Jedes Jahr werden knapp 9 Milliarden Liter Mineralwasser mit viel oder wenig Kohlensäure in Deutschland getrunken, nur rund 1,3 Milliarden Liter stilles Mineralwasser. Bereits 2012 setzte sich Stiftung Warentest mit Mineralwässern auseinander und gelangte zu der Erkenntnis, dass es billiger und gesünder sei, das Wasser aus der Leitung zu trinken statt Mineralwasser einzukaufen. Neben zu wenigen Mineralien seien die Mineralwässer häufiger mit Keimen belastet (Quelle...) Doch manch einer möchte nicht auf das prickelnde Gefühl auf der Zunge verzichten, wenn er sein Wasser trinkt. Daher könnt ihr nachfolgend erfahren, wie selbst Mineralwasser hergestellt werden kann.

Sprudel- oder Sodawasser

Es muss jedoch dazu gesagt werden, dass es sich bei selbst gemachtem Sprudelwasser nicht um Mineralwasser handelt. Die deutsche Mineral- und Tafelwasserversorgung bezeichnet nur dieses Wasser als Mineralwasser, wenn es aus einem unterirdischen Wasservorkommen stammt und an der Quelle direkt in die Abfüllung geht. Dieses Wasser nimmt aus dem umgebenden Gestein Mineralien auf und heißt daher auch Mineralwasser. Bei dem selbst hergestellten Wasser zu Hause spricht man hingegen von Sprudel- oder Sodawasser. Das deutsche Leitungswasser ist qualitativ sehr hochwertig und kann daher ohne Probleme als Trinkwasser genutzt werden. Dennoch liefert es keine Mineralien wie Mineralwasser. Selbst sehr kalkreiches Wasser ist ärmer an Mineralien als Mineralienwasser.

Herstellung von Sprudelwasser

Um Sprudelwasser selbst herzustellen, wird Leitungswasser mit Kohlensäure (CO2) angereichert. Dies kann mit Hilfe eines Wassersprudlers geschehen, welche es in verschiedenen Ausführungen gibt. Hier findet ihr mehr Infos: http://wassersprudlerinfo.com  Es findet keine Anreicherung mit Mineralien statt. Das Leitungswasser wird in eine Glas- oder PET-Flasche gefüllt (je nach Hersteller) und in den Sprudler gestellt. Dieser besitzt eine Kohlensäurepatrone, die per Knopfdruck Kohlensäure in das Wasser gibt. Die Stärke des Sprudelwassers kann nach Belieben eingestellt werden. Im Anschluss kann das hergestellte Wasser direkt getrunken werden.

Vorteile von selbst gemachtem Sprudelwasser

Als großer Vorteil ist der Preis zu nennen. Es muss zwar bis 120 Euro in den Wassersprudler investiert werden, doch diese Ausgabe holst du schnell wieder rein (https://haushaltsfee.org/checklisten/checklisten-paket-haushaltsgeld-finanzen/). Mit einer CO2-Kartusche können ungefähr 60 Liter Sprudelwasser hergestellt werden. Auch wenn dies auf den ersten Blick nach viel aussieht, sollten wir weiter rechnen. Die CO2-Kartusche auffüllen zu lassen, kostet ungefähr 12 Euro. Alles auf den Liter herunter gerechnet, kostet das selbsthergestellte Sprudelwasser 20 Cent pro Liter. Ein Liter eingekauftes Mineralwasser kostet ab 30 Cent. Dies ist eine Ersparnis von 10 Cent pro Liter Wasser. Umgerechnet auf den pro Kopf Jahresverbrauch von 137 Liter sind dies 13,70 Euro. Bei einer vierköpfigen Familie kommt eine Ersparnis von 54,80 Euro zusammen. Besuch ist bei dieser Rechnung noch nicht mit einkalkuliert.
Neben der Kostenersparnis gibt es weitere Vorteile – das Leitungswasser ist immer verfügbar und das lästige Flaschenschleppen entfällt. Es stapelt sich kein Leergut, was wieder zum Einkaufsmarkt gebracht werden muss. Da dieser Kreislauf entfällt, fällt auch die ökologische Bilanz zugunsten der eigenen Herstellung aus. Und jeder kann für sich seinen CO2-Gehalt selbst bestimmen.

Nachteile von selbsthergestelltem Wasser

Bevor du selbstgesprudeltes Wasser genießen kannst, musst du über 100 Euro investieren. Der Mineralstoffgehalt des Wassers ist nicht genau definiert. Das Leitungswasser hat überall in Deutschland eine andere Zusammensetzung. Daher sollte auf den Speiseplan geachtet werden, damit der Körper auch ohne Mineralwasser mit allen notwendigen Mineralien versorgt wird. Kalkhaltiges Wasser wäre zum Trinken optimal, doch die Menschen mögen kalkhaltiges Wasser nicht. Daher werden immer häufiger Ionenaustauscher im Haus installiert, welche den Kalk aus dem Wasser ziehen. Dieses Wasser sollte nicht für die Herstellung von Sprudelwasser verwendet werden, da es aus den Kupferleitungen Metallionen löst. Es gibt auch Regionen mit gechlortem Leitungswasser. Dieses Sprudelwasser wird dir nicht schmecken. Daher ist zu empfehlen, sich vor dem Kauf eines Wassersprudlers zu informieren, welches Wasser aus der Leitung kommt.