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Was tun bei Wasserschaden? 7 wichtige Tipps

Es braucht nicht unbedingt ein großes Unwetter, das den Keller volllaufen lässt. Auch ein Rohrbruch beim Nachbarn oder ein Malheur im Haushalt können einen Wasserschaden hervorrufen. Mir selbst ist der Waschkeller schon voll Wasser gelaufen, weil ich nach der Reinigung der Waschmaschine das Flusensieb nicht fest genug zugeschraubt habe. Kommt es im Haus oder in der Wohnung zur Überschwemmung, ist schnelles Handeln gefragt. Hier sind ein paar Tipps, die du im Falle eines Wasserschadens unbedingt beachten solltest.

Auto auf überschwemmter Straße

1. Sofort reagieren bei Wasserschaden

Falls möglich, solltest du als allererstes den Wasseraustritt stoppen. Je nach Ursache und Ausmaß der Überschwemmung kannst du das bereits angestaute Wasser selbst entfernen, entweder – wie ich in meinem Waschkeller – mithilfe von Lappen und Eimer oder, falls vorhanden, mit einer Pumpe oder einem Nass- und Trockensauger.

Wasser welches aus Haus abgepumpt wird und mit Schlauch nach außen abgelitet wird.

2. Gefahr bannen

Unbedingt müssen Kurzschlüsse und vor allem Stromschläge verhindert werden. Achte also darauf, elektronische Geräte abzusichern oder gegebenenfalls die Stromzufuhr zu unterbrechen.

Feuerwehr hinter Einsatzwagen

3. Soforthilfe der Feuerwehr

Falls das Ausmaß der Überschwemmung dir über den Kopf steigt und du die Wassermassen nicht allein bewältigen kannst, kannst du die Feuerwehr zur Hilfe ziehen. Das Abpumpen des vollgelaufenen Kellers durch die Feuerwehr kostet allerdings Geld, den Betrag legen die lokalen Feuerwehren fest. Wenn auf dem Wasser eine Ölspur zu Erkennen ist, musst unbedingt die Feuerwehr alarmiert werden, da das Öl nicht in den Kanal gelangen darf. Die Feuerwehr benutzt für solche Fälle einen sogenannten Ölabschneider, mit dem das Öl beim Abpumpen gefiltert wird.

Versicherungsformular ausfüllen

4. Schaden melden

Wasserschäden können schnell Schadenssummen von mehreren Tausend Euro hervorrufen. Deshalb ist es wichtig, für alle Fälle versichert zu sein. Es gibt spezielle Versicherungen für Wasserschäden, zum Beispiel von Schadenengel. Die Versicherung muss im Falle eines Schadens umgehend informiert werden.

Wasserschaden an Wand

5. Langzeitschäden verhindern

Auch nachdem das Wasser abgepumpt wurde und auf den ersten Blick alles wieder in Ordnung ist, solltest du nicht darauf verzichten, professionelle Hilfe zu Rate zu ziehen. Ein Sachverständiger kann dir dabei helfen, Folgeschäden zu vermeiden. Denn in feuchten Wänden oder Böden bildet sich schnell Schimmel. Um die Schimmelpilzbildung vorzubeugen, muss der Raum professionell getrocknet werden.

Estrich und Glättscheibe

6. Schwimmender Estrich nach Wasserschaden

Besonderes kompliziert ist das Trocknen von schwimmendem Estrich. Wenn das Wasser durch die Randfugen des Estrich dringt, kann sich auch die Dämmung vollsaugen. Hier muss eine professionelle Sanierung erfolgen und gegebenenfalls der gesamte Boden oder der Putz an der Wand herausgerissen werden. Das ist kompliziert, aber leider unumgänglich, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Geld, Taschenrechner, Bleistif auf Zeichnung

7. Mietminderung

Wer in einer Mietwohnung lebt, sollte nach dem Wasserschaden gleich den Vermieter benachrichtigen. Wenn der Mieter nicht selbst Schuld am Wasserschaden hat, etwa im Falle eines Rohrbruchs, ist es möglich Mietminderung zu verlangen. Voraussetzung dafür ist, dass eine Gebrauchsbeeinträchtigung der Wohnung vorliegt. Sollte die Wohnung unbewohnbar sein, ist auch eine fristlose Kündigung möglich.

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