Mit wie viel Haushaltsgeld kommst du aus?

Es hängt von der Größe deines Haushalts und der Anzahl der Familienmitglieder ab, wie viel Geld du im Monat benötigst für Lebensmittel, Hygieneartikel, den Kaffee außer Haus, Restaurantbesuche und vielleicht noch Futter für Hund und Katze. Wie hoch sollte das Budget sein? Wie viel Haushaltsgeld ist normal? Muss man alle Kassenbons sammeln? Dazu gibt es sicherlich ganz unterschiedliche Ansätze und Meinungen. Der eine kommt mit weniger Geld aus, der andere benötigt mehr. Dennoch ist es zur Orientierung sicherlich nicht uninteressant, sich einmal ein paar Zahlen anzuschauen, wie es bei den anderen aussieht – und an welchen Stellschrauben du bei dir unter Umständen noch drehen könntest, um zukünftig bares Geld zu sparen.

Madame Moneypenny: Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können*
  • Wegelin, Natascha (Autor)
  • 240 Seiten - 21.08.2018 (Veröffentlichungsdatum) - Rowohlt Taschenbuch (Herausgeber)

Lebenshaltungskosten in Deutschland

Wie viel Geld gibt eine Familie oder ein Haushalt durchschnittlich im Monat aus? Was ist überhaupt ein Haushalt? Und was bringen Durchschnittswerte, wenn die Kosten beispielsweise in westdeutschen Großstädten viel höher liegen als in ostdeutschen Kleinstädten?

Die folgende Grafik zeigt die privaten Konsumausgaben pro Monat je Haushalt. Ermittelt von Destatis in 2016 (Bildquelle). Die Inflation spielt auch noch eine Rolle. Alles wird immer teurer, da die Geldmenge ständig erhöht wird.

Wie viel Haushaltsgeld benötigt man?

Wie bereits angedeutet, ist es sehr schwierig, pauschal zu sagen, wie viel Haushaltsgeld zum Leben notwendig ist. Es kommt letztendlich nicht nur darauf an, wie sparsam du selbst eingestellt bist, sondern auch auf die Gegend, in der du lebst. Denn schließlich liegen die Lebenshaltungskosten beispielsweise in den großen Ballungsgebieten doch um einiges höher als auf dem Land. Hinzu kommen dann noch Faktoren wie deine aktuelle Lebenssituation. Studierst du? Hast du kleine Kinder oder solche im Teenageralter? All diese Punkte haben einen Einfluss darauf, mit wie viel Haushaltsgeld du ohne Probleme auskommen wirst.

So planen die Haushaltsfee Leser

Ich habe es meine Leser direkt gefragt: Gibst du eher 100 Euro im Monat aus oder 1.000 Euro? Die Antworten sind sehr interessant und zeigen, wie jeder eben doch seine ganz persönlichen Bedürfnisse hat.

Tina zum Beispiel plant für zwei Personen lediglich 75 Euro Wochenbudget für Lebensmittel, Drogerieartikel und Putzmittel ein. Sogar Geschenke passen oftmals mit in dieses Budget rein. Doris schafft es sogar, mit durchschnittlich 70 Euro den gesamten Wocheneinkauf für vier Personen zu stemmen – mit ausschließlich frischen Zutaten. Bei Monica hingegen sind es 100 bis 150 Euro pro Woche für zwei Personen. Sie geht jeden Freitag auf den Markt und kauft frische Produkte der Saison.

Rene schafft es, bei lediglich 20 bis 30 Euro wöchentlich zu bleiben, obwohl sein Singlehaushalt mit durchaus gesunder Nahrung versorgt wird. Verena lebt mit ihrem Partner und einem Kater zusammen und benötigt etwa 500 Euro Haushaltsgeld im Monat. Frische Bio-Lebensmittel, Reinigungsmittel sowie Kleinigkeiten wie Batterien und Glühbirnen sind in dieser Summe bereits mit drin. Ein Kochplan und Einkaufslisten helfen der Familie, nicht den Überblick zu verlieren. Karin gibt 240 Euro Haushaltsgeld für sich persönlich im Monat an, wenn sie einmal ins Restaurant und einmal oder zwei Mal die Woche Kaffee trinken geht.

Findest du dich bei diesen Zahlen irgendwo wieder? Wie viel Haushaltsgeld steht dir zur Verfügung?

Vorsicht vor der Schuldenfalle

Immer mehr Menschen aller Altersschichten haben Probleme, mit ihrem Geld auszukommen. So ist beispielsweise die Zahl der verschuldeten Jugendlichen innerhalb von zehn Jahren um nahezu 70 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt angibt, plagen sich etwa Schuldner im Alter von 20 bis 25 Jahren durchschnittlich mit 7.500 Euro Verbindlichkeiten herum. Doch egal ob Jung oder Alt, vor der Schuldenfalle ist in unserer Konsumgesellschaft niemand gefeit. Überall lockt die Werbung mit 0-Prozent-Finanzierungen, Kreditkarten werden inzwischen schon bei kleinen Einkäufen gezückt. Da ist es kein Wunder, dass viele Verbraucher den Überblick verlieren und im Nu in echten Schwierigkeiten sind.

Keine Zahlungen mit Karte mehr

Der erste Schritt, um besser mit seinem Geld hinzukommen, ist eigentlich ganz einfach. Wer seine EC-Karte oder Kreditkarte stecken lässt und bar bezahlt, wird deutlich überlegter handeln. Und das Schöne ist, man ist mit dieser Praxis gerade in Deutschland ja nicht einmal alleine. Noch immer werden etwa 53 Prozent der Einkäufe im Einzelhandel bar bezahlt (Bundesbank-Studie). So wägt man nicht nur stärker einzelne Kaufentscheidungen ab, sondern gewinnt auch wieder eine bessere Kontrolle über die eigenen Finanzen. Wer blickt schließlich noch durch, wann die verschiedenen Kreditkartenabbuchungen erfolgen und welche Umsätze mit den Karten jeweils getätigt wurden? Helfen kann es auch, an zukünftige Sparziele zu denken. Das motiviert, sparsam zu sein.

Tools, die dir helfen

Mit folgenden Werkzeugen kannst du über deine privaten Finanzen Buch führen. Du gehst dann disziplinierter mit deinem Geld um und es macht auch noch Spaß!

Haushaltsbuch als PDF-Download

Ganz gleich, mit welchen Zahlen du arbeiten möchtest oder musst – um stets die Kontrolle über dein Haushaltsgeld zu behalten, kann ich dir nur dazu raten, ein Haushaltsbuch zu führen. Hier kannst du deine Einnahmen und Ausgaben auf übersichtliche Art und Weise festhalten und siehst, wie viel Euros für die verschiedenen Posten realistisch sind, damit am Ende idealerweise noch ein bisschen was als Puffer übrig bleibt. Denn dies sollte natürlich das Ziel sein.

Bei den Einnahmen solltest du nicht nur dein Gehalt und das deines Partners berücksichtigen, sondern auch Zahlungen wie Kindergeld oder gegebenenfalls Mieteinnahmen. Zu den typischen Haushaltsausgaben gehören Kosten für Nahrungsmittel und Getränke, Essen gehen, Reinigungs- und Putzmittel, Körperpflegeprodukte, gegebenenfalls Genussmittel wie Alkoholika und Zigaretten. Auch die Ausgaben für deine Kinder und Haustiere gehören mit in die Kalkulation. Wie du siehst, kommt hier so einiges zusammen. Ohne ein sorgfältig geführtes Haushaltsbuch wird es schwer werden, die selbst gesteckten Ziele einzuhalten. Selbstverständlich musst du nicht jeden einzelnen Kassenbon aufheben – um eine realistische Übersicht über die tatsächlichen Ausgaben zu erhalten, macht diese Praxis zumindest für einen gewissen Zeitraum aber durchaus Sinn.

Mein Checklisten unterstützen dich beim Haushaltsplan und Haushaltsbuch anlegen. Behalte Einnahmen, Ausgaben und laufende Kosten im Blick, plane langfristig mit der 5-Jahres-Übersicht und lege deine Sparziele fest. Mit den Checklisten kannst du sofort loslegen und alle wichtigen Positionen wurden bereits berücksichtigt.

Haushaltsgeld verwalten mit Budget-Umschlägen

Es ist ein System, das schon bei der Großmutter funktioniert, und von immer mehr Menschen nun reaktiviert wird. Für einen umfassenden Überblick über die einzelnen Ausgaben empfiehlt es sich, das Haushaltsgeld in Budget-Umschlägen zu verwalten. Das Prinzip ist simpel, aber es funktioniert. Am Monatsanfang wird das ganze Haushaltsgeld auf verschiedene Briefumschläge verteilt, die zuvor mit den wichtigsten Konsumkategorien beschriftet wurden – etwa Lebensmittel, Bekleidung, Fahrtkosten. Wird das Geld knapp, bleibt einem gar nichts anderes übrig, als den Rest des Monats sparsamer zu sein. Wer sich dieses System nicht erst mühsam selber entwickeln möchte, findet bei der Haushaltsfee eine praktische Checkliste dazu zum Download. Damit das Ganze wirklich funktioniert, ist natürlich auch ein gewisses Maß an Selbstdisziplin notwendig.

Online-Bezugsquellen

Folgende Produkte wurden in diesem Beitrag erwähnt. Du kannst über die Links Details erfahren und die Produkte direkt zu dir nach Hause senden lassen:

Madame Moneypenny: Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können*
  • Wegelin, Natascha (Autor)
  • 240 Seiten - 21.08.2018 (Veröffentlichungsdatum) - Rowohlt Taschenbuch (Herausgeber)

Bestseller Haushaltsgeld-Bücher

Bestseller Nr. 1
Ordentlich sparen: Das erste intelligente Haushaltsbuch, um Geldfresser garantiert aufzuspüren*
  • mvg Verlag (Autor)
  • 112 Seiten - 08.11.2018 (Veröffentlichungsdatum) - mvg Verlag (Herausgeber)
Bestseller Nr. 2
Kassenbuch "Schwarzgeld Buch": Notizbuch / Kassenbuch mit 120 linierten Seiten zum Eintragen.*
  • Ideensammler, Mein (Autor)
  • 120 Seiten - 20.03.2020 (Veröffentlichungsdatum) - Independently published (Herausgeber)
Bestseller Nr. 3
Bestseller Nr. 5
Haushaltsbuch 2020-2021: Einnahmen sparen und Ausgaben planen I DIN A5 I 120 Seiten I Auswertung I Obst und Früchte Motiv*
  • Triedmann, Christian (Autor)
  • 120 Seiten - 04.02.2020 (Veröffentlichungsdatum) - Independently published (Herausgeber)

Dein nächster Schritt: Lade dir jetzt die kostenlose Checkliste “Mega-Einkaufszettel” herunter.

Facebook-Umfrage

Umfrage: Wie viel Geld gibst du pro Woche für Lebensmittel aus? Wenn du bei Facebook bist, melde dich gerne zu der Gruppe an, ich schalte dich schnellstmöglich frei.

Pinterest

Merke dir meine Pins bei Pinterest:

Wie viel Haushaltsgeld sind normal?

Dein Kommentar

Wie geht es dir mit dem Thema Haushaltsgeld? Notierst du deine Ausgaben oder gibst du einfach das Geld aus, welches du zur Verfügung hast? Freue mich auf deinen Kommentar unten.

mal geteilt

Der Beitrag ist am 14. Februar 2015 erschienen.

  • Ich lebe seit 8 Jahren in Brasilien, hier ist die Inflation sehr hoch. 400€ geben wir ca. für Lebensmittel und Haushaltsartikel aus.

  • {"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

    Ähnliche Beiträge

    mal geteilt
    >