Wer öfter durch die Hallen des schwedischen Möbelriesen schweift, wird feststellen, dass dort nicht nur fertige Möbelstücke, sondern auch ganz individuelle Elemente zu sehen sind. Aus den verfügbaren Stoffen werden Vorhänge genäht, Raumteiler geschaffen, Schürzen entworfen und viele Herrlichkeiten mehr geschaffen. Wenn man doch auch ein wenig nähen könnte. Könnte? Was spricht eigentlich dagegen?

Tipp zum Nähen

Ein Argument ist oft, dass die Anschaffungskosten des Equipments zum Nähen viel teurer sind, als ein fertig gekauftes Exemplar. Das muss aber nicht so sein. Eine vollwertige Nähmaschine kostet gut und gerne bis zu 500 Euro. Gebraucht sind sie aber viel erschwinglicher und halten bei guter Pflege über viele Jahre hinweg. Wer trotzdem etwas Neues möchte und dafür nicht allzu tief in die Tasche greifen kann, kann sich eine Mini-Nähmaschine anschaffen. Deren Motor ist nicht ganz so leistungsstark, sodass keine schweren Stoffe wie Jeans oder Brokat genäht werden können. Zudem ist die Auswahl der Nähprogramme eingeschränkter. Für Nähanfänger und Gelegenheitsnäher ist es aber genau das richtige, da schwierigere Projekte kaum in Angriff genommen werden. Ein weiterer Aspekt sind die Kosten für Stoff und Nähzubehör. Stoffe lassen sich oft auf Märkten oder in Outlets zu guten Preisen finden. Oft lohnt sich aber auch ein Blick in die Abteilungen mit Reduzierungen in großen Modeketten. Für ein paar Euro sind zumindest ein oder zwei Meter schönen Stoffs erhältlich, oft sogar mit der Zugabe eines Reisverschlusses oder einiger Knöpfe. Nähzubehör lässt sich in sogenannten „1-Euro-Läden finden“. Zwar ist die Qualität nicht überragend, aber für kleinere Projekte genügt es durchaus.

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Checkliste Basteln & Handarbeit

Bleibt noch die Frage nach dem Schnittmuster oder zumindest einer Anregung. Hier bietet das Internet eine breite Auswahl. Einerseits lassen sich dort kostenpflichtige Schnittmuster über den Postweg oder als Download bestellen. Andererseits finden sich aber gerade in sozialen Netzwerken und Webseiten die dem Teilen von Fotos dienen, hübsche Anregungen, die oft auf kostenlose Schnittmuster verweisen. Ein wenig knifflig ist die Sache schon, aber bereits das Suchen nach einem neuen Projekt wird zum Erlebnis. So lassen sich einige nette Ideen finden, wie beispielsweise Stoffkörbe, um den Kindern die Ordnung zu erleichtern, oder selbst designte Sitzkissen, um die alten Holzstühle ein wenig aufzuwerten. Sollten beim Nähen Probleme auftauchen, bieten diverse Videoplattformen im Internet Rat und Tat. In kurzen Clips wird dort auf die gängigsten Probleme eingegangen, sodass auch Laien die ersten Hürden problemlos umschiffen können.
So bleibt eigentlich nur noch eines: Das eigene Heim nach Leerstellen zu durchforsten, die ein wenig Kreativität gut brauchen könnten.