmt hast du recherchiert, bist vielleicht Foren oder Facebook-Gruppen wie der unseren beigetreten und hast viele Vorher-/Nachherfotos gesehen. Fotos von Menschen, bei denen es mittlerweile viel ordentlicher ist als bei dir. Und statt der Motivation, die diese Fotos für andere darstellen sollen, kommt bei dir der Frust auf, dass du längst nicht soweit bist. Du fühlst dich entmutigt, überfordert und möchtest nur noch eines: Noch schneller fertig werden!

Mach dir bewusst, dass jedes Leben anders ist. Jede Familie, jeder Haushalt und jeder Alltag ist von anderen Sorgen und Bedürfnissen geprägt, sodass es keine einheitliche Lösung geben kann, die für alle funktioniert. Sei geduldig mit dir und vergleiche dich nicht mit anderen.

3. Du warst planlos

Eventuell erfolgte dein Start aus purer Verzweiflung. Einfach mal anfangen und am besten gestern fertig werden… Eigentlich wolltest du nur die Schublade ausmisten, aber dann waren da diese Briefe, die du lesen musstest und dein eigentliches Vorhaben schwand dahin. Wenn du wirklich etwas ändern möchtest, solltest du damit beginnen, dir Gedanken darüber zu machen, was du erreichen willst und wie du es schaffen kannst!

Dabei solltest du dir bewusst machen, das der Weg in ein ordentliches Leben immer durch weniger Besitz führt. Fokussiere dich also auf deine Wünsche und treffe die nötigen Entscheidungen, um nicht vom Weg abzukommen.

Womit willst du beginnen? Wo sind deine Hot-Spots? Wähle zuerst einfache Kategorien und kleine Aufgaben, um schnelle Erfolge zu sehen, die deine Motivation erhalten. Mit der Zeit und der Routine, kannst du dann immer schwerere Ausmistaufgaben meistern, bis du am Ende zu den Dingen gelangst, die ich liebevoll „sentimentales Gerümpel“ nenne.

4. Dein Fokus lag mehr auf dem Verlust als auf dem Nutzen

Ja, loslassen ist schwer, doch wenn du einen Neustart wagen möchtest, solltest du dich weniger auf das Konzentrieren, was du verlierst, als auf das was du gewinnst. Sicher hat das alles einmal Geld gekostet und ausmisten nimmt auch eine Menge Zeit in Anspruch, jedoch gewinnst du viele Freiheiten und beginnst ein ganz neues Leben.

Du möchtest gerne eine Morgenroutine etablieren, kannst dir aber nicht vorstellen früher aufzustehen, weil du dann auf deinen Schönheitsschlaf verzichten müsstest? Denke nur daran, wie viel entspannter dein Morgen sein wird, wenn du in Ruhe deinen Kaffee trinken kannst, bevor alle andere in den Tag starten. – Du gewinnst mehr Zeit für dich!

5. Du hast deine Gründe nicht erforscht

Sicher kannst du einfach loslegen, hier ein bisschen ausmisten und dort ein bisschen aufräumen, aber wofür das Ganze? Wenn du kein Ziel vor Augen hast, hält deine Motivation nicht lange an. Es gibt keinen Grund heute weiterzumachen, immerhin verfolgst du keinen tieferen Sinn. Morgen hast du dann auch keine Lust und an Tag 3 gönnst du dir eine Pause, die so lange andauert, dass du bereits vergessen hast, wann du das letzte Mal ausgemistet hattest.

Anders ist es wenn du etwas hast, das dich anspornt, weiterzumachen. Ein Ziel, das du erreichen möchtest, eine Challenge mit dir selbst. Möchtest du dich freier fühlen? Willst du endlich wieder Besuch empfangen können? Raubt dir der ganze unnötige Kram täglich wertvolle Zeit und Kraft? Was ist dein Warum?

6. Du hast deinen Konsum nicht angepasst

Damit dein Zuhause im Zuge des Entrümpelns ordentlich wird und bleibt, musst du dein Mindset anpassen. Du kannst noch so viel ausmisten – wenn der gewohnte Materialfluss ins Haus genauso bestehen bleibt wie bisher, wirst du nichts erreichen!

Überdenke deinen Konsum und entscheide jedes Mal aufs Neue, ob du diesen Kauf nun wirklich tätigen musst. Hast du Zuhause vielleicht schon etwas Ähnliches oder kannst du das für den einmaligen Gebrauch bei einer Freundin leihen? Besitzt du eventuell schon etwas, das den selben Zweck erfüllt? Wenn du nichts brauchst, dann bleibe Sales einfach fern und stelle damit sicher, das nichts Unnötiges ins Haus kommt. Wiederstehen kann so einfach sein.

7. Du hattest keinen Rückhalt

Sicher, wo ein Wille – da ein Weg. Dennoch ist es weitaus schwerer, die Last des Entrümpelns alleine zu stemmen, als in einer Gemeinschaft. Animiere deine Familie, dir zu helfen, sei aber nicht entmutigt oder sauer, wenn sie nicht mitziehen möchten. Oft braucht es eine Weile und einige deiner Erfolge, bis sie selbst Lust bekommen, loszulegen. Sei ihr Vorbild und zeige ihnen durchaus deine Erfolge!

Trotzdem musst du das Ganze nicht alleine durchziehen: Suche dir Gleichgesinnte! Tritt unserer Community bei Facebook bei und tausche dich mit anderen aus, hol dir Anregungen, oder suche dir jemanden in deinem Umfeld, der bereit ist, sich deiner Reise anzuschließen. Gemeinsam fällt das Dranbleiben viel einfacher und man kann sich gegenseitig motivieren.

8. Du hast mit der schwersten Hürde begonnen

Wir alle kennen den Satz „Warum einfach, wenn es auch schwer geht?“ Wenn du dich entschlossen hast, das Chaos endlich anzugehen, solltest du mit etwas Einfachem starten. Etwas, das schnelle und bleibende Erfolge erzielt. Wir brauchen Glücksmomente, um daraus immer wieder Motivation zu schöpfen.

Stell dir vor, du beginnst mit Familienfotos… Was denkst du wie lange du brauchen wirst? Wie viel Zeit wird damit drauf gehen, in guten und schlechten Erinnerungen zu schwelgen? Wirst du dich einfach lösen können? Welche Gefühle wirst du empfinden? Erfahrungsgemäß verbringt man Stunden damit, Sentimentales auszumisten und ist am Ende aufgrund der vielen Stimmungen und Erinnerungen total erschöpft und frustriert. Weil das Gefühl zurückbleibt, kaum weitergekommen zu sein.

Ganz anders ist das z. B. beim Ausmisten von Bettwäsche. Als Gewohnheitstier tendiert der Mensch dazu, immer wieder die selben Dinge zu benutzen. Dies bedeutet, dass du dich bei 20 Bettwäschegarnituren wahrscheinlich relativ leicht von den ersten zehn trennen können wirst. Sie bedeuten dir nichts, du kennst sie kaum und wirst sie in den nächsten zehn Jahren genau sowenig brauchen und nutzen, wie in den vergangenen zehn. Zehn Garnituren Bettwäsche nehmen außerdem ganz schön viel Platz im Schrank weg, was dir die Entscheidung wohl noch einfacher machen wird, wenn dein Schrank ohnehin schon aus allen Nähten platzt.

Wenn du diese beiden Beispiele wirken lässt, wird sehr schnell klar, dass das Ausmisten von einfachen Bereichen eine gute Übung ist und deine Routinen auf dem Weg zu schwierigen Bereichen schult. Folglich ist es wie in der Schule: Alles baut auf einander auf!

9. Du gehst zu perfektionistisch vor

Was uns beim Ausmisten durchaus ausbremsen kann ist der Perfektionismus. Wir wollen es gleich von Anfang an perfekt machen. Am besten alles, so sind wir leider oft gepolt. Doch ist das Ausmisten nicht von jetzt auf gleich gemacht. Das was sich über Jahre und Jahrzehnte angesammelt hat, kann nicht mit einem Knopfdruck entsorgt werden. Es ist ein Prozess,, der nach meiner eigenen Erfahrung oder der mit Kunden oder Freunden einfach dauert. Ja, durchaus auch “mehrere Runden” braucht. Je nachdem, wieviel es ist, ob viel Sentimentales dabei ist… Kontinuität und Durchhalten ist angesagt.

Wenn du Motivation, Anregungen und Gleichgesinnte suchst, komm in meine Facebook-Gruppe zum Thema Ausmisten oder erhalte hier weitere Tipps zum Ausmisten…

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