Sind Bienen und Wespen gefährlich?

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Mit den warmen Temperaturen schwirren Bienen und Wespen im Garten rum. Sie lassen sich nicht nur von den Blumen anlocken, sondern gerne auch von süßen Getränken oder Kuchen, der draußen rumsteht. Bei offenem Fenster geraten diese Insekten ganz schnell in die Wohnung. Viele haben Angst, wenn es an ihren Ohren summt und werden hektisch. Da stellt sich die Frage, ob diese Insekten zu fürchten sind, weil sie gefährlich sind? Stechen sie immer oder kann ein Stich auch vermieden werden? Sind die Stiche dieser Tiere gefährlich?

Aggressive Insekten

Per se sind Bienen und Wespen nicht gefährlich und auch in keiner Weise aggressiv. Doch gestört durch das Gesumme am Ohr besteht der Reflex darin, nach den Insekten zu schlagen, um sie zu verscheuchen. Die Tiere reagieren dann natürlich darauf und wehren sich mit einem Stich. Dieser kann sehr schmerzhaft sein. Reagiert jemand allergisch auf dieses Insektengift, dann kann es sogar gefährlich werden, vor allem, wenn die Insekten im Mundraum zustechen. Was zu tun ist, wenn jemand allergisch auf solche Stiche reagiert, erfährst du hier. Es stellt sich auch die Frage, wann jemand von einer Biene und wann von einer Wespe gestochen wurde. Dies lässt sich jedoch sehr gut erkennen, auch wenn das Tier nicht mehr zu sehen ist.

Bienenstich – der Stachel bleibt hängen

Einen Bienenstich erkennst du sofort, denn der Stachel mit einer anhängenden Giftblase bleibt in der Haut stecken. Die Biene stirbt bei dem Stich, eine Wespe bleibt am Leben und fliegt weiter.
Wenn der Stachel in der Haut steckt, solltest du vermeiden, ihn mit zwei Fingern herausziehen zu wollen. Dadurch drückst du die Giftblase aus und es gelangt noch mehr Gift in die Haut. Besser ist es, den Stachel mit dem Fingernagel aus der Haut rauszuschieben und dabei darauf zu achten, nicht auf die Giftblase zu drücken.

Tipps zur Behandlung des Stiches

Außer bei Allergien ist ein Stich zwar schmerzhaft, aber nicht gefährlich. Für die direkte Behandlung kann ein Kühlakku auf den Stich gelegt werden, damit die Schwellung nicht zu stark wird. Falls zur Hand, kann eine frisch aufgeschnittene Zwiebel auf den Stich gelegt werden. Diese wirkt entzündungshemmend. Es gibt auch Gele gegen Insektenstiche in der Apotheke, welche auch kühlende und entzündungshemmende Wirkung besitzen.
Homöopathisch kann Apis verwendet werden, welches gegen die Schmerzen und die Schwellung wirkt.

Vermeidung von Insektenstichen

Wie bereits weiter oben erwähnt, werden Wespen erst so richtig aggressiv, wenn nach ihnen geschlagen wird. Sie stechen zumeist nicht, wenn du ruhig sitzen bleibst und keine hektischen Bewegungen machst. Doch dies ist nicht immer einfach, weil das Summen einen nervös macht.
Da Bienen, Wespen und andere Insekten wichtige Aufgaben in der Natur übernehmen als Bestäuber und Schädlingsbekämpfer, ist davon abzuraten, mit chemischen Mitteln gegen diese vorzugehen. Die chemischen Insektizide töten nicht nur die Insekten, sondern belasten auch die menschliche Haut sowie Schleimhäute.
Im Garten können um die Sitzecke Tomaten, Lavendel oder Zitronenverbene gepflanzt werden. Um diese Duftpflanzen machen die Insekten einen großen Bogen. Stehende Gewässer z.B. mit in Gießkannen oder Regentonnen sollten abgedeckt werden. Auch Kerzen mit Zitronen- oder Lavendelöl dienen der Abwehr. Solche ätherischen Öle können ebenfalls auf die Haut aufgetragen werde.
Als Schutz vor Wespen sollten Getränke und Lebensmittel im Garten abgedeckt werden. Essensreste sollten zügig abgeräumt werden. Etwas weiter weg vom Tisch kann eine Flasche mit Zuckerwasser aufgestellt werden, welche die Wespen vom Tisch weglockt. Bei Ausflügen solltest du dich nie in die Nähe von Abfalleimern setzen, da diese ebenfalls Wespen anlocken.
Sind Wespen und Bienen in der Nähe, ist es jedoch in erster Linie wichtig, Ruhe zu bewahren.

Welches Insekt hat mich gestochen?

Bildquelle: Initiative Insektengift