Ein neuer Trend in der gesunden Ernährung ist der Verzicht auf Gluten. Auch bei Bauch-weg-Tipps fällt immer wieder der Verzicht auf Gluten. Weizen und das darin enthaltene Gluten seien schuld daran, dass eine sogenannte Weizen-Wampe entstehen würde. Das Angebot in den Lebensmittelmärkten scheint dem Trend Recht zu geben, denn dieses wächst stetig. Doch es gibt eine große Anzahl an Menschen, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden und gerne mal wieder ein Brötchen aus Weizenmehl oder richtige Pasta essen möchten. Ein Prozent der Bevölkerung leidet darunter. Glutenunverträglichkeit, was ist das denn, fragst du dich vielleicht. Im nachfolgenden Text findest du Informationen dazu.

Glutenunverträglichkeit – was ist das?

Eine Glutenunverträglichkeit zeigt Anzeichen einer Allergie als auch einer Autoimmunerkrankung. Die Dünndarmschleimhaut ist chronisch entzündet bei den Betroffenen, eine Reaktion auf das Klebereiweiß im Weizen, das Gluten. Unerkannt führt dies dazu, dass die Darmzotten, welche für die Aufnahme der Bestandteile aus der Nahrung enorm wichtig sind, nach und nach zerstört werden. Aus einem Darm mit großer Oberfläche wird ein glattwandiges Rohr, in dem kaum noch Nährstoffe in den Körper absorbiert werden. Leider haben viele Betroffenen häufig keine Magen-Darm-Beschwerden, sondern klagen über Migräne, Gelenkschmerzen, Zahnverfärbungen oder Müdigkeit und Nervosität.

Diagnose der Glutenunverträglichkeit

Bei Verdacht auf eine Glutenunverträglichkeit wird zuerst das Blut auf das Vorhandensein von Antikörpern untersucht, da es sich um eine immunologische Reaktion handelt. Speziell die IgA- und IgG-Antikörper werden dafür untersucht. Gibt der serologische Test einen Verdacht auf Glutenunverträglichkeit, sollte für die genauere Diagnose noch eine Dünndarmbiopsie gemacht werden, um den Zustand der Darmzotten zu prüfen und den Verlauf der Erkrankung zu bestimmen. Dafür werden mehrere Gewebsstücke entnommen und mikroskopisch untersucht. Die Beschaffenheit des Darmes wird allgemein betrachtet, die Anzahl der Entzündungszellen wird untersucht sowie die Besiedlung durch Mikroorganismen.

Wie ernähre ich mich mit Glutenunverträglichkeit?

Mit der Diagnose Glutenunverträglichkeit oder auch Zöliakie muss die gesamte Ernährung umgestellt werden, denn Produkte mit Gluten müssen vollständig vom Speiseplan gestrichen werden, um den Darm nicht weiter zu schädigen. Dies bedeutet kein Brot oder Brötchen mehr aus Weizen- oder Roggenmehl, kein Gebäck, keine Kekse. Aber es gibt auch Produkte, die augenscheinlich im ersten Moment nicht darunter fallen wie Pudding, Joghurt oder Käse. Das Gluten klebt sehr gut und daher findet sich Weizenmehl oder Gluten in vielen Fertigprodukten für eine bessere Konsistenz. Bestimmte Camemberts werden auf Flächen mit Weizenmehl gelagert. Seit Ende 2014 müssen Allergene in Lebensmittel jedoch eindeutig und fettgedruckt gekennzeichnet werden. Damit klärt ein Blick auf die Inhaltsstoffe sofort auf, ob Gluten enthalten ist oder nicht.

5 Tipps bei Glutenunverträglichkeit

  1. Glutenhaltige und glutenfreie Lebensmittel nie zusammen lagern
  2. Keine glutenfreien Lebensmittel im gleichen Fett/ Wasser erhitzen wie vorher glutenhaltige
  3. Einen eigenen Toaster für glutenfreie Brote
  4. Nicht das gleiche Besteck für glutenfreie und glutenhaltige Lebensmittel verwenden, damit keine Kontamination stattfindet
  5. Alle Küchenutensilien und Behälter sorgfältig reinigen