Wie viel Schlaf benötigt mein Kind?

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Um kein Thema gibt es so viele Diskussionen wie um den Schlaf eines Kindes. Wann schläft das Kind zu viel und wann zu wenig? Oftmals entsteht ein Teufelskreis mit vielen Diskussionen, weil das Kind abends sehr spät ins Bett kommt und dafür am Morgen nicht wachzubekommen ist. Der Schlaf eines jeden Einzelnen ist eine individuelle Sache und ändert sich auch mit dem Alter, aber dennoch gibt es einige Richtwerte dazu, wie viel Schlaf ein Kind für seine Gesundheit benötigt.

Babys brauchen viel Schlaf

Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin empfiehlt für Neugeborene und Babys einen täglichen Schlaf von 14 bis 17 Stunden. Dieser Schlaf würde sich auf den ganzen Tag verteilen. Es lassen sich verschiedene Schlafphasen erkennen, die sich auch in ihrer Länge unterscheiden. Bereits mit vier Monaten sinkt die Schlafzeit auf 12 bis 15 Stunden. Die Entwicklung sollte dahingehen, dass die Babys nachts länger schlafen und tagsüber mehrere Nickerchen halten. Wenn das Baby mal nicht schlafen will, hier mein Tipp: https://sleepy-relax.com/ – die patentierte Einschlafhilfe für Babys. Mit etwa einem Jahr können Kinder nachts 6 Stunden am Stück durchschlafen. Der kindliche Bedarf an Schlaf nimmt mit zunehmendem Alter ab. Mit drei bis fünf Jahren sinkt der Schlafbedarf weiterhin auf 10 bis 13 Stunden. Ab dem sechsten Lebensjahr besteht ein Schlafbedarf von 9 bis 11 Stunden, der dann meist in der Nacht gedeckt wird.

Unterschiedliche Schlafgewohnheiten

Nicht jeder Mensch braucht gleich viel Schlaf. Und wie unter den Tieren gibt es Langschläfer und Kurzschläfer. Dahinter steckt zum einen eine genetische Komponente, wird aber auch vom gelernten Verhalten bestimmt. Kinder kommen ohne Tag- und Nachtrhythmus auf die Welt. Diesen erlernen sie von den Eltern. Es hat einen Einfluss darauf, wie regelmäßig auch die Eltern die Schlafenszeiten gestalten. Vor allem sollten sich die Eltern nicht nach ihrem eigenen Schlafbedarf richten, sondern nach dem der Kinder. Es ist angenehm, wenn das Kind noch lange einen Mittagsschlaf macht. Ist es dann aber am Abend quengelig und möchte nicht ins Bett, dann hatte es zu viel Schlaf und der Schlaf am Tage sollte stückchenweise reduziert werden. Ein Kind sollte nach dem Schlafen erholt, fröhlich und ausgeglichen sein. Erscheint das Kind müde, quengelig oder unausgeglichen, dann hat es wohl keinen guten Schlaf gehabt. Jedoch kann darauf Einfluss genommen werden.

Anpassung des Schlafes

Ein Schlaf soll dazu dienen, dass sich der Körper erholt, im Schlaf Regenerationsprozesse ablaufen und das Gelernte verarbeitet wird. Steht das Kind am Morgen auf und wirkt nicht ausgeruht und kaputt, dann sollte der Schlaf angepasst werden. Am Abend kann die Zu-Bett-Geh-Zeit Stück für Stück nach vorne verschoben werden, damit das Kind seinen notwendigen Schlaf erhält. Kleine Rituale wie Vorlesen oder noch eine Kassette hören unterstützen dabei ein leichtes Einschlafen. Wird dies behutsam angegangen, kann der Schlafrhythmus Stück für Stück verschoben werden. Dadurch kann ebenfalls auf Veränderungen reagiert werden. Häufig gibt es Probleme, wenn die Kinder in die Schule kommen und zu festen Zeiten am Morgen aufstehen müssen. Bereits vor dem ersten Schultag sollte darauf reagiert werden, damit das Kind einen guten Start in die Schule hat.

Regelmäßige Zeiten

Am wichtigsten für einen gesunden Schlaf und zur Vermeidung von Machtkämpfen spielen regelmäßige Zeiten eine große Rolle. Das Kind kann durch feste Zeiten besser einschlafen und ein abendliches Theater kann dadurch vermieden werden. Natürlich kann es passieren, dass das Kind durch die Erlebnisse am Tage viele Gedanken wälzt, über die es unbedingt noch reden muss. Aber dann können sich die Eltern im Rahmen des Rituals des Zu-Bett-bringens Zeit dafür nehmen und mit dem Kind darüber reden. Auch die Jahreszeiten können diese festen Zeiten beeinflussen. Wenn es abends dunkel ist, gehen die Kinder leichter ins Bett als wenn die Sonne noch scheint. Aber wenn sie es gewohnt sind, dass diese Zeiten gelten, wird es keinerlei Probleme geben.

Schlechter Schlaf wirkt sich auf die Gesundheit aus

Unzureichender Schlaf wirkt sich auf die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit aus. Bekommt das Kind über einen längeren Zeitraum nicht den Schlaf, den es braucht, wird es anfälliger für Krankheiten, da der Körper keine Kräfte hat, die es dem Infekt entgegenstellen kann. Der Körper wirkt insgesamt geschwächt, das Kind reagiert nervös oder ängstlich.