Haushaltsgeld: Besser auskommen mit diesem System

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Mit dem zur Verfügung stehenden Geld auszukommen ist nicht immer leicht. Insbesondere bei einem eher begrenzten Budget kommt es häufiger vor, dass am Ende des Geldes noch einiges an Monat übrig ist. Kreditkarten lassen einen jederzeit scheinbar flüssig sein, doch später folgt oftmals ein böses Erwachen. Was also tun, damit es gar nicht erst soweit kommt und man besser mit seinem Haushaltsgeld auskommt?

Vorsicht vor der Schuldenfalle

Immer mehr Menschen aller Altersschichten haben Probleme, mit ihrem Geld auszukommen. So ist beispielsweise die Zahl der verschuldeten Jugendlichen innerhalb von zehn Jahren um nahezu 70 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt angibt, plagen sich etwa Schuldner im Alter von 20 bis 25 Jahren durchschnittlich mit 7.500 Euro Verbindlichkeiten herum. Doch egal ob Jung oder Alt, vor der Schuldenfalle ist in unserer Konsumgesellschaft niemand gefeit. Überall lockt die Werbung mit 0-Prozent-Finanzierungen, Kreditkarten werden inzwischen schon bei kleinen Einkäufen gezückt. Da ist es kein Wunder, dass viele Verbraucher den Überblick verlieren und im Nu in echten Schwierigkeiten sind.

Möglichst keine Zahlungen mit Karte mehr

Der erste Schritt, um besser mit seinem Geld hinzukommen, ist eigentlich ganz einfach. Wer seine EC-Karte oder Kreditkarte stecken lässt und bar bezahlt, wird deutlich überlegter handeln. Und das Schöne ist, man ist mit dieser Praxis gerade in Deutschland ja nicht einmal alleine. Noch immer werden etwa 53 Prozent der Einkäufe im Einzelhandel bar bezahlt (Bundesbank-Studie, PDF…). So wägt man nicht nur stärker einzelne Kaufentscheidungen ab, sondern gewinnt auch wieder eine bessere Kontrolle über die eigenen Finanzen. Wer blickt schließlich noch durch, wann die verschiedenen Kreditkartenabbuchungen erfolgen und welche Umsätze mit den Karten jeweils getätigt wurden? Helfen kann es auch, an zukünftige Sparziele zu denken. Das motiviert, sparsam zu sein.

Haushaltsgeld verwalten mit Budget-Umschlägen

Es ist ein System, das schon bei der Großmutter funktioniert, und von immer mehr Menschen nun reaktiviert wird. Für einen umfassenden Überblick über die einzelnen Ausgaben empfiehlt es sich, das Haushaltsgeld in Budget-Umschlägen zu verwalten. Das Prinzip ist simpel, aber es funktioniert. Am Monatsanfang wird das ganze Haushaltsgeld auf verschiedene Briefumschläge verteilt, die zuvor mit den wichtigsten Konsumkategorien beschriftet wurden – etwa Lebensmittel, Bekleidung, Fahrtkosten. Wird das Geld knapp, bleibt einem gar nichts anderes übrig, als den Rest des Monats sparsamer zu sein. Wer sich dieses System nicht erst mühsam selber entwickeln möchte, findet bei der Haushaltsfee eine praktische Checkliste dazu zum Download. Damit das Ganze wirklich funktioniert, ist natürlich auch ein gewisses Maß an Selbstdisziplin notwendig.