Dieses Spielzeug haben minimalistische Familien reduziert

Geburtstag, Weihnachten, sogar Ostern und am besten noch zum Namenstag… Ständig werden Kinder heutzutage mit Geschenken überhäuft. Wenn ich mich an meine Kindheit zurück erinnere, dann gab es zu Ostern ein Körbchen mit Obst, Nüssen, selbst gefärbten Eiern und ein bisschen Schokolade. Heute bin ich erschrocken wenn ich sehe, dass manche Eltern ihre Kinder zu Ostern wie zum Geburtstag beschenken.

Bei Spielzeug haben die meisten Familien definitiv ein zu viel, auch wenn die lieber Kinder gerne noch mehr hätten. Heute zeige ich dir 4 Kategorien von Spielsachen, die man mit Hang zum Minimalismus durchgehen und teilweise aussortieren kann.

Kaputtes und Ramsch-Spielzeug

Vielleicht fragen sich manche Leser nun, ob man das tatsächlich erwähnen muss, aber ja – das muss man. Denn egal, ob beim Spielzeugauto ein Reifen fehlt oder der Puppe ein Arm abhanden gekommen ist – wenn du deine Kinder fragst – dann brauchen sie das noch. Ganz dringend und unbedingt.

Wichtig: Beziehe deine Kinder je nach Alter in die Entscheidungen mit ein.

Sortiere alles aus, was kaputt oder nicht mehr vollständig ist. Zu warten, bis die beiden fehlenden Spielkarten wieder auftauchen, ist genauso wie die Hose, die du seit 10 Jahren nicht aussortiert hast, weil du abnehmen willst.

Und dann sind da noch die minderwertigen Sachen aus der Junior-Tüte, überteuerte Kuscheltiere von Losbuden auf der Kirmes oder unsinnige Mitgebsel von Kindergeburtstagen. Wer braucht so etwas? Zugegeben, mittlerweile bekommst man auf Kindergeburtstagen auch mal etwas Sinnvolles wie Schulmaterialien mit, aber sonst achten wir darauf, solchen Kram erst gar nicht anzuschaffen oder lassen unnötiges Plastik in Plastikverpackungen einfach vor Ort zurück.

Duplikate

Braucht das Kind wirklich alles doppelt und dreifach? Was ist mit Kuscheltieren, werden sie alle bespielt oder gibt es unter den 4 Hasen, den einen Lieblingshasen? Wie viele Puppenwagen kann man gleichzeitig schieben? Und was ist mit ähnlichen Brettspielen?

Eine gute Methode Kindern das Loslassen zu erleichtern ist die Vergleichsstrategie mit der Frage „Möchtest du das behalten, oder dieses?“ Weil Kinder gerne anderen Kindern helfen möchten, könnt ihr anschließend gemeinsam Möglichkeiten zusammentragen, die ausgemisteten Sachen an Kinder weiter zu geben, die nicht so viel haben, wie man selbst.

Hände weg von unendlich erweiterbaren Sammlungen

Ich sehe schon eure entgeisterten Gesichter. Ich spreche hier nicht davon, keine Bausteine mehr zu kaufen. Vorsicht ist angebracht bei Erweiterungen und Ergänzungen zu Spielwelten. Da gibt es zum Beispiel das Polizeiauto, das Polizeimotorrad, den Polizeitransporter, das Polizeirevier, das neue Polizeirevier mit dem noch neueren Polizeiauto, welches diesmal ein VW ist und die 4 Polizisten, die ganz anders aussehen als die 7, die das Kind schon hat und einen Polizeihund gibt es nun auch… Und dann kommt der Tag an dem das Kind ganz aufgeregt aus der Schule kommt, weil der Mitschüler von einem Gefängnis erzählt hat, das noch gar nicht bei euch Zuhause steht.

Ich sagte ausdrücklich nicht, das man sich komplett von erweiterbaren Spielsachen fernhalten sollte, aber sie sollten mit Bedacht gewählt sein. Es kann auch ganz schön überfordernd für ein kleines Wesen sein, alle verfügbaren Erweiterungen zur Polizei, Feuerwehr, Piratenschiff oder Ritterburg zu haben. Mit was soll man zuerst spielen und was ist auf Dauer überhaupt interessant? Und wo findet das Ganze überhaupt noch Platz?

Bücher

Die meisten Kinder lieben Bücher! Sie verbessern das Lesen, erweitern Wissen und Sprache und sorgen für Ruhe und Entspannung. Doch ist es nicht gerade das Lieblingsbuch, wird es nach dem ersten Lesen oft nie wieder beachtet.

Wenn deine Kinder gerne lesen, lohnt sich eine Mitgliedschaft in der Bücherei. Diese bietet viele Vorteile: Die Zugehörigkeit ist meist kostenlos und du sparst viel Platz und noch mehr Geld, wenn du Bücher ausleihen und wieder zurückgeben kannst.

Für ein effektives Ausmisten der Bücher kannst du deinem Kind eine Kiste geben und es bitten, seine allerliebsten Bücher darin zu sammeln. Doch Achtung: Behalten wird nur was auch wirklich in der Kiste Platz findet. Der Rest kann wieder verschenkt und gespendet werden. Frag doch mal im örtlichen Kindergarten oder der Krabbelgruppe.

Noch mehr Tipps

Je nach Alter deiner Kinder, ist es okay, wenn du auch ein bisschen alleine vorsortierst. Kleine Kinder unterscheiden nicht zwischen kaputt oder ganz, oft wollen sie sich einfach gar nicht von etwas trennen.

Bist du bisher mit dem Trend gegangen, ist das ab heute kein muss mehr. Nur weil ein neuer Film erscheint, muss euer Kinderzimmer nicht von Merchandising-Artikeln umgeben sein.

Setze Grenzen für den Spielzeugfluss. Überdenke den Konsum von Spielzeug und sortiere regelmäßig gemeinsam mit deinem Kind aus, statt neue Aufbewahrungsbehälter anzuschaffen.

Wenn jemand etwas schenken möchte: Sprich mit Familie und Freunden und erkläre, das ihr euch Geschenke freut, die man „verbrauchen“ kann.

  • Aktivitäten, wie Ausflüge ins Schwimmbad oder Kino
  • Kreatives, wie gemeinsames Backen oder Basteln
  • Gutscheine für Musikstunden etc.

Du siehst, es bedarf nicht Unmengen an Spielzeug, um spielen und Spaß haben zu können. Außerdem ist mehr Raum zum Austoben doch für die Familie schöner als massenhaft Spielzeug in Kisten.

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