Wie Ausmisten meine Gedanken und mein Kaufverhalten beeinflusst

Heute hatte ich endlich mal wieder einen Friseurtermin, die „dicke Wolle” vom Winter musste ab. Vielleicht gehört das auch gleich zum Prozess des Ausmistens oder Erleichtern dachte ich mir.

Mit der Friseurin kam ich auf das Thema Angeln. Sie begleitet ihren Mann und lässt sich deshalb die Haare wachsen um sie hochstecken zu können.

Früher: “Das kaufe ich mir sofort”

Genau dachte ich, Angeln wollte ich ja auch lernen. Gibt es in der Gegend doch so viele Möglichkeiten, egal Süß- oder Salzwasser. Doch dann kamen meine Gedanken ins Rollen: Ich müsste einen Angelschein machen, das zwischen Familie, Haushalt, Arbeiten reinpacken. Will ich das wirklich auch noch? Aber am meisten störte mich der Gedanke, dass ich dazu eine Ausrüstung anschaffen müsste, die vermutlich zehn Teile oder mehr beinhaltet. Das Zeugs steht dann wieder in der Garage rum und ich nutze es zweimal im Jahr. Mir wurde schnell klar, dass ich das mit dem Gedanken ans Ausmisten und einer Vereinfachung von Haushalt und Leben nicht mehr will.

Den Fisch kaufe ich weiterhin auf dem Bauernmarkt und ich gehe dafür lieber in Wald, am See oder Meer spazieren. Ich spare Anschaffungskosten und habe mehr Luft in der Garage.

Heute: “Brauche ich das wirklich?”

In Frühlingslaune mit neuem Haarschnitt fuhr ich gleich noch in mein Lieblingsgeschäft. Ein orangenes Oberteil oder eine andere Frühlingsfarbe wäre doch toll dachte ich. Doch seit dem ich am Ausmisten bin, gehe ich mit einem ganz anderen Bewusstsein in einen Laden. Was gefällt mir zu 100%? Brauche ich das Teil wirklich auch noch? Habe ich so etwas Ähnliches nicht schon im Kleiderschrank? Sollte ich meine Schuhe nicht lieber abtragen bevor ich neue kaufe?

Ich mag wirklich schöne Kleidung, aber aktuell gefällt mir kaum etwas – sicher wegen dem veränderten Blick auf die Dinge. Und das ist gut so. Nicht mal der “Reduziert-Ständer“ bekommt meine Aufmerksamkeit (außer zum Foto machen ;-) .

Ja, ich freue mich sogar richtig, demnächst meinen Kleiderschrank zu durchforsten, Kisten mit Sommerkleidung zu öffnen… und zu entdecken, was es dort schon an schönen Stücken zu Hause gibt. 

Es ist jedes Mal ein bisschen wie eine Art „Training“, ob ich dem Konsumgedanken widerstehen kann. Sehr spannend. Heute habe ich es geschafft ohne irgend etwas zu kaufen den Laden zu verlassen. Nicht mal eine Hautcreme, Shampoo… was ich dort gerne kaufe. Ich war richtig stolz auf mich.

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Claudia Windfelder (Haushaltsfee)

Ausmisten ist Claudias Leidenschaft. Nachdem sie sich selbst von Haus, Garten und viel Kram getrennt hat, fokussiert sie sich auf das, was ihr im Leben wirklich wichtig ist. Die Teilnehmer ihres einzigartigen Online-Kurses „Haushaltsheldinnen“ bekommen alles an die Hand, um ihren Haushalt zu entrümpeln, dauerhaft Ordnung zu halten, Klarheit zu gewinnen und ein befreiteres Leben zu führen. Wenn Claudia nicht am Arbeiten ist, genießt sie die Natur, ist sportlich aktiv, bereitet gesundes Essen zu und widmet sich ihrer persönlichen Entwicklung.

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