Warum Ausmisten oft so schwer fällt

Und plötzlich ist er da, der Tag an dem wir unsere Unordnung wahrnehmen und diese so schnell wie möglich beheben möchten. Gedanklich zumindest, denn an Motivation ist nicht zu denken. Aber warum ist das so?

Unordnung kommt nicht von heute auf morgen, sie ist – wie viele andere Dinge – ein oft schleichender Prozess, der uns erst dann bewusst wird, wenn es zu spät ist um es mal eben geschwind zu retten. Sobald wir realisieren, das wir uns in den eigenen vier Wänden nicht mehr wohlfühlen und das Chaos nicht an einem Tag wieder ungeschehen machen können, sinkt auch direkt die Motivation etwas zu ändern.

Ausreden und Schwierigkeiten gibt es genug und wir sind dem Ganzen mal etwas auf den Grund gegangen:

Was macht es uns so schwer einfach auszumisten?

  • Trennungen mögen die wenigsten Menschen, sei es zu Personen, Aktivitäten oder Dingen.
  • Besonders schwer ist es, sich von Dingen mit sentimentalem Wert zu lösen. Dies können Geschenke, Erinnerungsstücke oder Erbstücke sein.

Mach dir klar, das solche Dinge ihren Zweck erfüllt haben, als du sie bekommen hast. Sie dürfen eine Weile bleiben und gehen, wenn du es für richtig hältst. Dass etwas dein Haus wieder verlässt, sagt nichts über deine Bindung zu einem Menschen aus.

  • Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht!

Dies ist wohl einer der häufigsten Gründe, die einem beim Start im Weg stehen. Wenn man nicht weiß, wo man anfangen soll, tut man lieber nichts und hofft, dass es mit einem Schnipsen klappt. ;-) So einfach ist es dann leider doch nicht. :-D Versuche es am besten mit der 15-Minuten-Methode in Kombination mit Kategorien – z. B. Miste 15 Minuten lang deine Schuhe aus! Dies hat den Vorteil, dass du fokussiert ausmistest, ein Ende in Sicht ist und du nicht noch mehr Chaos anrichtest, also schon vorhanden ist. Beim Start bitte niemals an drei Baustellen gleichzeitig arbeiten, das schafft nur Frustration weil das Auge keinen Fortschritt erkennt.

  • Vielleicht brauche ich das irgendwann nochmal?! Oft will man sich nicht trennen, weil man glaubt, es vielleicht irgendwann doch noch brauchen zu können.

Nehmen wir an, du hast die Kaffeekanne seit 10 Jahren nicht benutzt, weil du einen Kaffeevollautomaten hast, und Kaffee direkt in die Tasse gefüllt wird. Welchen Grund gibt es also sie zu behalten? Sollte dir nach 15 Jahre doch wieder nach einer Kaffeekanne sein, dann kannst du guten Gewissens ein Paar Euro in eine neue Kanne investieren, die deinem aktuellen Geschmack entspricht.

  • Das hat einmal Geld gekostet!

Ich denke das ist bei vielen Grund Nummer 1 oder vielmehr die Ausrede, die den Kopf am meisten blockiert. Sicher haben alle Dinge die du angeschafft hast einmal Geld gekostet, jedoch bekommst du das Geld nicht wieder, indem du all die Dinge für immer hortest ohne sie zu nutzen. Viel besser wäre es doch, diese zu verkaufen und so wenigstens ein bisschen deiner damaligen Ausgaben wieder zurück zu bekommen. Alles was du für kleines Geld wieder kaufen oder sogar umsonst bei jemandem ausleihen kannst, kann gehen.

  • Fehlende Zeit und/oder keine Lust

Wenn man das Chaos erstmals vor Augen hat, will man am liebsten davon rennen. Alles ist wichtiger als anpacken und man hat 100 Gründe und Dinge die genau jetzt Vorrang haben. Ja, Chaos alleine ist schon ein Motivationskiller, aber wenn du es nicht bald anpackst, wird es noch schlimmer! Setz dir Ziele, vielleicht auch Belohnungen für diverse Etappen, blockiere Zeit im Kalender ganz ausdrücklich zum Ausmisten und lass dich dabei von nichts ablenken!

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Wann hat es bei dir „Klick“ gemacht und wie viele Anläufe hast du gebraucht um das Chaos zu beseitigen? Fällt es dir weiterhin schwer dran zu bleiben oder hast du den Dreh mittlerweile raus?

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