Was mache ich mit Kleidung, die nicht mehr passt? - Haushaltsfee.org

Was mache ich mit Kleidungsstücken, die nicht mehr passen

Das kennen sicher die meisten von uns: Kleidungsstücke, die nicht mehr passen. Ob zu klein oder zu groß, wegen Schwangerschaft, Krankheit… Die Faktoren, die sich auf unser Gewicht auswirken können so vielfältig sein. Und mit zunehmendem Alter fällt es gerade als Frau auch schwerer wieder abzunehmen. Da hilft kein Sport, keine Diät… Und wir haben ohnehin zu viel Stress mit Haushalt, Arbeit, Kindern… alles außer Balance. Da bleibt bleibt kaum Zeit uns um uns selbst zu kümmern.

Was also tun mit den Kleidungsstücken die nicht mehr passen? Das kam auch mehrfach als Frage auf, als der Kleiderschrank bei der Haushaltsfee Ausmist-Challenge 2017 drankam.

Ich will wieder reinpassen

Ich muss gestehen, ich habe auch eine Box mit solchen Teilen, in der Hoffnung in den nächsten Jahren „wieder reinzupassen“. Die Figur von vor der Geburt wieder zu bekommen, wieder fitter zu werden… Aber was wenn doch nicht? Oder nicht so schnell wie erhofft?
Es könnte durchaus auch eine Enttäuschung werden und dann isst man aus Frust noch mehr, fühlt sich noch unwohler, nehmen noch mehr an Gewicht zu und schielen traurig auf die alten Sachen im Kleiderschrank oder der Box und die „alten Zeiten“ in denen wir noch „schlank“ waren.

Ich denke, wir sollten gerade als Frauen erstmal Frieden schließen mit unserem Körper, der eben nicht so perfekt ist wie der der ausgehungerten Models und Photoshop-Bilder ;-) Und genau da ist ja das Interessante und Schöne daran. Jede von uns ist einzigartig, so wie sie ist.
Aber genau das wird uns fleißig versucht abzutrainieren. Stars hier, Bikinifigur da, die neueste Frühlingsdiät… Und wir schauen in den Spiegel und sehen uns weit davon entfernt. Vier Wochen nach der Geburt wieder Größe 36, gesund und fit sollen wir aussehen nach durchgemachten Nächten.

Verdrehte Realität

Eine total verdrehte Realität haben wir heute. Die Weiblichkeit wird am Äußeren, an Maßen und Gewichten festgemacht. „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“, das wusste schon der kleine Prinz. Und ich sehe das genau so.

Den halben Tag habe ich also nachgedacht, was man mit den Klamotten, die aktuell nicht mehr passen tun sollte. Eine pauschale Antwort ist da schwierig und die kann ich so nicht geben.

Die Minimalisten würden sofort sagen, weg mit dem Kram, nur behalten was aktuell passt. Aber wir haben so viel Geld dafür ausgegeben, hart gearbeitet statt zu genießen, Lieblingsstücke dabei… Und vielleicht schaffen wir es mit dem Gewicht ja doch noch.

Deshalb sehe ich es nicht so eng ein paar zu kleine / zu große Stücke vorerst zu behalten. Da ich auch eher der klassische Typ bin und mich Modetrends weniger interessieren, kann ich meine Kleidungsstücke sowieso über Jahre hinweg tragen.

Behalten oder aussortieren?

Zum Aufheben habe ich mir ein paar Fragen überlegt, die dir die „Qual der Wahl“ erleichtern können.

  • Trage ich Farbe / Stoff / Muster immer noch gerne?
  • Ist es immer noch ein Lieblingsstück von mir?
  • Passt es überhaupt noch zu meinem heutigen Kleidungsstil?
  • Würde ich es wirklich wieder tragen, wenn es passt?
  • Würde ich es heute wieder kaufen?
  • Ist es in gutem Zustand?

Stelle dir diese Fragen zu jedem Kleidungsstück, dass gerade nicht mehr passt.
Die Teile, die du behalten möchtest, kannst du in einen Box packen, dir ein Datum setzen, bis wann du wirklich an Gewicht verloren (oder zugelegt) haben möchtest. Dann z. B. im Keller / Dachboden verstauen. Zum Termin wieder hervorholen und prüfen.
Die anderen kannst du verkaufen oder spenden.

Ich wünsche dir viel Erfolg, dass es mit dem „Zurück zur Wunschfigur“ klappt. Wenn doch nicht, freunde dich damit an, es gibt auch tolle Bekleidung in anderen Größen und wer nach dem Gewicht beurteilt, kratzt sowieso nur an der Oberfläche ;-)

Herzlichst,

Claudia

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Claudia Haushaltsfee

Es macht mir großen Spaß, alles mögliche zu organisieren. Nicht alleine, weil mich eine perfekte Struktur glücklich macht, sondern besonders deswegen, weil ich so jede Menge Zeit habe für die Dinge, die mir wirklich Spaß machen. Meine Checklisten und Online-Kurse helfen auch dir im Haushalt – ich habe sie für dich entworfen!