Katze in der Wohnung: Geruch, Katzenhaare & Hygiene

Katzen zählen zu den beliebtesten Haustieren des Menschen. Und das nicht ohne Grund. Was gibt es schließlich goldigeres, als ein schnurrendes Kätzchen, das dir auf dem Sofa Gesellschaft leistet? Kinder lieben Katzen ohnehin. Und das Schöne ist, die Tiere sind vergleichsweise selbstständig und pflegeleicht. Ein gewisses Maß an Arbeit verursachen Katzen in der Wohnung natürlich. Damit du dabei dennoch möglichst glimpflich davon kommst, haben wir ein paar geniale Tipps zusammengetragen, die dich begeistern werden. Dabei geht es auch darum, wie die Katze in deinem Haushalt möglichst sicher und bei bester Gesundheit lebt.

Katze in der Wohnung: 9 Tipps

Katzengerechte Wohnung

Generell solltest du schauen, dass du deine Wohnung für deine Katze so katzengerecht wie möglich einrichtest. Das bedeutet: Möglichst keine zerbrechlichen Gegenstände als Deko, keine offen herumliegenden Scheren oder Messer, keine offenen Dosen oder Konserven.

Gefahren im Haushalt

Im Haushalt lauern einige Gefahren für unsere haarigen Mitbewohner. Deshalb ist es wichtig, dass du gefährliche Flüssigkeiten, beispielsweise Putzmittel, sicher wegschließt. Es sollte der Katze in der Wohnung auf keinen Fall möglich sein, an die Substanzen heranzukommen.
Fenster außer Sichtweite sollten nie gekippt sein. Die Katzen können stecken bleiben und im schlimmsten Fall sogar sterben. Fenster und Balkone gehören gut abgesichert, zum Beispiel mit Katzengittern oder Netzen.

Vorsicht ist auch mit Steckdosen und Stromkabeln geboten. Insbesondere die Kabel regen zum Knabbern an. Auch an Pflanzen haben Katzen ein großes Interesse. Achte darauf, keine giftigen Pflanzen in Reichweite zu stellen. Bevor du die Waschmaschine oder den Trockner anmachst, solltest du dich versichern, dass keine Katze ihren kuscheligen Schlafplatz in der Trommel gefunden hat.

Katze in der Wohnung: Kratzen an Möbeln vermeiden

Schluss mit verkratzten Möbeln

Katzen zerkratzen unsere Lieblingsmöbel in der Wohnung nicht aus Böswilligkeit, um uns zu ärgern oder sich für die verspätete Mahlzeit zu rächen. Sie tun dies vor allen Dingen, um ihre Nägel in Ordnung zu halten. D.h. um sie zu schärfen und alte Teile zu lösen. Das Verhalten ist also ganz normal und notwendig für die Hauskatzen. Um nun aber zu vermeiden, dass die Katzen sich gleich auf das neue Sofa stürzen, sollte man Alternativen anbieten. Das Aufstellen eines Kratzbaums kann also Abhilfe schaffen.

Schütze deine Katze vor Zugluft

Zugluft ist Gift für Katzen, da diese die Schleimhäute austrocknen und somit einen Schnupfen verursachen kann.

Mehrere Trinkplätze einrichten

Jede Katze hat ihre ganz eigenen Trinkgewohnheiten. Während die eine einen klassischen Napf bevorzugt, wird die andere beispielsweise lieber aus einem Goldfischglas trinken. Am besten richtest du deiner Katze gleich mehrere Trinkplätze in der Wohnung ein und beobachtest dann, wo das Tier seine Präferenzen setzt.

Haarballen vermeiden

Haarballen entstehen, wenn die Katze sich putzt und dabei das ausgerissene Fell verschluckt. Wenn diese zu groß werden, werden sie durch Hervorwürgen wieder ausgeschieden. Die einfachste Methode zur Vorbeugung ist es, die Katze regelmäßig zu bürsten. Katzengras und Malzpaste erleichtern den Abgang von Haarballen ebenfalls.

Katzenminze

Katzenminze duftet etwas nach Zitrone und hat eine euphorisierende Wirkung auf Tiere. So kann sie nervöse Katzen zur Entspannung verhelfen oder ihren Spieltrieb wecken.

Katze in der Wohnung: Katzenklo regelmäßig reinigen

Katzenklo regelmäßig reinigen

Eine der unangenehmsten Tätigkeiten für Katzenbesitzer ist zweifelsohne das Säubern der Katzentoilette. Katzen sind sehr reinliche Tiere. Es ist daher wichtig, das Katzenklo stets sauber zu halten, da sie eine zu stark verschmutzte Toilette nicht benutzen. Ein selbstreinigendes Katzenklo sorgt für Entspannung beim Besitzer. Und auch das Tier freut sich, wenn seine Toilette stets hygienisch und sauber ist.

Katze in der Wohnung: Fusselrolle gegen Katzenhaare

Katzenhaare in der Wäsche

Katzen verlieren Haare! Die Wohnung ist schnell voll davon. Die Katzenhaare sammeln sich zu kleinen Knäueln, schaffen es in die hintersten Ecken der Zimmer und nicht zuletzt auch auf unsere Kleidung. Wer denkt, dass es eine einfache Lösung gibt und die verhaarten Klamotten einfach in die Waschmaschine wirft, wird schnell feststellen, dass er sich getäuscht hat. Glück hat, wer einen Trockner besitzt, denn dieser schafft es oft, die lästigen Überbleibsel zu entfernen. Alternativ kann man nur dazu raten, vor der Wäsche mit dem Staubsauger oder einer Fusselrolle grob die Katzenhaare aus der Kleidung zu entfernen. Generell sollte man öfter staubsaugen und – ganz wichtig – den Filter der Waschmaschine öfters reinigen.

Katze in der Wohnung: Kratzbaum reinigen

Kratzbaum reinigen

Naturkratzbaum

Naturkratzbäume erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Sie sind ganz einfach zu reinigen:

  • Holzbereich mit Staubsauger absaugen und dann mit einem feuchten Tuch und ein wenig Spülwasser wischen
  • für stark verschmutzte Stellen Schwamm einsetzen
  • Holz sofort abtrocknen – ansonsten zieht die Feuchtigkeit in das Naturmaterial
Katze in der Wohnung: Tesa um die Hand gewickelt, um Katzenhaare zu sammeln

Kratzbaum mit Plüschbezug

Hast du noch keinen Katzenbaum, solltest du dich für einen mit abnehmbaren Bezügen entscheiden, da diese die Reinigung extrem vereinfachen. Du kannst sie bei Alltagsschmutz regelmäßig bei 40 °C in der Waschmaschine reinigen. Bei einem Flohbefall, sollte die Reinigung möglichst bei 60 °C erfolgen.

Lässt sich der Plüschbezug nicht abnehmen, kannst du die Haare zuerst mit einem Kleberoller für Tierhaare entfernen und anschließend mit einem Dampfreiniger auf niedrigster Stufe reinigen. Auch
Teppichreiniger oder spezielle Kratzbaumreinger können zum Reinigen des Kratzbaums verwendet werden.

Tesa mit Katzenhaaren

Das richtige Reinigungsprodukt

Setze nie Reinigungsmittel ein, die gesundheitsschädlich für deine Katze sind. Auch Reinigungsprodukte mit Zitronenduft sind Tabu, da die Stubentiger diesen Geruch nicht mögen. Präparate mit Chlor, Ammoniak oder Parfüm können Katzen zum Urinieren animieren. Bei Zweifeln teste das Mittel an einer kleinen Stelle und beobachte, wie dein Haustier darauf reagiert.

Katze in der Wohnung: Uringeruch vermeiden und bekämpfen

Katzenurin-Geruch

Hier muss zwischen zwei Ursachen unterschieden werden:

Geruch durch Urinieren

Bei einem jungen Kätzchen kann schon mal was daneben gehen. Bekommst du die Situation mit, setze die Katze umgehend ins Katzenklo. Fällt dir das Malheur erst später auf, dann brich keinesfalls das Vertrauen, indem du sie mit der Nase in den Urin tauchst. Sauge den Urin einfach mit etwas Katzenstreu auf und gib alles ins Katzenklo, denn so hilfst du dem Tier am besten auf die Sprünge.

Geruch durch Markieren

Im Gegensatz zum Urinieren, bleibt die Katze beim Markieren stehen. Dabei entsteht keine Lache, sondern Urinflecken an Wänden oder Polstern. Da das Tier damit sein „Revier“ kennzeichnen möchte, ist der Geruch sogar noch stärker als beim Urinieren.

Katzenurin entfernen mit Hausmitteln

Ehe ein Hausmittel gegen Katzenurin getestet wird, sollte die Stelle immer gut getrocknet werden. Das Mittel soll den Geruch nicht nur überdecken, sondern komplett neutralisieren.

Essig und Seife

Mische einen Teil Essig mit zwei Teilen Wasser. Behandle den Fleck mit neutraler Seife und trage anschließend den selbst gemachten Essigreiniger auf. Lass das Ganze 10 Minuten einwirken und wasche den Fleck dann mit Wasser aus. Aber Achtung: Der Geruch von Essig kann manche Katzen zum erneutem Pinkeln animieren!

Backpulver bzw. Natron

Backpulver oder Natron binden den Urin. Trage das Pulver auf den Fleck auf, lasse es einwirken und bürste es aus, sobald es trocken ist.

Kaffeepulver

Kaffeepulver ist ein weiterer Geruchskiller. Bedenke jedoch, dass dieser abfärben kann. Reinige die Stelle mit Seife, trage das Pulver auf, lasse es einwirken und sauge es ab, wenn es trocken ist.

Mundspülung

Verdünne farblose Mundspülung 1:1 mit Wasser und tupfe diese auf die betroffene Stelle, um den Uringeruch zu bekämpfen.
Ebenfalls gegen den Uringeruch helfen Zitronen oder Orangen. Nutze die Schalen oder ein Orangenöl.

Alkohol

Da Alkohol geruchsverursachende Bakterien beseitigt kann dieser auch zur Bekämpfung von Katzenurin eingesetzt werden. Den klaren Alkohol einfach auf die betroffene Stelle sprühen, etwas einarbeiten, einige Zeit einwirken lassen.

Wasserstoffperoxid

Die selbe Wirkung erreicht man mit Wasserstoffperoxid, da dieses jedoch eine bleichende Wirkung hat, solltest du vorab an einer kleinen Stelle testen, ob das Material, das du behandeln möchtest, farbecht ist.

Katzenurin entfernen mit Enzymreiniger

Enzymreiniger aus dem Tierhandel oder Internet sind oft die letzte Rettung. Diese bekämpfen gezielt die Mikroorganismen und entziehen den geruchsverursachenden Bakterien damit den Nährboden. Sie beinhalten keine bedenklichen Stoffe und sind biologisch abbaubar. Oft bedarf es mehrerer Anwendungen.

Katzenuringeruch vermeiden

Wenn deine „saubere“ Katze plötzlich anfängt, außerhalb ihres stillen Örtchens zu Markieren, gibt es dafür meist eine Ursache. In diesem Fall ist Ursachenforschung oft ergiebiger als Symptombekämpfung. Möglicherweise mag der Stubentiger das neue Katzenstreu nicht, oder es könnte eine Erkrankung vorliegen.

Dein nächster Schritt: Möchtest du deinen Haushalt mit Checklisten organisieren? Starte mit dem kostenlosen Putzplan für Tag und Woche…

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Der Beitrag ist am 16. Juni 2020 erschienen.

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