„Death Cleaning“: die schwedische Art zu Entrümpeln

Minimalismus an sich, Marie Kondo und die magische Küchenspüle sind nicht genug! Es gibt einen neuen Aufräum-Trend der gerade auf uns zukommt und dieser stammt – nicht wie üblich aus Amerika – sondern kommt diesmal aus Schweden, dem Land der Hygge und Gemütlichkeit.

Death Cleaning oder doch lieber „Döstädning”

Egal, denn am Ende bedeutet beides das gleiche. Es geht nicht darum, sich zu Tode zu putzen, wie der englische Begriff vielleicht vermuten lässt, sondern darum VOR dem Tod die eigenen Besitztümer so auszumisten und zu sortieren, dass die Hinterbliebenen eines Tages möglichst wenig Aufwand damit haben.


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Die Ausmist-Taktik und ihr lustiger Name „Döstädning” sind eine Wortkreation aus den schwedischen Wörtern für „sterben“ und „Sauberkeit“ und stammen von Margareta Magnusson, welche auf die Frage nach ihrem Alter immer irgendwas zwischen 80 und 100 antwortet. Die Grundidee – die ähnlich der von Marie Kondo ist – sagt, dass alles was dich nicht glücklich macht direkt weg kann. Etwas einfacher betrachtet darf auch alles bleiben was du brauchst und regelmäßig nutzt.

Margareta Magnussons Buch ist unter dem Titel “Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen” in deutscher Sprache erhältlich.

Für wen eignet sich Death Cleaning?

Jedoch eignet sich Death Cleaning keines Falls nur für alte Menschen, auch junge Leute können diese Methode anwenden – immerhin ist das Leben und dessen Ende für uns alle ungewiss. Es geht also nicht um den Tod, sondern vielmehr um die Geschichte deines Lebens und darum, die guten Erinnerungen zu behalten und die schlechten gehen zu lassen.

Magnusson rät auch, sich hin und wieder selbst zu belohnen um den Entrümpelungsprozess angenehmer zu gestalten und die Motivation zu erhalten. Hierbei geht es nicht um große Dinge, sondern um solche, die dir Kraft schenken und bei denen du auftanken kannst, wie beispielsweise ein Kinobesuch, ein gutes Essen oder ein Ausflug mit der ganzen Familie.

Im Gegensatz zu Marie Kondo, die in ihren Büchern Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert und Magic Cleaning 2: Wie Wohnung und Seele aufgeräumt bleiben immer wieder von Wegwerfen spricht, rät Margareta Magnusson dazu, möglichst viele Dingen zu verschenken. Hat man im eigenen Umfeld niemanden geeigneten, gibt es viele weitere Anlaufstellen wie Flüchtlingsheime, Kindergärten, wohltätige Einrichtungen etc.

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Emotionales aufheben

Emotionales behält sie und bewahrt es in einer Kiste auf, welche für ihre Nachkommen mit „Einfach wegwerfen“ beschriftet ist. Schließlich seien die darin enthaltenen Erinnerungsstücke nur für sie von großer Bedeutung. “Echte Erinnerungen leben ohnehin in unserem Köpfen und Herzen weiter”, sagt sie.

Wer einmal radikal aussortiert hat, lernt die übrig gebliebenen Dinge besser wertzuschätzen, hat mehr Platz und einen freieren Kopf, daher solltest du diesen Vorgang einmal jährlich wiederholen. Du vermeidest damit, dass das Chaos zurück kommt und bist immer auf Stand. Außerdem trennt man sich mit der Zeit leichter, und schafft immer mal wieder etwas an, sodass es auch immer Entrümpelungsbedarf gibt.

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  • Sonja Sell sagt:

    Ich kenne diese Methode in der Tat aus schwedischen Zeitschriften und Berichten von Leuten, die dies konsequent tun.in Schweden ist das DER Trend schlechthin und wer was auf sich hält und seine Familie nicht mit den Hinterlassenschaften belasten will, tut gut daran bei sich zu Hause und damit zugleich auch in der eigenen Seele mit dem döstädning zu beginnen!

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