Werde jetzt Flecken-Profi...

Lerne jetzt Hausmittel für die 20 wichtigsten Flecken in Haushalt kennen.

Bei uns gibt es kein Spam.

Terrassenfliesen verlegen – das kannst du auch selber

Es gibt doch kaum einen schöneren Ort, um Entspannung zu finden, als die eigene Terrasse. Was den Untergrund angeht, bieten sich dir viele verschiedene Möglichkeiten. So magst du vielleicht zu Holz tendieren, weil dies für eine warme und gemütliche Atmosphäre sorgt. Bedenke jedoch auch, wie viel Pflege und Aufmerksamkeit dieses Material braucht, damit es auch dauerhaft schön aussieht. Steinplatten und Pflastersteine sind eine pflegeleichtere Alternative dazu. Besonders schick und dennoch robust sind jedoch Terrassenfliesen. Diese kannst du sogar recht leicht selber verlegen. Was du dabei beachten musst, erkläre ich dir im Folgenden. Die richtigen Terrassenfliesen findest du hier.

Die Fliesenanzahl richtig berechnen

Als allererstes gilt es die erforderliche Anzahl an Fliesen zu berechnen, damit du auch genügend Material bereit stehen hast, wenn es losgeht. Hierzu gibt es eine einfache Formel: Nimm die Fliesenfläche in Quadratmetern und rechne fünf Prozent Verschnitt hinzu. Bei einer Diagonalverlegung sollte dieser Wert sogar zehn Prozent betragen. Zusätzlich solltest du noch fünf Prozent als Reserve addieren. Die Gesamtsumme ergibt die Menge an Fliesen in Quadratmetern, die insgesamt benötigt werden. Wichtig ist die Reserve vor allem, weil immer mal eine Fliese beschädigt werden kann und dann durch eine gleiche ausgetauscht werden muss. Bevor du jetzt die gewünschten Fliesen kaufst, solltest du noch die Fugenbreite berücksichtigen. Diese sollte bei zwei Millimetern liegen. Sind die Fliesen, die du verwenden willst, länger als 20 Zentimeter, dann ist eine Fugenbreite von drei Millimetern üblich.

Den Untergrund gewissenhaft vorbereiten

Damit es später zu keinen unliebsamen Überraschungen kommt, gilt es den Untergrund gewissenhaft vorzubereiten. Achte dabei darauf, dass du ein Gefälle von zwei Prozent anlegst, das von deinem Haus weg führt. So ist ein optimaler Abfluss von Regenwasser gewährleistet. Als nächstes sollte der Untergrund so glatt wie möglich gestaltet werden. Ist dies erledigt, nimm eine Lammfellrolle zur Hand, die du an einem Teleskopstiel befestigst. Damit trägst du nun Abdichtschlamm auf die gesamte Fläche auf. Diese Substanz sollte nicht dicker als etwa zwei Millimeter aufgetragen werden. Achte auch hier darauf, dass es so gleichmäßig wie möglich ist. Wenn du fertig bist, lass das Ganze für ungefähr 20 Stunden komplett in Ruhe. Wichtig: Es sollte während dieser Zeit nicht regnen!

Schritt für Schritt die Terrassenfliesen verlegen

Jetzt kann es richtig losgehen. Nachdem du die erste Fliesenreihe angezeichnet hast, solltest du diese mit Malerkrepp entsprechend abkleben. Anschließend lautet deine Aufgabe, vorab besorgten Fließbettmörtel anzurühren. Diesen gießt du nun auf der ersten Reihe aus und verstreichst ihn direkt mit Zahnspachtel. Um eine saubere Linie zu erhalten, ziehe jetzt das Klebeband wieder ab. Als nächstes verlegst du die erste Reihe Fliesen in den noch feuchten Mörtel. Tipp: Schiebe die Fliesen hierbei mit einer drehenden Bewegung in das Mörtelbett. Diesen Vorgang wiederholst du bei den weiteren Fliesenreihen. Geh dabei am besten Abschnitt für Abschnitt vor. So ist es nicht so tragisch, sollte sich doch mal ein Fehler einschleichen. Wenn du fertig bist, sollten die frisch verlegten Fliesen etwa 12 bis 24 Stunden lang trocknen. Faktoren wie Luftfeuchtigkeit oder Temperatur können einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Trockendauer haben.

Vorsicht beim Verfugen

Ein äußerst sensibler Vorgang ist zu guter Letzt noch das Verfugen. Hierbei solltest du besonders gewissenhaft vorgehen, um hinterher keine Probleme zu bekommen. Rühre zunächst den Fugenmörtel an, dann trage diesen auf die Fliesen auf. Mit einem Gummiwischer bekommst du den Mörtel am besten in die Fugen hinein. Wichtig: Geh beim Verfugen immer diagonal zum Verlauf der Fugen vor! Entferne schließlich den überschüssigen Fugenmörtel mit dem zwischendurch sauber gemachten Gummiwischer. Der Mörtel braucht etwa 15 Minuten zum trocknen, wonach wiederum diagonal mit einem Schwammbrett abgewaschen wird. Zum Schluss musst du die Fugen noch mit Dichtmasse verschließen. Dabei sollte die Richtung immer „zur Wand hin“ lauten. Bist du fertig, dann solltest du die Terrasse sicherheitshalber etwa einen Tag lang nicht betreten, damit der Fugenmörtel trocknen kann. Weil zu starke Sonneneinstrahlung nicht gut für diesen Vorgang ist, empfiehlt es sich, diese Arbeiten eher im Frühling als im Hochsommer durchzuführen. Denn wenn die Sonne auf die frisch verflieste Fläche knallt, musst du die Fugen nach etwa zwölf Stunden zusätzlich noch anfeuchten und am besten sogar die gesamte Terrasse mit einer Plane schützen.

Linktipps:

Wie kann ich Fliesen streifenfrei putzen?

Wie bewertest du den Beitrag?
[Gesamt:0    Durchschnitt: 0/5]