Lebensmittelmotten bekämpfen – welche Hausmittel helfen?

Viele von uns kennen das: Eines schönen Tages öffnest du den Vorratsschrank und hinaus fliegt seelenruhig eine Motte! Pfui Teufel! Nicht nur, dass die grauen Falter nicht besonders hübsch anzusehen sind, auch unsere Lebensmittel sind, insofern wir sie in Papier oder Plastikbeuteln gelagert haben, hinüber. Ja, Motten sind scheußlich, dass wir diese in der Küche vorfinden sagt aber keinesfalls aus, das wir unhygienisch leben. Oft kaufen wir uns Motten unbewusst direkt im Laden ein.

Was sind Lebensmittelmotten?

Tatsächlich unterscheiden sich Motten in diversen Arten, wobei die Mehlmotte, Kornmotte oder auch Dörrobstmotte, die bekanntesten sind. Alle Arten legen ihre (bis zu 500) Eier in Lebensmitteln ab, aus welchen sich zuerst madenähnliche Raupen und dann bis zu einem Zentimeter große Falter entwickeln. Da sich Lebensmittelmotten unglaublich schnell in großer Anzahl vermehren, solltest du bereits beim ersten Sichten sofort Gegenmaßnahmen anwenden.

Lebensmittelmotten-Befall erkennen

Sind Lebensmittel von Motteneiern befallen, erkennt man dies unter anderem daran, das der Inhalt verklumpt oder verklebt ist. Auch sind weiße Gespinste zu erkennen, welche stark an Staubfäden oder Spinnennetze erinnern. Diese Lebensmittel werden besonders häufig befallen:

  • Mehl
  • Schokolade
  • Kakao
  • Nüsse
  • Tütensuppen
  • Müsli
  • Trockenobst

Lebensmittelmotten stellen keine Gefahr für unsere Gesundheit dar, sind jedoch ekelerregend, lästig und machen unsere Lebensmittel ungenießbar. Dies bedeutet, dass alles was in offenen oder leicht durchlässigen Verpackungen lagert, weggeworfen werden muss. Das ist nicht nur Zeitaufwendig, sondern auch ärgerlich, weil wir damit bares Geld in die Tonne kloppen müssen.

Lebensmittelmotten bekämpfen

Willst du Lebensmittelmotten bekämpfen, kannst du getrost auf Hausmittel zurück greifen:

Hausmittel

Ab in den Müll

Verunreinigte Lebensmittel, sowie nicht dicht verpackte Vorräte ausnahmslos draußen im Müll entsorgen. Papier und Plastikfolie stellen keinen Schutz vor Mottenbefall dar, da die Larven sich einfach durch diese Materialien fressen und ihre Eier darin ablegen können.

Schränke auswischen

Schränke inklusive Rillen und Ritzen gründlich mit Essig oder Essigreiniger auswischen. Auch Bohrlöcher werden als Ablageort genutzt, diese mit einem Fön heiß auspusten.

Gefrierfach oder Backofen

Wer nicht direkt alles entsorgen möchte, sollte seine bestehenden Vorräte unbedingt für ein paar Tage ins Gefrierfach stellen, um eventuelle Eier oder mehr abzutöten. Diverse Lebensmittel können auch für 2 Stunden bei ca. 60°-80° erhitzt werden.

Backpulver

Dazu 1 Teil Mehl mit 4 Teilen Backpulver vermengen, die Mischung in ein flaches Schälchen geben und in die gefährdete „Region“ stellen. Die Larven werden vom Mehl angelockt, verenden aber am beigemischten Backpulver. Auch im Schälchen abgelegte Eier sterben ab.

Kartoffel- oder Tomatenpflanzen

Dafür einfach ein paar frische Tomaten- oder Kartoffelblätter zerkleinern, in ein Glas geben und mit etwas Wasser auffüllen. Nach einer Woche die Blätter entfernen, ein paar EL entnehmen, mit Mehl vermischen und stehen lassen. Auch hier werden die Tierchen wieder vom Mehl angelockt und vom Gift der Blätter getötet. Erfahre, wie Kartoffeln auch gegen Blattläuse helfen…

Absaugen

Keine schöne Vorstellung, aber wenn alle Stricke reißen und die Plage schon ausgebrochen ist, kann man auch versuchen Motten mit dem Staubsauger einzufangen. Den Beutel oder Filter hinterher unbedingt direkt in der Mülltonne entsorgen, bzw. entleeren.

Schlupfwespen gegen Motten

Schlupfwespen sind eine sehr wirksame Methode, um Lebensmittelmotten zu bekämpfen. Sie sind kaum 0,4 Millimeter groß und für unser Auge somit fast unsichtbar. Man bekommt diese als Kärtchen mit z.B 1000 Eiern zu kaufen und legt sie dann in den betroffenen Schrank etc. Sie schlüpfen nach 1-3 Tagen und legen ihre eigenen Eier in die der Lebensmittelmotte. Die Motteneier gehen kaputt und es wachsen neue Schlupfwespen heran die diesem Kreislauf folgen, bis alle Motteneier ausgerottet sind. Sobald alle Motten, sowie deren Eier abgetötet wurden, zerfallen Schlupfwespen einfach zu Staub, der ganz einfach weggewischt werden kann.

Lebensmittelmotten bekämpfen und mit dichten Behältern vermeiden

Lebensmittelmotten vermeiden

Wer einmal einen Lebensmittelmottenbefall hatte, möchte diesen nie wieder! Es versteht sich von selbst, Küchenschränke und Regale sauber zu halten. Dazu gehört auch, Krümel oder beispielsweise verschüttetes Mehl direkt wegzuwischen um Motten keinen Nährboden zu bieten.

Mottenpapier

Vorratsschränke können mit Mottenpapier ausgelegt werden, welchen einen für Motten tödlichen Stoff absondert. Auch beim zukünftigen Lebensmitteleinkauf kann man vorbeugen in dem man Verpackungen genauer anschaut.

Diverse Düfte schrecken Lebensmittelmotten ab:

Lavendel oder Sandelholz

Wie bereits die Kleidermotte, mögen auch Lebensmittelmotten diverse Düfte nicht, Lavendelsäckchen im Vorratsschrank können Motten fern halten.

Lorbeer, Gewürznelken, Zimt und Zitrusfruchtschalen

Bestücke Gewürzsäckchen und lege sie in die Nähe deiner Vorräte. Von Zeit zu Zeit verlieren diese an Duftintensität und müssen erneuert werden. Erfahre hier, was du mit Orangenschalen alles anfangen kannst…

Dichte Behälter verwenden

Von nun an sollten alle neu angeschafften Lebensmittel Zuhause direkt in dichte Plastik- oder Glasbehälter umgefüllt werden. Sollten wir uns das nächste mal Motten einkaufen, so befallen diese dann nur eine Vorratsbox und wir müssen nicht wieder alles wegwerfen. Bitte auch ans Tierfutter denken, denn auch dieses kann von Lebensmittelmotten befallen werden.

Dein nächster Schritt: Lade dir jetzt die kostenlose Checkliste “Lebensmittel-Grundvorrat” herunter.

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Dein Kommentar

Hattest du schon mal einen Mottenbefall in der Küche und wie konntest du die Lebensmittelmotten bekämpfen? Bitte schreibe unten deinen Kommentar.

Der Beitrag ist am 19. Dezember 2017 erschienen.

  • Ich habe die Motten früher immer zahlreich mit dem Tierfutter für Kaninchen, das man lose in den Tiermärkten bekommen kann, eingeschleppt.
    Ein Mitarbeiter des Tiermarktes hat mir dann den Tipp gegeben, das Futter immer direkt nach dem Kauf für 24 Stunden einzufrieren, was dem Futter nicht schadet, die Motten aber in jeglichen Entwicklungsprozess abtötet.
    Und das funktioniert einwandfrei.
    Die Motten, die schon in der Wohnung waren, habe ich übrigens mit ganz normalen Mottenfallen weg gekriegt, die man überall kaufen kann. Seitdem ist meine Wohnung mottenfrei.

  • Hatte sie im Vorratsschrank. In einem neuen , ungeöffneten Grießpaket. Habe ALLE Pakete entsorgt ( Mehl, Zucker , Grieß usw. ) sämtliche Vorratsdosen und Gläser kontrolliert und bei Verdacht geleert, gespült und trocken geföhnt! Das selbe bei den Schränken , Reiniger , dann Essigwasser, danach jedes Ritzchen geföhnt. Dann Mottenfallen verteilt. Hoffe habe diese Widerlinge nie wieder in der Küche.

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