Ein Umzug ist jedes Mal mit einigen Strapazen verbunden. Und das bezieht sich nicht nur auf das Kisten packen, von einem Ort an den anderen transportieren und in der neuen Wohnung wieder auspacken, sondern auch im Hinblick auf die behördlichen Meldeauflagen gibt es einiges zu beachten. Zudem gibt es einige Institutionen, denen du unbedingt zeitnah deine neue Adresse mitteilen solltest. Bei Abos und ähnlichem solltest du es im eigenen Interesse tun. Im Folgenden gebe ich dir eine Übersicht, was du beim Ummelden im Rahmen deines Umzugs auf keinen Fall vergessen solltest.

Wohnsitz und Auto rechtzeitig ummelden

Besonders wichtig ist es, dass du rechtzeitig das Einwohnermeldeamt an deinem neuen Wohnort aufsuchst. In der Regel muss die Anmeldung spätestens eine Woche nach deinem Umzug erfolgen. Bist du zu spät dran, kann ein Buß- oder Verwarngeld fällig werden. Obwohl die Ämter hier auch bei späteren Anmeldungen meist noch ein Auge zudrücken, solltest du nicht unnötigen Ärger riskieren. Zudem gilt die Devise: Was erledigt ist, ist erledigt. Um nicht lange warten zu müssen, kannst du bei einigen Gemeinde- und Stadtverwaltungen heutzutage sogar vorab einen Termin vereinbaren – entweder telefonisch oder sogar online. Vergiss nicht deinen Personalausweis oder Reisepass und etwas Kleingeld, denn je nach Amt kann es um die zehn Euro Gebühr kosten.

Dein Auto ummelden lassen kannst du mitunter auch beim Einwohnermeldeamt, wo dann die Zulassungsbescheinigung geändert werden muss. Zulassungsbescheinigung I und II solltest du also, neben deinem Ausweis, einer Versicherungsbescheinigung und einem SEPA-Lastschriftmandat zum Einzug der Kfz-Steuer, parat haben, damit alles schnellstmöglich über die Bühne geht. Sollte die Ummeldung nicht beim Einwohnermeldeamt oder Bürgerbüro direkt möglich sein, musst du dich auf den Weg zur zuständigen Kfz-Zulassungsstelle machen. Weitere Behörden, die deine neue Anschrift benötigen, sind das Finanzamt und gegebenenfalls die Agentur für Arbeit, das Sozialamt, die Kindergeldstelle oder das BAföG-Amt, falls du entsprechende Leistungen beziehst.

Versicherungen, Banken und mehr umstellen

Neben diesen wichtigen Behördengängen solltest du auch einige andere Umstellungen im Rahmen des Umzugs nicht vernachlässigen. Am besten nutzt du eine Checkliste, um nicht den Überblick zu verlieren. Vor allem gilt es Versicherungen, Banken und Krankenkassen vom Wohnsitzwechsel in Kenntnis zu setzen. Telefon, Kabel und Internet sind weitere Punkte, die rechtzeitig umgestellt werden müssen. Das gilt auch für die Stromversorgung. Darüber hinaus solltest du überlegen, welche Vereinsmitgliedschaften, Abos und ähnliches noch bestehen. Selbstverständlich darfst du es darüber hinaus nicht versäumen, deinen Verwandten und Freunden die neue Anschrift mitzuteilen. Damit kannst du dir aber notfalls auch noch ein wenig Zeit lassen.

Nachsendeauftrag einrichten: Damit die Post nicht ins Nirvana läuft

Was ich dir unbedingt empfehle, ist die Einrichtung eines Nachsendeauftrags. Dadurch verhinderst du, dass Briefe oder Sendungen von Absendern, die du doch vergessen hast zu benachrichtigen oder die die Umstellung versäumt haben durchzuführen, einfach ins Leere laufen. Es wäre schließlich ziemlich ärgerlich, wenn du schlimmstenfalls noch Probleme mit Behörden bekommst, nur weil ein Brief nicht zugestellt werden konnte. Den Nachsendeauftrag hast du innerhalb von wenigen Minuten eingerichtet und kannst dann wirklich mit gutem Gewissen dein altes Zuhause hinter dir lassen. Ich wünsche dir einen möglichst reibungslosen Umzug!