Dein Medikamentenschrank quillt über und Du hast schon lange die Übersicht verloren, wo Du im Notfall das richtige Mittel finden kannst? Dann ist es höchste Zeit, gründlich Ordnung zu schaffen und Deinen Medikamentenschrank zu organisieren. Hier zeige ich Dir, wie ich es mache. Als erstes habe ich meinen Arzneischrank in drei Bereiche aufgeteilt, je nachdem wie Deine Lebensumstände sind, brauchst Du vielleicht nur zwei oder vielleicht sogar mehr Abteilungen, die ich durch farbiges Klebeband markiert habe.

In dem am besten zugänglichen Teil des Schranks bewahre ich alles auf, was bei kleineren häuslichen Unfällen gebraucht wird. Hier finden sich Pflaster in mehreren Größen, Desinfektionsspray, Sprühpflaster, Binden, Tupfer, die ich im oberen Teil dieses Schrankfachs deponiere. Darunter liegen griffbereit Schere und Pinzette. So habe ich alles griffbereit, wenn sich z. B. jemand in den Finger geschnitten hat. Da auch diese Materialien und Medikamente nicht unbegrenzt haltbar sind, kontrolliere ich einmal jährlich die Haltbarkeitsdaten. In der Schranktür hängt ein Notizzettel, auf dem ich vermerke, wann ich zuletzt den Inhalt kontrolliert habe.

Checkliste Medikamente

In einem weiteren Schrankfach bewahre ich die Medikamente für die kleinen Wehwehchen auf, die immer mal wieder auftreten. Ist ausreichend Platz vorhanden, können z. B. die Mittel gegen Erkältungskrankheiten in einer Reihe angeordnet werden, eine weitere Reihe gehört den Mitteln gegen Kopfschmerzen und ein dritter Bereich den Magen-Darm Problemen. Damit ich leicht erkennen kann, ob das eine oder andere Medikament schon zu alt ist, verwende ich kleine Klebepunkte in verschiedenen Farben. Jedes Jahr hat eine eigene Farbe. Hat das aktuelle Jahr einen gelben Klebepunkt, kann ich die gelb ausgezeichneten Medikamente verwenden, während ich bei der Farbmarkierung aus dem Vorjahr vorsichtshalber einen Blick auf das Haltbarkeitsdatum werfe. Medikamente, die andere Farbmarkierungen haben, entsorge ich konsequent, da sie mit Sicherheit überaltert sind. Eine Ausnahme sind Augentropfen, die meist ohnehin nur sechs Wochen lang verwendet werden dürfen. Sie sollten entsorgt werden, wenn die aktuellen Beschwerden abgeklungen sind.

Der dritte Bereich meines Medikamentenschrankes beherbergt Medikamente, die Mitglieder meiner Familie regelmäßig einnehmen müssen. Gerade bei älteren Menschen kommt da oft eine ganze Menge zusammen und es ist wichtig, rechtzeitig für Nachschub zu sorgen. Die meisten Tabletten sind zu mehreren Blisterstreifen in einem Karton verpackt. Entnehme ich den vorletzten Streifen, ist es Zeit, beim Arzt ein Rezept zu bestellen. Um zu wissen, welches Medikament gebraucht wird, reiße ich den Deckel des Kartons ab, auf dem Name und Dosierung des Mittels stehen. Diesen Abriss verwende ich als Gedächtnisstütze, wenn ich mit dem Arzt telefoniere oder die Praxis aufsuche.