Reinigung und Pflege von Holz und Holzmöbeln mit Hausmitteln

Holz ist ein beliebtes Material, um Wohnlichkeit und Wärme in die eigenen vier Wände zu bringen. Als Naturstoff erscheint Holz harmonisch und ausgeglichen, was sich auf das gesamte Ambiente ausstrahlt. Zudem ist es sehr widerstandsfähig und langlebig. Dabei gibt es sehr viele Möglichkeiten, mit Holz die Wohnung zu gestalten begonnen beim Fußboden bis hin zu Oberflächen oder sogar Holzmöbeln. Aber auch Gegenstände wie Frühstücksbrettchen, Schalen, Kochutensilien oder Dekoration aus Holz tragen ihren Teil zu einem Wohlfühlwohnen bei. Andere Materialien lassen sich sehr gut mit Holz kombinieren. Nachfolgend findest du einige überraschende Tipps, zur Reinigung und Pflege von Holz.

Holzarten im Haushalt

Wenn du Holz und Holzmöbel pflegen möchtest finde zuerst heraus, welche Holzarten in deinem Zuhause vorliegen.

Es stehen sehr viele verschiedene Holzarten zur Verfügung, die alle eine eigene Charakteristik mit sich bringen. Holz hat in all den Jahren und bei den verschiedenen Trends nie etwas von seiner Beliebtheit verloren. Mit der Bewegung zurück zur Natürlichkeit gewinnt es sogar wieder und das Interesse an einem Interior mit Holz steigt.

Holz als natürliches Element benötigt eine besondere Pflege, damit es lange hält. In diesem Beitrag erfährst du alles über die verschiedenen Holzarten sowie über die richtige Holzpflege.

So vielfältig wie die Natur und ihre Bäume so vielfältig sind auch die Holzarten, die im Wohnbereich zum Einsatz kommen. Die beliebtesten Holzarten sollen im Porträt kurz vorgestellt werden.

Pflege von Holz: Ahornholz

Ahornholz

Ahorn gehört zu den europäischen und nordamerikanischen Gehölzen. In Europa nutzen Hersteller Berg- sowie Spitzahorn, in Nordamerika kommt der Eschen- oder Zuckerahorn zum Einsatz. Es wird sehr vielfältig verarbeitet und zeichnet sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit und geringe Abnutzung aus. Es ist eine faszinierende Holzart, da es in unterschiedlichen Farbnuancen gibt. Trotz unterschiedlicher Farben von ganz hell bis ins rötliche ist die Struktur sehr gleichmäßig mit feinen Poren.
Ahorn ist ein mittelhartes bis hartes Holz, welches sehr fest und elastisch ist. Dieses Holz lässt sich sehr gut verarbeiten. Es verändert sich nicht, wenn es lackiert oder gebeizt wird. Trotz seiner Vielseitigkeit ist es nicht für den Einsatz im Außenbereich geeignet, da Ahorn nicht witterungsbeständig ist. Sehr beliebt ist Ahorn als Bodenbelag, wird jedoch auch für die Herstellung von Möbeln genutzt.

Pflege von Holz: Birke

Birkenholz

Birke wächst in Europa, Nordamerika und Asien. Eine besonders hohe Dichte an Birken existieren in Skandinavien und Russland. Aus diesen Ländern kommen auch die meisten Hölzer, welche in die weitere Verarbeitung gehen. Das Holz wirkt recht hell mit gelblichen Nuancen. Verarbeitetes Birkenholz dunkelt jedoch schnell nach. Feine Linien durchziehen das Holz und teilweise weist das geglättete Holz eine glänzende Oberfläche auf. Das dekorativste Holz stammt dabei aus Finnland.

Für draußen ist das Holz nicht geeignet, da es nicht witterungsbeständig ist und anfällig für Insekten- sowie Pilzbefall ist. Obwohl es sich um sehr hartes Holz handelt, besitzt es eine geringe Tragkraft. Es besitzt jedoch eine hohe Elastizität und ist sehr leicht. Da es leicht zu verarbeiten ist, kommt Birkenholz als Sperrholz und Furnieren zum Einsatz, aber auch als Dekorationselement.

Pflege von Holz: Buche

Buchenholz

Buche zählt wohl mit zu den bekanntesten und beliebtesten Holzarten im Wohnbereich. Vor allem Möbelstücke wie Stühle werden aus Buchenholz gefertigt. Buchen zählen zudem zu den wichtigsten Laubbäumen in Europa und prägt große Teile der europäischen Fauna und gehört zu einem wichtigen Rohstoff in der holzverarbeitenden Industrie.

Die hell-gelbliche Farbe ist charakteristisch für Buchenholz. Nur langsam dunkelt dieses Holz nach. Je älter Buchenholz wird, umso dunkler bis ins rötlich gehende verfärbt es sich. Daher ist Buchenholz in seiner Verarbeitung so vielfältig. Es handelt sich um ein „arbeitendes“ Holz, so dass es sich schnell verziehen kann, aber auch sehr elastisch ist. Dies kann zu Rissen im Holz führen. Unbehandelt ist es nichts für den Außenbereich, doch mit Holzschutzmitteln behandelt, überdauert es lange verschiedene Wetterverhältnisse. Obwohl es inzwischen auch als Boden oder für Treppen verarbeitet wird, liegt der größte Industriezweig noch immer in der Möbelverarbeitung.

Pflege von Holz: Eiche

Eichenholz

In Europa und auch Nordamerika spielen die Eichen eine bedeutende Rolle in der Holzindustrie. In Europa ist es die Stileiche oder auch Deutsche Eiche, welche verarbeitet wird, in Nordamerika die Roteiche. Eichenholz besteht aus einem Kern- sowie Splintbereich. Das Splintholz kann nicht verarbeitet werden, so dass nur das grau-gelbe bis gelblich-braune Kernholz eine Rolle spielt. Die Jahresringe geben dem Eichenholz eine interessante Maserung. Bei einem diagonalen Schnitt durch den Stamm bilden sich sogenannte zungenförmige „Flandern“, die die Maserung richtig interessant erscheinen lassen.

Das Holz ist robust, hart, witterungsbeständig und langlebig. Äußere Einflüsse können dem Holz kaum etwas anhaben. Es zählt zu den mittelharten Hölzern die sich kaum verziehen, jedoch zu Rissen neigen. Im Holz enthaltene Gerbsäure kann Nägel oder Schrauben rosten lassen, was wiederum zu Verfärbungen führt. Da Eichenholz so fest ist, wird es nicht nur im Außenbereich gerne verarbeitet, sondern auch für Fußböden oder Vertäfelungen. Sehr gerne wird Eichenholz auch für Fässer in der Wein- oder Whiskeyproduktion verwendet.

Pflege von Holz: Fichte

Fichtenholz

Fichten finden sich am häufigsten in den europäischen Wäldern. Somit wird das Holz auch am häufigsten verarbeitet. Das Holz wird meist nicht aus natürlich gewachsenen Wäldern herausgeholt, sondern es werden spezielle Schonungen angelegt für industriell zu nutzendes Holz. Durch ihr schnelles Wachstum zählt die Fichte zu den beliebten Hölzern in der Holzindustrie.

Fichtenholz ist sehr helles Holz mit gelblichen bis rötlichen Nuancen. Es besteht aus einer interessanten Maserung, in der auch Astlöcher zu erkennen sind. Das harzhaltige Holz besitzt nach dem abhobeln eine matte Oberfläche.

Das leichte Fichtenholz ist weich und elastisch, lässt sich sehr gut verarbeiten und besitzt eine gute Tragfähigkeit. Daher lässt es sich sehr flexibel einsetzen. Ohne Behandlung ist das Holz für draußen nicht geeignet und fängt besonders auf erdigem Untergrund stehend schnell an zu faulen. Durch eine Behandlung mit Holzschutzmitteln kann Fichtenholz auch im Außenbereich genutzt werden. Fichtenholz ist vor allem im Konstruktionsbereich wie Dachstühle oder Balken gern gesehen, findet aber auch großen Anklang bei der Herstellung von Möbeln im skandinavischen Design.

Pflege von Holz: Mahagoni

Mahagoniholz

Der Exot unter den Hölzern ist das Mahagoniholz aus den Tropen. Industriell abgebaut wird es hauptsächlich in Brasilien, wobei es überall in Südamerika aber auch entlang der Elfenbeinküste zu finden ist. Von hellbraun bis rotbraun gibt es das Holz in verschiedenen Farbabstufungen. Je nach Herkunftsgebiet kann sich die Maserung mit feinen Linien oder Flecken durchziehen. Eine Behandlung mit Holzschutzmitteln ist dringend notwendig, wenn die Farbe erhalten bleiben soll. Ansonsten wird es sehr schnell grau.

Bei Mahagoni handelt es sich um ein sehr hartes und robustes Holz. Da es auch immun gegen Insekten- und Pilzbefall ist, ist es ein beliebtes Holz für die Gestaltung von Außenbereichen. Es verzieht sich kaum und bildet keine Risse. Daher handelt es sich um ein sehr hochwertiges, beliebtes Holz. Vor allem im Luxusbereich spielt es eine große Rolle in der Möbelherstellung.

Pflege von Holz: Nussbaum

Nussbaumholz

Der Nussbaum ist weltweit an warmen Standorten verbreitet. Die tiefbraune Färbung mit der lebhaften Maserung und den dunklen Adern führt dazu, dass es sich um eine sehr beliebte Holzart handelt. Je nach Standort weist das Holz seine eigene Charakteristik auf und Möbel aus Nussbaumholz wirken lebendig. Mit der Sonne kann das Holz nachdunkeln und die Maserung richtig kräftig hervortreten. Das verleiht den Möbelstücken einen eigenen Reiz.

Nussbaumholz ist schwer, hart und verzieht sich kaum. Häufig wird es unbehandelt verarbeitet, damit die Struktur des Holzes vollständig zur Geltung kommt oder es wird nur mit durchsichtigen Lösungen behandelt. Das Holz ist sehr stabil und beständig. Nur im Außenbereich sollte es nicht eingesetzt werden, da es anfällig für Pilze ist. Es handelt sich um ein Edelholz, welches seinen Preis hat. Vollholzmöbel sind recht teuer, so dass Nussbaumholz häufig als Furnier verarbeitet wird.

Pflege von Holz: Teakholz

Teakholz

Immer mehr Beliebtheit erlangt das tropische Teakholz, welches im Innen- wie auch im Außenbereich zum Einsatz kommt. Dieses tropische Holz wird in Indonesien und Burma abgebaut. Es handelt sich um ein sehr hochwertiges Holz, welches inzwischen auch in anderen tropischen Regionen angebaut wird. Die Nuancen des Holzes liegen bei mittel- bis goldbraun. Ganz feine, dunkelbraune Linien durchziehen das Holz. Ohne Behandlung bildet sich eine Patina auf dem Holz, durch regelmäßiges Ölen behält es seine Ursprungsfarbe.

Das Teakholz ist so interessant für den Außenbereich, da es resistent gegen Pilze und Insektenbefall ist. Es ist ebenfalls witterungsbeständig. Es verformt sich auch nicht durch wechselnde Temperaturen.
Durch seine Robustheit ist es ein sehr langlebiges Holz. Neben der Verarbeitung zu Gartenmöbeln ist es auch als Bodenbelag interessant.

Pflege von Holz: Walnuss

Walnussholz

Das edelste Holz aus Europa stammt vom Walnussbaum. Hierbei handelt es sich nur um das Holz des Echten Walnussbaumes. Diese Bäume werden nicht zur Holzgewinnung angebaut, sondern das Holz ist ein Abfallprodukt, wenn der Baum nicht mehr genügend Ertrag bringt und gefällt wird. Das Holz kann von dunkelbraun bis ins tiefe schwarzbraun gehen. Das Holz besitzt eine sehr lebendige Maserung.

Dieses schwere, harte Holz verzieht sich kaum und lässt sich gut verarbeiten. Es ist oftmals eine gute Alternative zu den teuren Tropenhölzern. Es ist kein Holz für draußen, da es nicht sehr wetterfest ist. Das wertvollste Holz kommt von den Wurzeln des Walnussbaumes. Neben hochwertigen Möbeln und Furnieren wird das Holz auch gerne für die Herstellung von Dekorationsartikeln verwendet. Es kommt ebenfalls in der Autoindustrie zur Ausstattung hochwertiger Innenräume zum Einsatz.

Verarbeitungsarten von Holz

Auf verschiedenen Wegen kommt das Holz in die Wohnung. Manchmal ist es nur ein Furnier und manchmal besteht ein Möbelstück komplett aus Holz. Für die Pflege von Holz ist die Verarbeitungsart wichtig. Im Folgenden werden daher die Unterschiede vorgestellt.

Vollholz

Bei einem Möbelstück aus Vollholz diente ein einziger Baumstamm zu dessen Herstellung. Es findet keine mechanische Veränderung des Holzes statt und es bleibt in seiner natürlichen Form.

Massivholz

Das Holz wird getrocknet und in Lamellen aufgetrennt. Lamellenstücke gleicher Größe werden später aufeinander geklebt, so dass dieses Stück aussieht, wie aus einem Baumstamm gefertigt.

Kernholz

Das Kernholz ist das innere Holz eines Baumstamms. Es besitzt eine dunklere Farbe als das ihn umgebende Splintholz. Dieses Holz ist das wertvollste vom ganzen Baumstamm. Es ist ein sehr stabiles, robustes, hartes Holz.

Furnier

Hierbei handelt es sich um eine sehr dünne, vom Baumstamm abgeschnittene Holzscheibe, welche Möbelstücke veredelt und ihnen ein Aussehen von Holz gibt.

Tischlerplatte

Viele Holzstäbe werden miteinander verklebt und gepresst. Verkleidet können sie am Ende mit einem Holzfurnier werden.

Holz reinigen und pflegen

Durch die richtige Pflege von Holz unterstützt du die Langlebigkeit der Möbel und Böden, vermeidest Kratzer und erhältst die Farbe. Dabei ist dies nicht nur eine Frage von Sauberkeit, sondern oftmals auch von Werterhaltung. Dabei ist es eigentlich egal, aus welchem Holz die Möbel gemacht sind.

Putzen von Holzoberflächen

Vor der Pflege von Holz steht die Reinigung. Holzmöbel sollten regelmäßig mit einem trockenen Tuch von Staub befreit werden. Befindet sich mehr Schmutz auf der Oberfläche, sollte ein feuchtes Tuch sowie etwas Spülmittel genommen werden, um diesen zu entfernen. Es sollte nicht zu nass gewischt werden, damit das Wasser nicht in das Holz eindringt. Die Oberflächen können anschließend mit einem trockenen Tuch nachgewischt werden, um Schlieren zu vermeiden. Bei unbehandeltem Holz sollte das Tuch nur nebelfeucht sein, damit das Holz durch die Feuchtigkeit nicht aufquillt.

Ungeeignete Mittel bei der Holzreinigung

Um Holzoberflächen zu putzen, reicht im Normalfall Wasser und Spülmittel aus. Finger weg von rauen Topfschwamm oder Mikrofasertüchern, welche die Oberflächen auf die Dauer zerkratzen können. Auch aggressive Reinigungsmittel oder Scheuermilch sollte bei Holz nicht angewandt werden, da sie erst den Lack beschädigen und später das Holz. Feuchtigkeit oder Pilze können besser eindringen und das Holz zersetzen.

Es heißt immer wieder, dass das Holz regelmäßig zum Schutz eingeölt werden soll. Völlig ungeeignet sind dafür jedoch Speiseöle oder Öle auf Silikonbasis. Diese dringen tief in das Holz ein und lassen es nicht mehr atmen. Dafür sollten nur spezielle Holzöle verwendet werden.

Pflege unbehandelter Holzmöbel

Ein Sonderfall stellen unbehandelte Holzmöbel dar, welche keine schützende Lackschicht besitzen. Diese reagieren besonders bei zu hoher UV-Einstrahlung oder auch hoher Luftfeuchtigkeit. Das Holz entfärbt sich und mit der Luftfeuchtigkeit neigt es dazu, sich zu verziehen. Solche Möbelstücke sollten geschützt vor UV-Licht stehen. Es eignen sich Rollos oder dünne Gardinen als Schutz. Durch ein Umstellen der Möbel vermeidest du, dass diese nur einseitig ausbleichen. Die der Sonne zugewandten Seite ist dann heller als die übrigen Seiten. Damit sich keine hohe Luftfeuchtigkeit im Raum ansammelt, ist regelmäßiges Lüften unabdingbar. Zur Pflege des Holzes empfiehlt es sich, diese Möbel regelmäßig mit einem Holzöl oder Wachs – aber nicht beides zusammen- zu pflegen und damit die Oberfläche zu versiegeln.

Pflege von Holzfußböden

Zur Reinigung reicht für den Holzfußboden der Staubsauger und Wischwasser. Damit das Wasser nicht dazu führt, dass der Holzboden aufquillt, sollte immer nur nebelfeucht gewischt werden.
Um lange Freude an diesem Boden zu haben, sollte er jedoch auch regelmäßig gepflegt werden. Dies ist ein wenig aufwendiger, lohnt sich aber auf alle Fälle. Es empfiehlt sich, nicht dem Wischen mit einem Reinigungsmittel den Boden nochmal mit klarem Wasser nach zu wischen.
Es gibt spezielle Holzseife, welche den Boden von Schmutz befreit und ihn gleichzeitig wieder als Schutz einfettet.

Für die Pflege von Holz und Holzfußböden solltest du zu speziellen Holzölen greifen. Die Holzfarben leuchten nach einer Behandlung besonders schön und die Oberfläche wird dadurch strapazierfähiger. Das Öl verklebt die Poren des Holzes nicht und lässt es weiter atmen. Es sollte so viel Öl aufgetragen werden, dass es in den kompletten Boden einziehen kann. Mit speziellen Ölsaugtüchern oder Bodenvlies kann das Holzöl aufgetragen werden.

8 Tipps für lange Freude am Holz

  • Zum Putzen nur Wasser und Spülmittel oder spezielle Holzreiniger
  • Unter Stuhl und Tischbeinen Filzgleiter anbringen
  • Kein Wasser auf Holz stehen lassen
  • Keine Pfennigabsätze bei Holzfußböden
  • Keine Microfasertücher auf Holz verwenden, da diese das Holz abschmirgeln
  • Regelmäßiges Einölen zum Erhalt von Farbe und Struktur sowie als Schutz
  • Keine Speiseöle zur Pflege verwenden
  • Vollholzmöbel vor UV-Einstrahlung schützen

Hausmittel zur Holzpflege

Kokosöl

Weniger bekannt unter den Pflegemitteln für Holzmöbel ist das Kokosöl. Dieses schenkt den Möbeln ein erfrischendes Äußeres und imprägniert zudem das Holz. Dafür wird das Öl mit einem weichen Baumwolltuch sparsam aufgetragen und mit kreisenden Bewegungen auf der Oberfläche verteilt. Nach einer kurzen Einwirkzeit kann mit einem trockenen Tuch die Fläche nachpoliert werden.
Bei Unsicherheit, wie sich das Öl auf das Holz auswirkt, kannst du dies vorher an einer versteckten Stelle ausprobieren.

Kräuteraufguss

Vielleicht hast du in deinem Garten das eine oder andere Kraut, welches sich hervorragend zur Pflege von Holzmöbeln eignen. Dazu gehören süßer Majoran, Lavendelblüten, Rosmarinblätter oder auch Melissenblätter. Aus den Kräutern wird ein starker Aufguss hergestellt. Rund 330 Milliliter werden mit 15 g geriebener Olivenseife aufgekocht. Parallel dazu werden 100 g Bienenwachs in 500 ml Terpentin aufgelöst. Beide Lösungen werden abgekühlt und dann miteinander zu einer cremigen Masse verrührt. Das Wachs für Holzmöbel ist nun fertig. Es sollte an einer unsichtbaren Stelle ausprobiert werden. Zur Pflege kann es mit einem weichen Tuch aufgetragen werden. Nach dem Einwirken von einigen Minuten polierst du das Möbelstück mit einem Baumwolltuch nach.

Ballistol Universalöl

Ballistol Universalöl ist kein geläufiger Name, wenn es um die Holzpflege geht. Es kommt eher zum Einsatz, wenn ein Scharnier mal quietscht oder schwer geht. Aber es eignet sich auch für die Pflege von Holzmöbeln. Es ist lebensmitteltauglich und wird daher sehr gerne in der Küche verwendet, um Schneidebretter, Oberflächen oder Holztische den richtigen Glanz zu verleihen. Zudem ist es sehr ergiebig, so dass ein kleiner Tropfen ausreicht, um einen ganzen Tisch zu behandeln.

Essig

Essig eignet sich nicht nur prima zur Entfernung von Kalk, sondern auch als 1:1 Gemisch mit Öl als Holzpolitur. Es empfiehlt sich besonders, wenn Wasserflecken auf der Holzfläche vorhanden sind. Diese werden sehr gut durch diese Politur entfernt und das Holz erhält einen neuen Glanz. Für dunkleres Holz kann das Gemisch mit Balsamico-Essig hergestellt werden, für helleres Holz eignet sich eher Apfelessig. Für einen angenehmen Duft können noch 2 TL Zitronensaft zu dem Gemisch hinzugegeben werden.

Seifenlauge

Bei unbehandelten Holzmöbeln, welche auch keine Lackierung besitzen, solltest du mit scharfen Holzpolituren vorsichtig sein. Hier eignet sich am besten eine einfache, warme Seifenlauge, um diese abzuwischen und von Staub zu befreien. Dabei sollte das Tuch nur leicht feucht sein, so dass kein Wasser auf dem Möbelstück stehen bleibt.

Bienenwachs

Unter dem Wasserglas war mal wieder kein Untersetzer und den Holztisch zieren kreisförmige Wasserflecken. Das ist kein Problem, denn diese lassen sich gut mit Bienenwachs und einem Fön beseitigen. Verteile das Bienenwachs in einer dünnen Schicht auf dem Holz und erwärmt es mit dem Fön, bis es geschmolzen ist. Nun lasst dies für einige Stunden einwirken. Mit einem Tuch kann die Oberfläche poliert und überschüssiges Wachs entfernt werden. Der Wasserfleck sollte dann Geschichte sein.

Bei allen Methoden raten wir dir, diese vorher an einer verdeckten Stelle auszuprobieren, um zu sehen, wie das Holz reagiert.

Zigarettenasche und Butter

Wasserflecken auf Holz entfernst du auch mit einer Mischung aus Zigarettenasche und Butter. Du verteilst die Masse mit einem feuchten Tuch, reibt sie ein und poliert nach.

Rezepte: Holzpolitur selbst herstellen

Pflege von Holz im Do-it-yourself-Verfahren: Bei jeder der folgenden Behandlung mache eine Probe an einer nicht sichtbaren Stelle. Damit verhinderst du unliebsame Überraschungen.

Möbelwachs aus süßem Majoran

Du benötigst:

  • 100 g Bienenwachs
  • 1/2 l Terpentin
  • 1/3 l eines starken Majoranaufgusses
  • 15 g geriebene Olivenseife
  • ein paar Tropfen ätherisches Öl von süßem Majoran

…und so wird es gemacht:

  1. Das feste Bienenwachs in das Terpentin raspeln. Es löst sich darin auf, kann aber ein paar Tage dauern. Schneller geht es über einer feuerlosen Wärmequelle (Wasserbad). Da Terpentin leicht entflammbar ist, darfst du kein offenes Feuer (Gasherd, Kerze, Feuerzeug) verwenden.
    Ein Wasserbad ist die beste und ungefährlichste Möglichkeit.
  2. Koche den Majoranaufguss in einem anderen Topf auf. Gib die geriebene Seife dazu und löse diese auf.
  3. Nun beide Mixturen abkühlen lassen. Danach langsam unter Rühren zu einer cremigen Masse vermischen.
  4. Wenn du möchtest, kannst du ein paar Tropfen ätherisches Öl dazutun.
  5. Das Möbelwachs ist fertig und es kann losgehen.
  6. Eine dünne Schicht mit einem Tuch auftragen. Das Wachs trocknen lassen und mit einem Baumwolltuch nachpolieren. Fertig!

Melisse, Rosmarin und Lavendel

Eine andere Variante:

Du kannst statt dem süssen Majoran auch Melissen- oder Rosmarinblätter oder Lavendelblüten verwenden. Das wächst vielleicht sogar in Deinem Garten.

Einfache Möbelpolitur

Nimm…

  • 3 EL Öl
  • 3 EL Essig
  • und 1 TL Salz

…und vermische es. Daraus entsteht eine einfache Möbelpolitur. Bei dunklen Möbeln solltest du statt Essig Rotwein verwenden. Auch diese Politur solltest du mit einem weichen Lappen auftragen.

Andere einfache Variante zur Pflege von Holz:

Mische zu je einem Drittel:

  • 1 Tasse Leinölfirnis
  • 1 Tasse Terpentin
  • und 1 Tasse Essig

Nach dem Auftragen solltest du unbedingt mit einem weichen Tuch gut nachpolieren.

Dein nächster Schritt: Erfahre hier, wie du Holzparkett am besten reinigen und pflegen kannst…

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Der Beitrag ist am 18. Januar 2018 erschienen.

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