Eine kleine Schatzkiste für deine Nachkommen

Jessica, ein Mitglied unserer Facebook-Gruppe zum Thema Ausmisten hat uns gezeigt, wie sie Erinnerungsstücke und Erbstücke für ihre Hinterbliebenen aufbewahrt. Sie möchte nicht einfach etwas weitergeben. Das was sie vererbt, sind Dinge mit einer für sie tieferen Bedeutung und deshalb sollen auch alle die Geschichte dahinter kennen lernen.

Im wahrsten Sinne des Wortes, schreibt sie kleine Kärtchen für alle Erbstücke. Warum ist dieses Teil so wichtig für sie? Wo wurde es erworben oder von wem hatte sie es erhalten? Welche Erinnerungen sind damit verbunden? Es geht hier übrigens nicht um raue Mengen, sondern um wichtige Kleinigkeiten in einer ebenso kleinen Kiste, denn die Idee kam ihr beim großen Ausmisten.

Wir finden die Idee toll und haben ein kleines Gespräch mit Jessica geführt, um mehr über die Beweggründe ihres Handelns zu erfahren. Vielleicht ist das ja auch etwas für dich.

Vom Rest leichter trennen können

Wie bist du auf die Idee gekommen, deine geliebten Erinnerungsstücke mit Erlebnissen und Geschichten zu verknüpfen?

Jessica: Wie ich auf die Idee gekommen bin, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr genau. Ich hatte einige „Krustelkisten“, die ich immer wieder in den Händen hatte. In ganz netten Erinnerungen geschwelgt und wieder weg gepackt. Irgendwann dachte ich, was wenn ich nimmer bin. Dann wandert alles als “Kleinkram” auf den Müll. Kleinigkeiten, die wertvoll für mich waren. Also hab ich angefangen, mir zu überlegen, was das in meiner Vergangenheit ausgemacht hat, wieso es in meinen zukünftigen Nachlass sollte und was dahinter steckt.

Und es macht es auch leichter, abzuwägen. Was mich nicht “ausmacht” kann gehen. Ich brauche keine 12 Schlüsselanhänger. Der eine wichtige davon, den ich in Kanada gekauft hab, der bleibt und wird mit der passenden Geschichte versehen. Der Rest? Flohmarktkiste, etc. oder es ist Müll.

Was erhoffst du dir davon, den Verbleib deiner Erinnerungsstücke so zu handhaben? Bzw. was wünscht du dir?

Jessica: Ich wünsche mir, dass meine Erben oder diejenigen, die vorher schon einen Blick in die Erinnerungskiste werfen dürfen, einen intimeren Eindruck von mir erhalten. Oft haben Menschen – auch die eigenen Verwandten – ein gewisses Bild von einem, welches aber so nicht stimmt. Meiner Meinung nach, trägt dieser Einblick dazu bei, eine “Persönlichkeit” besser zu erkennen.

Was bewirkt es in dir, so vorzugehen und warum kannst du somit Dinge besser gehen lassen?

Jessica: Die Dinge, die nur “halb so wichtig” sind, gehen leichter.

Hast du deine Idee schon mit anderen Menschen geteilt und wie waren die Reaktionen? Beispielsweise von der Familie und Freunden?

Jessica: Freunde und Familie finden die Idee natürlich toll. Hier wird es wohl auch Nachahmer geben.

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Wie findest du Jessicas Vorgehensweise und kannst du dir vorstellen, die Idee für dich und dein Erbe zu übernehmen?

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