Neuer Job, neue Stadt: Was man alles bedenken sollte

Ein neuer Job in einer anderen Stadt ist erst einmal mit vielen Veränderungen verbunden. Der Umzug bedeutet viel Arbeit, häufig höhere Kosten und die neue Wohnung will erst einmal eingerichtet werden. Selbst bei einem guten neuen Job mit passendem Gehalt kann es dann passieren, dass am Anfang das Geld ein wenig knapp ist. Daher gibt es zu Beginn erst einmal einiges zu bedenken, um es sich so leicht wie möglich zu machen.

Vor dem Umzug: Radikal Ausmisten ist angesagt

Sobald der Gedanke getroffen wurde, einen neuen Job in einer anderen Stadt zu beginnen, ist es wichtig, sich um die Wohnung zu bemühen. Meist sammeln sich über Monate und Jahre hinweg viele Dinge an, die nicht immer erforderlich sind. Da hilft meistens nur das radikale Ausmisten von jedem einzelnen Raum, um den Überblick weiter zu behalten. Dieser Schritt ist nicht nur dann empfehlenswert, wenn in Zukunft die Wohnfläche kleiner ausfallen sollte. Vielmehr macht es immer Sinn, sich mit dem Ausmisten zu befassen.

Unterteile dabei deinen gesamten Besitz nach folgenden Überlegungen:

  • Brauche ich das wirklich?
  • Gefällt es mir zu 100 Prozent?
  • Habe ich etwas ähnliches mehrfach?

Ausmisten bereitet dich nicht nur auf den großen Neuanfang in einer anderen Stadt vor. Es kann genauso befreiend sein, sich in Bezug auf den eigenen Besitz zu reduzieren. Es fällt leichter, Ordnung zu halten, wenn weniger Dinge vorhanden sind. Das gilt nicht nur für Küche, Badezimmer oder Kinderzimmer. Gerade im Kleiderschrank oder in Erinnerungskisten gibt es viel Potenzial, sich von dem einen oder anderen Stück zu trennen. Wenn du aktuell 5 schwarze Pullover und 10 Paar Turnschuhe hast, sind vielleicht nicht alle Stücke notwendig.

Natürlich kann es anfangs schwerfallen, sich mit dem Weggeben von einzelnen Dingen zu beschäftigen. Doch im Anschluss fällt ein Umzug garantiert leichter. Stell dir nur einmal vor, wie viel weniger Kisten du einplanen, packen und auspacken musst, wenn du schlicht weniger Besitz hast. Damit verliert der Umzug bereits ein wenig von seinem sonstigen Schrecken.

Quelle: https://pixabay.com/photos/move-key-new-apartment-catchment-2481718/

Bei einem Umzug spielt die richtige Planung eine große Rolle.

Sparen durch gezielte Konsumreduzierung

Konsum ist heutzutage überall zu finden und nicht mehr aus dem Leben wegzudenken. Gerade bei einem anstehenden Umzug und bei räumlichen Veränderungen kann es aber sinnvoll sein, sich mit dem Thema Konsumverzicht auseinanderzusetzen. Grund dafür sind nicht nur immer weiter ansteigende Lebenshaltungskosten, sondern genauso der Wunsch von vielen, für den Ernstfall zu sparen. Oder für die Zukunft. Das funktioniert aber nur dann, wenn die Ausgaben nicht so hoch sind, dass kaum Sparpotenzial vorhanden ist.

Jetzt klingt Konsumverzicht erst einmal so negativ. Aber das muss nicht der Fall sein, da du dich auf diese Weise wieder auf das Wesentliche konzentrieren kannst. Deine neue Wohnung, dein neuer Job und eine ganz neue Umgebung, die bestimmt Herausforderungen mit sich bringt. Falls finanzielle Engpässe für dich bei einem Umzug kein Thema sind, kannst du von ein wenig Konsumverzicht dennoch profitieren.

Hier findest du einige Gründe, die für weniger Konsum sprechen:

  • Geringere Ausgaben (es bleibt mehr für die wichtigen Dinge übrig)
  • Weniger Belastungen durch den Besitz
  • Der Umzug fällt deutlich leichter, wenn weniger Gegenstände vorhanden sind

Jeder Umzug ist letztendlich ein passender Moment, um altes loszulassen und sich auf neues einzulassen. Damit ist nicht nur der Ort an sich gemeint, sondern genauso Gegenstände und vieles aus dem Besitz, was nicht mehr unbedingt erforderlich ist. Außerdem ist jede Umzugskiste, die weniger benötigt wird, am entscheidenden Tag eine echte Erleichterung.

Der Umzug bietet Raum für neue Einrichtungsstile sowie für eine Portion Minimalismus.

Kosten für den Umzug genau kalkulieren

Falls der Umzug besonders kostspielig ausfallen sollte, können spezielle Umzugskredite weiterhelfen. Diese sind dafür gedacht, finanzielle Schwierigkeiten durch einen Umzug in eine neue Stadt aufzufangen. Schließlich sorgen der neue Job und die Suche nach einer neuen Wohnung sicherlich schon für genug Aufregung. Da ist es eher hinderlich, wenn finanzielle Sorgen mit dazukommen. Die persönliche finanzielle Situation, das Gehalt sowie der Standort der neuen Stadt spielen bei diesen Überlegungen ebenfalls eine Rolle.

Der Umgang mit Geld spielt ebenfalls eine Rolle, wenn es um möglicherweise erforderliche Kredite geht. Vor allem die Kosten für Mode oder für Restaurantbesuche lassen sich bei echtem Bedarf sicherlich reduzieren, wenn es darauf ankommt. Das Thema Finanzen sollte im Zusammenhang mit dem Wechsel von Beruf oder vom Wohnort dabei viel offener behandelt werden, um hier für passende Lösungen zu sorgen. Bei einem Umzug in eine neue Stadt sind jedoch einige Kosten besonders zu beachten, die sich erheblich summieren können:

  • Maklergebühren
  • Renovierungen in der neuen Wohnung
  • Der Kauf möglicher neuer Möbel
  • Die Renovierung der bisherigen Wohnung oder Abzüge bei der Kaution
  • Eine möglicherweise höhere Kaution
  • Die Kosten für ein Umzugsunternehmen inklusive Kartons, Ab- und Aufbau der Möbel sowie die Fahrt an sich

Es macht Sinn, vor dem Umzug mehrere Umzugsunternehmen miteinander zu vergleichen. Auf diese Weise findest du das für dich beste Angebot heraus und kannst von Anfang an die Kosten besser kalkulieren. Wenn es um ein Umzugsunternehmen geht, sind Kosten von 500 Euro oder mehr bei einer Einzimmerwohnung jedoch üblich. Desto größer die Wohnung sowie desto umfangreicher die benötigte Fläche im Umzugswagen, desto teurer wird der Umzug. Daher macht es Sinn, hier frühzeitig die Kosten zu kennen, einzukalkulieren und gerne noch einen Aufschlag dazuzurechnen. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit größer, genau zu wissen, was auf dich zukommt. Ob dann ein Kredit nötig ist oder nicht, hängt sicherlich immer mit deinen Finanzen genau wie mit deiner Planung zusammen. Hilfreich ist grundsätzlich bei der Planung die Erstellung einer Umzugs-Checkliste, um so schnell nicht den Überblick über alle kommenden Aufgaben zu verlieren. Sonst ist der Ärger im Anschluss oft groß, wenn wichtige Aufgaben doch völlig unterschätzt wurden.

Tipp: Durch frühzeitiges Ausmisten und durch eine gute Portion Minimalismus fällt der Umzug nicht nur leichter, er wird auch deutlich günstiger. Daher lohnt es sich, früh genug das eine oder andere zu verschenken, auszumisten oder zu verkaufen.

Die neue Wohnung entdecken und nach Geschmack einrichten

Keine Frage, deine neue Wohnung muss sich für dich „richtig“ anfühlen. Oft ist es bei einer Wohnungsbesichtigung der Fall, dass es fast schon Liebe auf dem ersten Blick ist. Das sind die besten Voraussetzungen für die Zeit nach dem Umzug und für das neue Leben in der Stadt. Halbherzige Kompromisse und der Einzug in eine Wohnung, die dir nicht wirklich gefällt, wird dich nicht zufriedenstellen. Die Unzufriedenheit nach dem Umzug ist meistens groß, es fällt schwer, sich richtig auf die Herausforderungen in der neuen Umgebung einzustellen.

Im besten Fall findest du eine Wohnung, die zu deinem Geschmack, deinen gesamten Vorstellungen sowie natürlich zum vorhandenen Budget passt. Die Kalt- und Warmmiete, die erforderliche Kaution sowie andere möglicherweise anfallenden Kosten sind dabei unbedingt zu beachten. Strom, der Internetanschluss sowie weitere Dienste wie Versicherungen und Co. spielen eine Rolle, wenn es um die gesamten Ausgaben geht, die auf dich zukommen. Schließlich kommen neben dem Umzug an sich und den zu erwartenden Kosten auch einige formale Überlegungen und Aufgaben auf dich zu. So hast du nach dem Umzug 2 Wochen Zeit, deinen Wohnsitz umzumelden, wie am Beispiel der Stadt München zu erkennen ist. Diese gesetzliche Grundlage gilt in allen größeren und kleineren Städten, sodass eine zeitnahe Ummeldung ein wichtiger Schritt in der neuen Stadt ist.

Nach der Überlegung, ob die Wohnung und die Kosten stimmen, geht es schon an die Planung des Umzugs. Im Anschluss an diesen ist es wichtig, die neuen vier Wände nach dem persönlichen Geschmack einzurichten. Dabei hilft sicherlich ein persönliches System, um Ordnung zu schaffen und nicht direkt im Chaos zu versinken. So ist es für viele ideal, rund um den Umzug herum erst einmal einige Tage frei zu haben. Dadurch ist es einfacher, nach dem Umzug Kisten auszuräumen und für sich selbst eine gewisse Ordnung herzustellen. Die Alternative wäre das Leben aus Kisten heraus, vielleicht über Wochen hinweg. Dabei ist es dann kein Wunder, wenn es mit dem Ankommen in der neuen Wohnung nicht wirklich funktioniert.

Routinen zum Wohlfühlen schaffen

In der neuen Stadt geht es schließlich nach dem Umzug darum, sich wohlzufühlen. Dafür sollten die Wohnung oder das Haus vollständig eingerichtet sein. Sonst fällt es schwer, sich einzuleben und der neuen Umgebung die wohlverdiente Chance zu geben. Besonders wichtig ist es in diesem Zusammenhang, dass du möglichst schnell Ordnung in den eigenen vier Wänden schaffst. Im besten Fall hast du vor dem Umzug bereits kräftig ausgemistet und nur das gekauft, was wirklich erforderlich war. Dadurch fällt es leichter, Stauraum zu schaffen, Ordnung zu halten und allem den gewünschten Platz zuzuweisen.

Ganz egal ob du alleine, mit deinem Partner zusammen oder ob ihr als Familie umzieht: Mit der Einrichtung der Wohnung und mit weniger Chaos vor Ort startest du richtig in dein neues Leben. Schließlich bedeuten ein Orts- und Jobwechsel immer eine große Umstellung, sodass von einem neuen Leben die Rede sein kann. Nach dem ersten Ankommen ist es daher wichtig, sich in der Wohnung oder im Haus wohlzufühlen. Stelle dir im Idealfall einen Haushaltsplan auf, um in der neuen Stadt das Leben zu genießen, ohne deshalb direkt mit Einbußen der Lebensqualität zurechtkommen zu müssen. Im besten Fall findest du für dich heraus, was gut tut und was jetzt fehlt, um hier anzusetzen. Mit dem Eintritt in neue Vereine oder Fitnessstudios ist es zum Beispiel möglich, erste neue Kontakte vor Ort zu knüpfen. Dadurch fällt es meist viel leichter, Routinen für den neuen Wohnort zu entwickeln und die Freizeit nicht zu kurz kommen zu lassen.

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Der Beitrag ist am 19. Oktober 2022 erschienen.

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