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Tipps zum Wäsche waschen: Mein Basiswissen

Wer von euch kennt das nicht: Die Wäscheberge türmen sich vor der Waschmaschine, in diversen Zimmern und Ecken liegt noch Schmutzwäsche herum.

Zugegebenermaßen gehört das Waschen zu meinen Lieblingsaufgaben im Haushalt. Es macht mir einfach Spaß, die Sachen zu sortieren, in die Maschine zu packen und wenn das Wetter gut ist, draußen aufzuhängen. Nichts geht für mich über „frisch nach draußen“ duftende Wäsche, so wie früher.

Deshalb plane ich auch das Waschen gerne im voraus und checke den Wetterbericht. Den Wäschetrockner verwende ich nur bei Regen und Winter für Handtücher und Bettwäsche. Andere Teile hineinzugeben versuche ich zu vermeiden, da sie meiner Erfahrung nach zu sehr leiden.

Für die Sortierung der Wäsche habe ich verschiedene Körbe und sortiere nach:

  • Farben
  • Material
  • Waschprogramm (Feinwäsche, Kochwäsche, Wolle…)
  • Die Temperatur ergibt sich meist aus dem Material (siehe Pflegeetikett).

Bei der Planung des Waschens halte ich folgende fragen für sehr hilfreich:

  • Welche Wäscheteile werden am dringendsten wieder benötigt?
  • Mit welchen Sachen kann ich die nächste Maschine gut füllen?
  • Welche Klamotten brauchen wir für den Urlaub?

Gewaschen wird fast täglich wenn ich zu Hause bin. Den Sonntag versuche ich freizuhalten.

Gerne programmiere ich die Waschmaschine im Keller schon am Vorabend, sodass die Wäsche am nächsten Morgen fertig ist und ich sie nur noch aufhängen muss.

Aber auch tagsüber kannst du die Waschmaschine einschalten oder programmieren, sodass sie fertig ist, wenn du von Arbeit oder Einkauf zurück kommst. (ans Auslaufen denke ich dabei nicht, da es ja spezielle Schläuche gibt, die das verhindern sollen. Außerdem stehe ich ja ohnehin nicht neben der Maschine, falls der Überschwemmungsfall eintritt, auch wenn ich zuhause bin).

Ich weiß, dass da Programmieren für den Morgen oder späten Abend nicht immer möglich ist, denn oft ist die Maschine in Küche oder Bad in einem Mehrfamilienhaus (das hat mir vor Jahren auch schon Ärger beschert, als ich am späten Abend gewaschen habe). Und manchmal muss der Trockner einfach sein, wenn ein bestimmtes Kleidungsstück her muss.

Natürlich gibt es auch Situationen in denen ich die Maschine spontan anschmeiße: Bei nassen oder stark verschmutzten Kleidungsstücken (diese weiche ich dann vorher kurz ein oder dusche sie ab). Oder auch „Unfälle“ wie Kind übergibt sich nachts… 

waesche-aufhaengen

Wenn die Maschine fertig ist, geht es ans Aufhängen (drinnen auf dem Ständer oder draußen auf die Leine) oder notfalls in den Trockner.

Ich habe mir angewöhnt, Blusen, Hemden, Poloshirts und T-Shirts auf Bügel aufzuhängen (leider nicht bei diesem Bild). Das spart Zeit, sie trocknen schneller, behalten ihre Form und ich kann sie nach dem Trocknen einfach in den Schrank hängen.

Sehr zufrieden bin ich mit meiner Miele Waschmaschine. Zum Glück konnte ich sie auch in Kanada bekommen, nachdem ich einige Erfahrungen mit anderen Maschinen gemacht hatte. Keine meiner Maschinen wusch bislang so sauber und schonend wie die Miele, selbst im Kurzwaschgang.

So schaffst du dir mehr Struktur beim Waschen:

1. Wäsche sortieren (in Körben / Boxen…)

Sortiere dabei nach:

  • Farbe (hell, dunkel, bunt)
  • Material (Frottee, Baumwolle, Mischgewebe, Synthetik…)
  • Art: Handtücher, Bettwäsche, Baumwollshirts, Wollpullis…
  • Beachte: Nur Textilien waschen, die auch waschbar sind! (sonst in die Chemische Reinigung geben)

2. Temperatur

Die Waschtemperatur ergibt sich meist schon aus der Sortierung. So wasche ich Handtücher und Bettwäsche bei 60 Grad. T-Shirts bei 30 Grad. Wolle bei 30 Grad oder sogar kalt. Auf jeden Fall Waschempfehlung im Etikett beachten, wenn du dir nicht sicher bist.

Beispiele:

  • Handtücher: 60 Grad
  • T-Shirts: 30 Grad
  • Unterwäsche 40 (60) Grad
  • Wolle: 30 Grad oder kalt
  • Jeans: 30 Grad
  • Sportkleidung: 30 Grad

(Mit der Temperatur nach Materialart bin ich etwas vorsichtig, denn das passt nicht immer: So wasche ich ein Baumwollshirt nicht bei 60 Grad)

3. Waschgang wählen

Je nach Waschmaschine kannst du mehr oder weniger detailliert den passenden Waschgang für dich auswählen. Abhängig vom Maschinentyp stehen dazu mehr oder weniger Programme zur Verfügung.

  • Normalwäsche: Handtücher, Bettwäsche, Unterwäsche
  • Feinwäsche: Bekleidung aus feinen Materialien, Seide
  • Oberhemden
  • Jeans
  • Sportbekleidung
  • Kurzprogramm: Für kleine Mengen
  • Vorwäsche: bei stark verschmutzter Kleidung (ich persönlich weiche dreckige Kleidung vorher kurz ein oder spüle sie in der Dusche ab)
  • Flecken vorher mit Gallseife entfernen (flüssig oder am Stück)

gallseife-flecken-entfernen

Handwäsche wie früher mache ich überhaupt nicht. Dazu fehlt mir einfach die Zeit und ich habe in diesem Fall mit dem Programm „Wolle“ gut Erfahrungen gemacht.

4. Schleudern

Oft ist beim jeweiligen Waschprogramm schon die dafür „optimale“ Schleuderdrehzahl automatisch eingestellt. Bei Feinwäsche, Wolle oder Jeans liegt sie niedriger als im Normalwaschgang.

5. Waschmittel

Je nachdem, welche Materialien du wäscht, solltest du das Waschmittel auswählen.

Für mich wähle ich wie folgt aus:

  • Handtücher / Bettwäsche / Unterwäsche aus Baumwolle: Vollwaschmittel (Pulver)
  • Shirts / Kleider: Flüssigwaschmittel
  • Buntwäsche: Flüssig- oder Colorwaschmittel
  • Wolle: Wollwaschmittel
  • Sportkleidung: Flüssigwaschmittel
  • Daunenjacken: spezielles Daunenwaschmittel

Zu Waschpulver gebe ich noch einen Esslöffel Natron/Backpulver pro Trommel dazu.

6. Reißverschlüsse & Co.

Vor dem Waschen ist noch einiges zu tun:

  • Taschen prüfen und ggf. leeren (Kinder sammeln gerne)
  • Reißverschlüsse schließen
  • Klettverschlüsse schließen
  • Hosenbeine entkrempeln
  • Hosentaschen nach außen
  • Kleidungsstück ggf. auf links drehen (Jeans, dunkle Kleidung)

7. Wäsche aufhängen / Trockner

Wie schon erwähnt trockne ich meine Wäsche am liebsten draußen. Bei Regen oder im Winter bleiben nur Wohnung oder Haus. Den Trockenkeller oder Dachboden wie ich es von früher her noch kenne gibt es wohl kaum mehr.

… Dafür aber den Trockner, den ich nur für Handtücher und Bettwäsche benutze (außer im Notfall, wenn ich etwas schnell wieder benötige).

  • Beim Trocknen auch auf die Waschanleitung achten! Stoffe wie Seide oder Leinen auf keinen Fall in den Trockner.
  • Wähle das passende Trockenprogramm für die Wäsche aus.
  • Für Daunenjacken / Schlafsäcke: Drei Tennisbälle mit in den Trockner geben (Verhindern das Verkleben der Daunen)
  • Flusensieb (Trocknersieb) regelmäßig reinigen

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8. Allgemeine Tipps

  • Diverse Waschmittel parat haben: Waschpulver (Voll-/Fein), Flüssigwaschmittel (fein), Wollwaschmittel, Natron/Backpulver
  • Fleckenentferner: Gallseife, Kernseife
  • Wäschenetz nutzen, z.B. für BHs, Seidenbluse
  • Immer nur gleichfarbige Textilien / gleiche Materialien zusammen waschen
  • Neue Textilien immer vor dem ersten Tragen waschen
  • Neue farbige Textilien immer vorher separat waschen (am besten vorher sogar einweichen)
  • Achte auf optimale Auslastung der Waschmaschine
  • Flusensieb von Waschmaschine / Trockner regelmäßig reinigen (siehe Foto oben)

Hast du noch Fragen? Dann schreibe einfach im Kommentarfeld.

Happy Washing!

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