Haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich absetzen – So holst du das Maximale raus

Viele von uns nutzen sie. Doch kaum jemandem ist der Begriff geläufig. Die haushaltsnahen Dienstleistungen. Dabei können viele dieser Dienstleistungen steuerlich abgesetzt werden. Doch was genau versteht man unter solchen Dienstleistungen und wie kann man diese absetzen? Wir haben die wichtigsten Informationen für dich zusammengestellt.

Was versteht man unter haushaltsnahen Dienstleistungen?

Im Allgemeinen zählen alle helfenden Hände, die dir gegen Bezahlung Arbeit im und rund um den Haushalt abnehmen, zu der Gruppe der haushaltsnahen Dienstleistungen. Sei es der Gärtner, der regelmäßig dafür sorgt, dass deine Tulpen genug Dünger bekommen, die Haushaltshilfe, die dir hilft Ordnung zu schaffen oder der Babysitter, der dafür sorgt, dass du auch mal einen Abend unbesorgt abschalten kannst. All diese Dienstleistungen gelten als haushaltsnah und können dementsprechend abgesetzt werden. Etwas allgemeiner formuliert: Wenn du oder jemand aus deinem Haushalt eine Arbeit im Haushalt eigentlich selbst erledigen könnte, stattdessen aber eine Firma bzw. ein Dienstleister gegen Bezahlung tätig wird, dann handelt es sich um eine haushaltsnahe Dienstleistung.

Auch als Mieter kann man Geld zurückbekommen!

Nicht nur Haus- und Grundbesitzer haben die Möglichkeit durch entsprechende Eintragungen bei der Steuererklärung Geld zurückzubekommen. Sobald die Kosten von haushaltsnahen Dienstleistungen als sogenannte „Umlage“ auf die Mieter verteilt werden, hast du als Mieter ebenfalls die Möglichkeit 20% der Kosten steuerlich geltend zu machen. Oft tauchen zum Beispiel der Räum- und Winterdienst oder Kosten für die Reinigung von Treppenhäusern etc. in einer Nebenkostenabrechnung auf. In diesen Fällen gilt das gleiche Recht wie für Eigentümer der Immobilien und Grundstücke selbst.
Jedoch gilt es dann zu beachten, dass man als Vermieter, der die Kosten auf die Mieter umgelegt hat, diesen Steuervorteil nicht mehr nutzen kann.

Was ist KEINE haushaltsnahe Dienstleistung?

Wie so oft bei steuerlichen Angelegenheiten, gilt es einige Feinheiten zu beachten. Um sich als haushaltsnahe Dienstleistung zu qualifizieren, muss die entsprechende Dienstleistung gewisse Charakteristika aufweisen. Bauliche Maßnahmen zum Beispiel, wie etwa die Umgestaltung von Räumen oder grundlegenden Arbeiten auf dem Grundstück, die dem Aufbau oder der Gestaltung dienen, sind in der Regel eher als Handwerkerleistung zu kategorisieren. Und auch der Nachbarsjunge, der im Winter die Einfahrt vom Schnee befreit oder im Herbst hilft das Laub zusammenzukehren und dafür ein paar Euro in die Hand kriegt, wird nicht als haushaltsnaher Dienstleister anerkannt werden. Achte daher immer darauf eine Rechnung zu bekommen auf der genau beschrieben ist, welche Dienstleistungen bzw. Tätigkeiten im Einzelnen ausgeführt wurden und was dafür jeweils berechnet wurde. Wenn du jetzt noch per Überweisung bezahlst, machst du es deinem Steuerberater besonders einfach das Maximale aus deiner Steuererklärung heraus zu holen.

Wie viel kann ich als Kosten für haushaltsnahe Dienstleistung absetzen?

Abgesetzt werden können sowohl Kosten für die delegierten Arbeiten als auch damit verrechnete Fahrtkosten des Dienstleisters. Und zwar kannst du 20% geltend machen und das für Gesamtkosten von bis zu 20.000 Euro. Das bedeutet, dass bis zu 4.000 Euro zurück in deine Tasche wandern können.

Fazit

Haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich geltend zu machen kann sich für jeden lohnen. Wichtig ist hier neben der bargeldlosen Zahlungsmethode eine ordentliche Rechnung mit genauer Beschreibung der Dienstleistungen und eine klare Abgrenzung zu anderen Tätigkeiten, die steuerlich gegebenenfalls anderweitig behandelt werden.

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