8 beste Tipps für alternative Heizungslösungen

Heizkörper sind im Haushalt vor allem eines: lästige Staubfänger. Dazu kommt, dass die Reinigung von Heizkörpern gar nicht so einfach ist. Obendrein nehmen die unansehnlichen Dinger auch noch Platz weg und sollten nicht mit Möbeln zugestellt werden. Die gesamte Raumplanung muss sich also im Prinzip nach den Radiatoren richten, dabei braucht man sie sowieso nur die Hälfte des Jahres.

Und nicht nur das. Die Kosten für fossile Brennstoffe steigen immer weiter. Viele Hausbesitzer sind daher auf der Suche nach langfristigen Lösungen, die nicht nur Geld, sondern auch Ressourcen sparen können. Welche Alternativen es zur konventionellen Heizungsanlage gibt, erfährst du in den 8 Tipps für alternative Heizlösungen.

1. Infrarotheizung

Das Problem des sperrigen Heizkörpers lässt sich durchaus umgehen. Eine besonders kreative Lösung habe ich bei Infrarot Guide gesehen. Man kann sogar in einem Wandbild eine Heizung verstecken. Diese funktioniert mit Infrarotstrahlen, die vom Bild ausgestrahlt werden so diskret den Raum erwärmen. Die Heizelemente der Infrarotheizung sind bis zu zwei Quadratmeter groß und strahlen eine angenehme, flächige Wärme aus. Ein schönes Bild an der Wand – dekorativer kann Heizen kaum sein!

2. Fußleistenheizung

Eine weitere pfiffige Alternative ist die Fußleistenheizung. Hier werden Heizleisten montiert, die aussehen wie Fuß- oder Sockelleisten. Sie werden je nach Modell mit Wasser oder Strom betrieben. Mit der Sockelleistenheizung wird die Strahlungswärme gleichmäßig im Raum verteilt, zudem sind sie optisch sehr dezent. Indem die Fußleistenheizung auch die Wände erwärmt, wird das Risiko einer Schimmelbildung verringert. Praktisch ist, dass sie sich unkompliziert montieren lässt, auch der nachträgliche Einbau ist kein Problem. Die Leisten gibt es in verschiedenen Farben und Designs.

3. Bodenheizung

Wer nicht gerade einen Teppichboden hat, kann im Winter wohl kaum barfuß in der eigenen Wohnung herumlaufen. Mit nackten Füßen über die kalten Fliesen laufen ist bei Minustemperaturen keine schöne Vorstellung. Eine Bodenheizung kann das ändern. Für eine Bodenheizung werden Warmwasserleitungen unter den Bodenbelag installiert. Ideal funktioniert die Bodenheizung bei Stein- oder Kunststoffböden, doch auch andere Beläge sind möglich. Was viele nicht wissen: Tatsächlich verbrauchen Bodenheizungen nur wenig Energie und spenden dafür eine angenehme Wärme. Die gefühlte Raumtemperatur ist höher als bei Heizkörpern.

4. Wandheizung

Nicht nur in den Boden, sondern auch in die Wand kann man eine Heizung einbauen. Der Anteil von Strahlungswärme liegt bei Wandheizungen noch höher als bei der Bodenheizung. Strahlungswärme ist noch effizienter als konvektive Wärme, da sie nicht nur die Luft im Raum, sondern auch die verschiedenen Körper im Raum erhitzt, die dann wiederum Wärme ausstrahlen. Daher kann die Temperatur bei einer Wandheizung ruhig zwei Grad weniger betragen, als bei einem Heizkörper, den Unterschied merken wir trotzdem kaum. So können wir Energie sparen ohne zu Frieren.

5. Heizen mit Holz

Kuschelig wird es im Winter, wenn du mit einem Holz- oder Kachelofen für warme Temperaturen sorgst. Neben wohliger Wärme schafft das knisternde Feuer auch eine unverwechselbare Atmosphäre. Mit Holz zu heizen, hat zudem einige Vorteile. Es ist umweltfreundlicher als Strom oder Ölheizungen und kann sich rechnen. Ein Kaminofen lässt sich leicht installieren, er wird einfach an den bestehenden Kamin angeschlossen. Wer es professioneller haben will, kann sich auch eine Holzpellet-Heizung einbauen lassen. Pellets werden aus gepressten Holzresten hergestellt. Eine Pelletheizung ist jedoch eine größere Investition.

6. Erdwärme-Heizungen

Eine umweltfreundliche Alternative ist eine Heizung, die ihre Wärme aus dem Erdboden zapft. Für Erdwärme-Heizungen werden Erdsonden tief unter dem Grundstück verlegt. Daher müssen einige Faktoren erfüllt sein. Die Qualität und Beschaffenheit vom Boden muss stimmen, Baumwurzeln können die Bohrungen behindern. Die Kosten für die Erdwärme-Heizung sind allerdings leider ziemlich hoch, da die Installation ziemlich aufwendig ist.

7. Solarthermie

Auch die Sonne kann uns dabei helfen, im Winter eine angenehme Temperatur in unseren vier Wänden zu garantieren. Eine Solarthermie-Anlage ist eine absolut ökologische Energiequelle, die zudem keine Brennstoffkosten verursacht. Die Montage der Solarkollektoren kostet natürlich etwas mehr, doch die Investition kann sich besonders in Hinblick auf die steigenden Heizkosten lohnen. Denn selbst bei bewölktem Himmel schenkt die Sonne uns Energie.

8. Wärmedämmung

Dein Heizsystem kann so gut und effizient sein, wie nur möglich ist. Das alles bringt jedoch nur wenig, wenn dein Haus nicht anständig gedämmt ist. Falls nicht, wirst du dich im Winter dusselig heizen und das ist nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern geht dir auch gewaltig an den Geldbeutel. Bevor es an eine neue Heizungsanlage geht, sollte die erste Investition daher in die Wärmedämmung gesteckt werden. Neue Fenster Türen oder gar eine Renovierung der Wände: Hierbei nicht zu sparen lohnt sich definitiv.

Wenn dein Haus fachgerecht wärmegedämmt ist, musst du dich für ein Heizsystem entscheiden. Was für dich am sinnvollsten ist, hängt von einer Reihe von Faktoren ab, daher sollte die Wahl mit Bedacht getroffen werden. Generell lässt sich sagen, dass ein Umdenken auf umweltfreundliche Alternativen sicherlich langfristig sinnvoll ist. Im Anbetracht der steigenden Kosten für Öl und Gas kann sich eine solche Lösung auch finanziell auszahlen.

Tricks und Tipps, die du beachten solltest, um im Winter Energie zu sparen und die Heizkosten zu senken, findest du hier https://haushaltsfee.org/haushalt-garten/energie-sparen-im-winter-so-senkst-du-deine-heizkosten/.

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