Wäsche trocknen: 24 Praxistipps

Wäsche lässt sich auf verschiedene Weise trocknen. Nasse Wäsche kann auf eine Wäscheleine aufgehängt werden. Draußen im Garten, auf Balkon und Terrasse, in Wohnung und Haus, im Keller oder auf dem Dachboden. Wenn keine Möglichkeit zum Aufhängen der Wäsche besteht, kann diese in einem Wäschetrockner getrocknet werden. Aber ab wann lohnt sich ein Trockner und frisst der nicht Unmengen an Strom? Was darf in den Trockner und was nicht? Ist Trocknen an der Luft nicht viel schonender? Alle Infos dazu findest du in diesem Ratgeber.

Wäsche trocknen auf der Wäscheleine

Wäsche Trocknen auf der Wäscheleine

Ist es draußen trocken, ist das Aufhängen der Wäsche an der frischen Luft allen anderen Arten vorzuziehen. In beheizten Räumen kann die Feuchtigkeit besser von der Luft aufgenommen werden als in kalten. Wird die Wäsche drinnen getrocknet, wird die Luftfeuchtigkeit erhöht. Diese bildet dadurch einen optimalen Nährboden für Schimmel in Wohnräumen, welcher die Gesundheit gefährden kann. Damit diese feuchte Luft nicht im Zimmer verbleibt, muss mehrmals stoßgelüftet werden.

Wäsche effektiv aufhängen

  • Schlage die Wäsche vor dem Aufhängen richtig aus und ziehe sie glatt
  • Dicke Stücke mit Platz aufhängen, damit von allen Seiten Luft an den Stoff kommt
  • Farbintensive und schwarze Kleidung am besten auf links aufhängen, dann kann die Sonne der Farbe nicht schaden
  • Wäscheklammern aus Holz müssen immer gut trocknen, damit sich kein Schimmel bildet

Wäschetrocknen in der Wohnung

Wäsche Schleudern

Damit die Wäsche nicht tropfnass aus der Maschine kommt, sollte diese den Schleudergang durchlaufen. Checke auch hier unbedingt die Hinweise auf dem Pflegeetikett, da nicht jedes Kleidungsstück gleich stark geschleudert werden darf.

Raum lüften

Um eine gute Luftzirkulation zu unterstützen, solltest du während des Trocknens mehrmals Stoßlüften. Auf keinen Fall das Fenster ewig kippen und während des Lüften bitte die Heizung runter drehen. Ideal ist es, wenn ein Durchzug entstehen kann. Das Lüften ist der wichtigste Punkt von allen, um Schimmelbildung gezielt entgegenzuwirken. Siehe auch: 8 Sofortmaßnahmen gegen Schimmel in der Wohnung.

Raum heizen

Neben dem konsequenten Lüften ist es wichtig, dass der Trockenraum ordentlich geheizt wird. Kältere Luft kann die Feuchtigkeit längst nicht so gut aufnehmen wie warme und der Trockenvorgang dauert dadurch wesentlich länger.

Für Luftzirkulation sorgen

Immens wichtig ist es, dass die Luft zwischen den Wäschestücken optimal zirkulieren kann. Daher ist es ideal, wenn du die Kleidung längs zum Fenster aufhängst. So wird die Wäsche durch die zirkulierende Luft schneller trocknen.

Ventilator verwenden

Diesen Trick solltest du aufgrund des erhöhten Stromverbrauchs wirklich nur in Notfällen anwenden. Durch die Luftbewegungen des in der Nähe des Wäscheständers positionierten Ventilators trocknen die Kleidungsstücke im Nu.

Wäsche trocknen im Wäschetrockner

Wäsche trocknen im Wäschetrockner

Ein Wäschetrockner ist zeitsparend und effektiv – jedoch nur dann, wenn du ihn auch richtig nutzt. Es gibt diverse Modelle wie beispielsweise den Ablufttrockner oder den Kondenstrockner.

Bei den Ablufttrocknern wird die feuchte Luft über eine Abluft-Vorrichtung nach draußen abgeleitet. Eine Ableitung über den Schlauch aus dem Fenster geht eventuell, wenn man alleine wohnt, aber nicht bei größeren Wohnkomplexen. Dies sollte vorher bedacht werden.

Eine gute Alternative stellen Kondenstrockner dar, welche das Wasser in einer speziellen Kammer sammeln. Diese muss nach jedem Trockenvorgang ausgegossen werden. Eine Abluft-Vorrichtung ist hierbei nicht notwendig. Der Raum muss dennoch gelüftet werden, da feuchte Luft auch aus dem Trockner austritt.

Vor dem Trocknen

Wäsche zuerst Schleudern

Um beim Trockenvorgang maximale Energie zu sparen, sollte die Wäsche, (wenn geeignet) mit einer hohen Drehzahl in der Waschmaschine geschleudert werden.

Was darf in den Trockner?

Achte auf die Angaben des Pflegeetiketts. Ist das Trocknersymbol durchgestrichen, solltest du davon absehen, dieses Textil in den Trockner zu packen. Zur trockner geeigneten Wäsche gehören normalerweise:

  • Handtücher
  • Putztücher
  • Geschirrtücher
  • Unterwäsche aus Baumwolle
  • Socken
  • Bettwäsche und Kissenbezüge

Achtung: Gerade bei Unterwäsche, Socken und Bettwäsche solltest du auf die Angaben auf dem Pflegeetikett achten. Sind diese nicht aus reiner Baumwolle gefertigt, sondern enthalten beispielsweise Seide oder Satin, kann der Trockner sie beschädigen. Außerdem kann Bettwäsche im Trockner verknoten.

Schongang im Trockner

Während die oben erwähnten Textilien sich in der Regel bei großer Hitze im Trockner trocknen lassen, solltest du für andere Dinge nur den Schongang wählen. Dieser zeichnet sich durch eine geringere Hitze aus und beansprucht zumeist nicht so viel Zeit. Typische Kleidungsstücke für den Schongang sind:

  • Jeans
  • Bekleidung mit Fleece (Tennisball für ein Plus an Flauschigkeit mit in den Trockner geben)
  • Bekleidung aus Kunstfasern

Was darf NIE in den Wäschetrockner?

  • sensible Stoffe wie echte Seide
  • ausgewählte Kunststoffe
  • Socken mit Kautschukstoppern
  • jegliche Form echter Wolle
  • Badvorleger mit Unterseite aus rutschfestem Gummi

Wäschetrockner richtig beladen

Am effektivsten und sparsamsten ist der Wäschetrockner dann, wenn er gut beladen ist. Sind nur ein paar Kleidungsstücke drin, kostet der gleiche Vorgang zu viel Energie.

Auch eine überfüllte Trommel liefert nicht das gewünschte Ergebnis. Zu viel Masse fördert die Faltenbildung. Außerdem braucht die Kleidung genügend Platz, um schnell und gut trocknen zu können.

Keine nasse und trockene Wäsche mixen

Füge keine nasse Kleidung zu einer teilweise trockenen Ladung hinzu, da der Feuchtigkeitsdetektor dann nicht mehr richtig arbeiten kann. Das Ergebnis könnte eine Mischung aus zu trockener und weiterhin feuchten Kleidung sein.

Der Handtuch-Trick

Lege jedoch ein Frotteehandtuch zur nassen Wäsche in den Trockner. Dieses saugt die abgegebene Feuchtigkeit der Wäsche auf und hilft dabei die Trockenzeit zu verkürzen.

Trocknerprogramm wählen

Mittlerweile verfügen Wäschetrockner über eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten. So kannst du den Trocknungsgrad wählen und bei Bedarf auch nach der Art des Gewebes trocknen. Dies hat den Vorteil, dass man auch empfindliche Textilien trocken kann.

Mit dem richtigen Programm lässt sich außerdem eine Menge Energie sparen, da Hemden beispielsweise weniger Trockenaufwand bedeuten, als dicke Handtücher.

Die gängigsten Trocknungsgrade sind Schranktrocken und Bügeltrocken. Bei letzterer Einstellung enthält die Wäsche eine Restfeuchte, die das Bügeln direkt nach dem Trocknen vereinfacht.

Damit die Wäsche duftet

Da die starke Belüftung des Wäschetrockners einen Großteil der Duftstoffe nach draußen transportiert, kannst du – vorausgesetzt du möchtest duftende Wäsche haben – Dufttücher in die Trommel geben. Diese geben ihren Duft während des Trockenvorgangs an die Wäsche ab. Auch ein Duftsäckchen oder Duftkerzen im Kleiderschrank verleihen deiner Wäsche einen angenehmen Duft.

Nach dem Wäsche trocknen das Flusensieb reinigen

Nach dem Trocknen

Wäsche sofort herausnehmen

Bleibt die Wäsche nach dem Trocknen in der Maschine, können durch Restfeuchte und Gewicht der Textilien Falten entstehen. Nimmst du die Wäsche dagegen direkt nach dem Trocknungsprozess aus der Maschine, lässt sie sich aufgrund der Wärme beinahe faltenfrei zusammenlegen. Dies erleichtert oder erübrigt je nach Textil das Bügeln. Ist die Wäsche zu lange feucht in der Waschmaschine, können außerdem schlechte Gerüche und Stockflecken entstehen.

Direkt auf den Kleiderbügel

Wenn du Hemden und andere knitteranfällige Oberteile direkt auf Kleiderbügel hängst und glatt ziehst, sparst du dir später viel Zeit fürs Bügeln.

Weitere Tipps

Flusensieb regelmäßig reinigen

Auch Staub und Schmutz kosten Energie und behindern die Leistung des Trockners. Das Flusensieb sollte möglichst nach jedem Trockengang kontrolliert und gegebenenfalls gesäubert werden. Bei dieser Gelegenheit solltest du auch die Dichtungen auswischen um zu vermeiden, dass sich dort befindliche lose Flusen beim nächsten Trockengang wieder in die Wäsche verteilen können.

Fusselfreie Kleidungsstücke

Tierhaare und Fussel sind besonders auf schwarzen Textilien lästig. Besitzt dein Wäschetrockner ein Auffrischprogramm, werden diese jedoch in wenigen Minuten beseitigt. Du kannst sie problemlos aus dem Flusensieb entfernen.

Wasser aus dem Trockner weiterverwenden

Durch das Trocknen der feuchten Wäsche sammelt sich beim Kondenstrockner Kondenswasser im Trocknertank an. Dieses ist frei von Kalk, Mineralien und Salzen. Im Haushalt kann es sich als sehr wertvoll erweisen, beachte jedoch, dass es sich nicht wahllos einsetzen lässt. Durch das Fehlen von Mineralstoffen und evtl. enthaltenen Waschmittelrückständen eignet es sich beispielsweise unverdünnt nicht zum Gießen der Blumen.

So kannst du das Wasser aus dem Wäschetrockner verwenden:

  • Trocknerwasser mit 1/3 Leitungswasser verdünnen und als kalkarmes Gießwasser für bestimmte Pflanzenarten einsetzen
  • Wischwasser für Fliesen, Parkett und Laminat
  • In der Scheibenwischanlage
  • Im Dampfbügeleisen
  • Zum Auffüllen der Autobatterie
  • In die Trommel der Waschmaschine für den nächsten Waschgang schütten, sodass für diesen weniger „neues“ Wasser eingesetzt werden muss

Für andere Einsatzbereiche solltest du das Wasser aus dem Trockner aufbereiten. Das ist ganz leicht: Du kippst das Wasser durch einen Kaffeefilter in ein großes Gefäß. Auf diese Weise fängst du kleinste Fasern auf und erhältst reines destillierte Wasser zur Weiterverwendung.

Die Geschichte des Wäschetrockners

Um 1800 erfand M. Pochon aus Frankreich den ersten handbetriebenen Wäschetrockner. Das erste elektrische Modell kam Anfang des 20. Jahrhunderts auf den Markt und bekam in den 1940er Jahren in der Version von Industriedesigner Brooks Stevens ein Glasfenster. 1958 brachte Miele den ersten Wäschetrockner nach Europa, jedoch fand dieser erst in den 1980ern Anklang in Privathaushalten. Wie die Waschmaschine hat der heutige Trockner bis auf die Grundfunktion kaum noch etwas mit dem Ursprungsmodell zu tun, ist heute aber beliebter den je.

Dein nächster Schritt: Lade dir jetzt die kostenlose Checkliste “Wäsche waschen” herunter.

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Dein Kommentar

Hast du einen Wäschetrockner? Wie oft schaltest du ihn ein?

Der Beitrag ist am 28. Mai 2020 erschienen.

  • Hallo. Wir haben 5 Kinder.Da uns der Vorgang des Zusammenlegens immer zu lang war bei der Wäschemasse, haben wir uns dafür entschieden,alle Oberteile auf Kleiderbügel aufzuhängen. Sofern es vom Wetter möglich ist hängen wir Wäsche draußen auf, ansonsten drin auf dem Wäscheständer und auch der Trockner kommt zum Einsatz.
    Für die Oberteile haben wir es j s um Zeit zu sparen so angewöhnt, dass wir diese bereits noch im nassen/feuchten Zustand auf die Kleiderbügel aufbügeln und dann so an die Wäschestange hängen (haben uns draußen aus Eisenrohr eine Art Wäscheaufhängvorrichtung aufgebaut, statt der früher von uns verwendeten Wäschespinne) so trocknen die Kleider direkt auf dem Bügel und haben auch dadurch eine viel höhere Luftzirkulation zum Trocknen – zumindest unserem Empfinden nach ist das so… Vorteil dabei ist 1.schnellere Trocknung, 2. Trocknet glatt da es sich auf dem Bügel glatt aushängt ohne Abdrücke von Wäscheklammern zu haben, 3. Kann direkt mit dem Bügel von der Wäschestange in den Schrank – also ein Arbeitsschritt quasi gespart, da ich nicht extra aufhängen, abhängen und dann erst noch aufbügeln muss…
    Für uns als Großfamilie hat sich dieses System bewährt. Dadurch sparen wir Zeit und Arbeit.
    In den Trockner kommen bei uns vorallem Unterwäsche und Socken (wenn sich mal viel Wäsche angehäuft hat oder es mal schneller gehn muss, auch mal andre Sachen) da ich diese Kleidungsstücke sehr zeitaufwändig finde zum Aufhängen und weiterverarbeiten.

  • Es fehlt mir bei den Tipps :Ca. 5 bis 10 Minuten in den Trockner und dann aufhängen. Alles ist glatt und trocknet sehr schnell.

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