Waschmaschine: Die besten Tipps & Tricks

Kaum ein Haushaltsgerät bringt uns mehr Erleichterung als die Waschmaschine. Wurde früher mit viel Kraftaufwand und Waschbrett gearbeitet, reicht heute praktisch ein Knopfdruck.

Jedoch: So einfach es scheint, so ergeben sich im täglichen Umgang mit der Waschmaschine immer wieder Fragen. Warum löst sich das Waschpulver nicht auf? Warum stinkt die Wäsche nach dem Waschen? Und welche Waschmittel braucht man eigentlich wirklich? All das und was du sonst noch zum Thema Waschmaschine wissen musst – du erfährst es in diesem Ratgeber!

Waschmaschine richtig beladen

Vor dem Waschen beachten

Waschmaschine richtig beladen

Ein kluges Beladen der Waschmaschine ist elementar. Stopfst du zu viel Wäsche hinein, schränkst du die Waschwirkung ein. Die Verteilung von Wasser und Waschmittel ist nun mangelhaft und die Bewegungsfreiheit der Wäsche ist eingeschränkt. Dadurch wird deine Wäsche nicht nur schlechter sauber, auch das Lager der Waschmaschine wird unnötig belastet

Viele Waschmaschinen sind auf eine Wäschemenge von fünf bis acht Kilogramm ausgelegt. In der Produktbeschreibung des Herstellers kannst du nachlesen, für welches Gewicht dein Gerät gefertigt worden ist. Sofern immer noch eine Hand locker über die Wäsche passt, ist die Maschine gut ausgelastet.

Ein Waschgang mit relativ leerer Trommel schadet dem Portemonnaie und belastet die Umwelt. Zwar minimieren moderne Waschmaschinen dank Beladungsautomatik die Wassermenge und den Stromverbrauch. Aber dennoch ist der Verbrauch höher als bei einer richtig beladenen Maschine.

Delikate Kleidungsstücke kannst du mit dem Programm für Feinwäsche waschen. Etwas mehr als die halbe Trommel kann mit Feinwäsche gefüllt werden. Gleiches gilt für Sonderprogramme wie Synthetik, Wolle und Seide. So können sie sich locker beim Wasch- und Schleudervorgang bewegen.

Flecken vorbehandeln

Stark verschmutzte Wäsche am besten über Nacht einweichen – warmes Wasser und etwas Seifenzusatz reicht völlig. Flecken können mit einem Vorwaschspray behandelt, oder mit Gallseife eingerieben werden.

Richtiges Waschprogramm wählen

Neben den Waschprogrammen für Kochwäsche, Wolle, Feinwäsche oder auch Extra-Schleudern bieten viele Waschmaschinen Zeitspar- sowie Energiesparprogramme. Zeitsparprogramme ermöglichen eine kurze Waschzeit jedoch ziehen sie auch die meiste Energie. Sehr zu empfehlen sind Energiesparprogramme. Diese brauchen zwar länger für den Waschvorgang, sparen dafür aber auch einiges an Energie ein.

Das richtige Waschmittel

Colorwaschmittel

Sie eignen sich für farbige Textilien, da sie die Farben schonen und trotzdem effektiv säubern. Diese gibt es in Flüssig- wie in Pulverform.

Vollwaschmittel

Sie enthalten Bleichmittel, die auch Bakterien abtöten und die Wäsche leichter von Schmutz und Flecken befreien. Allerdings wirken diese Waschmittel nur bei höheren Temperaturen wie 60 und 90 Grad. Geeignet eher für Baumwolle und Leinen.

Wollwaschmittel

Sie sind mit einem Weichspülkonzentrat versehen. Diese schützen empfindliche Fasern wie Wolle und Seide und reinigen sie sanft und schonend. Die Waschtemperatur liegt hier bei maximal 30 Grad.

Gardinenweiß

Es funktioniert mit speziellen Aufhellern, um die Frische und das weiß der Vorhänge zu aktivieren.

Waschmittel selbst herstellen

Beispielsweise mit Wasser, Soda und Kernseife. Das ist besonders umweltschonend und soll für Koch- und Buntwäsche ausreichend sein. Allerdings können diese Textilien, die aus tierischen Fasern bestehen, (wie Seide und Wolle) schädigen.

Öko-Waschmittel

Öko-Waschmitteln hängt ein Hauch von Mottenkiste an, weshalb sie häufig gemieden werden. Sie würden nicht so duften und ob sie überhaupt so gut reinigen können, wird ebenfalls hinterfragt. Doch sie stehen mit ihren nachwachsenden, biologischen Inhaltsstoffen den chemischen Inhaltsstoffen in konventionellen Waschmitteln in nichts nach. Im Gegensatz zu normalen Waschmitteln enthalten diese weniger Konservierungsstoffe und aggressive Substanzen.

Konventionelle Waschmittel

Für die Lösung von Schmutz aus der Kleidung enthalten die Waschmittel „waschaktive“ Tenside, welche aus Erdöl hergestellt werden. Für den guten Geruch sind die Waschmittel mit chemischen Duftstoffen angereichert. Dies können je nach Empfindlichkeit Allergien bei den Trägern der Kleidung auslösen. Für eine lange Haltbarkeit finden sich außerdem noch Konservierungsstoffe in Waschmitteln. Diese reichern sich in der Umwelt an und sind schädlich für die verschiedensten Lebewesen. Phosphate, Phosphonate und Polycarboxylat wirken gegen den Kalk. Gelangen sie über die Waschmaschine ins Wasser, können sie als Enthärtungsmittel das Gleichgewicht in Gewässern kippen. Gentechnisch veränderte Enzyme ermöglichen ein Wäsche waschen auch bei niedrigen Temperaturen, können aber allergen auf die Haut wirken. Die Bleichmittel Natriumperborat oder Natriumhydrochlorid werden in giftige Verbindungen abgebaut.

Probleme beseitigen

Waschpulverreste im Waschmittelfach

Löst sich dein Waschpulver in der Waschmaschine nicht auf, kann dies verschiedene Ursachen haben. Manchmal kann nur der Techniker helfen, doch häufig liegt es einfach an einer Überdosierung oder zu niedrigen Waschtemperatur. Dies kannst du tun, um ein Verklumpen zu vermeiden:

Verklumptem Waschmittel und Waschmittelflecken vorbeugen:

  • Waschmittelmenge reduzieren
  • generell auf Flüssigwaschmittel umsteigen
  • Waschmittel in Pulverform vor der Wäsche mit ein wenig Wasser auflösen
  • Waschmitteldosierkugel mit Waschmittel direkt in die Trommel legen
  • bei Waschgängen mit niedriger Temperatur stets Flüssigwaschmittel einsetzen
Waschmaschinenfach wird gereinigt

Wenn Wäsche nach dem Waschen stinkt

Gründe für eine schlecht riechende Wäsche nach dem Waschen gibt es mehrere. Je nach Ursache beugst du dem Mief künftig vor und beseitigst ihn:

  • Wäsche blieb zu lange in der Waschmaschine liegen. Hier hilft leider nur nochmal Waschen.
  • Bakterien in deiner Waschmaschine: Bakterien und Keime setzen sich gern in Waschmaschine fest. Gleiches gilt für Schimmel. Reinige das Einspülfach und lassen die Maschine ein Mal bei hohen Temperaturen leer laufen.
  • Bakterien in Textilien: Hartnäckige Bakterien setzen sich manchmal in der Kleidung fest. Wasche diese Wäsche so heiß wie möglich. Beachte dabei unbedingt das Pflegeetikett!

Waschmaschine reinigen

Um dauerhaft sauber und energieeffizient zu arbeiten, sollte die Waschmaschine regelmäßig gereinigt werden. Verwende Zitronensäure statt Essig, um die Dichtungen zu schonen. Wie du die Waschmaschine mit Hausmitteln reinigst, erfährst du hier…

Waschmaschine: Das richtige Waschprogramm wählen

Waschmaschine und Energie sparen

Wöchentlich mehrere Maschinen Wäsche zu waschen kostet eine Menge Zeit und geht ins Geld. Hier einige Tipps, wie du im doppelten Sinne Energie sparen kannst:

Wasche nur volle Ladungen

Bei einer vollen Ladung arbeitet die Waschmaschine am effizientesten. Daher empfiehlt es sich, die Wäsche zu sammeln, bis die Maschine voll beladen werden kann. Achtung: Voll beladen bedeutet jedoch keinesfalls überfüllen, da sonst die Waschkraft eingeschränkt wird.

Auf Vorwaschen verzichten

Bei normal verschmutzter Wäsche ist eine Vorwäsche nicht nötig, nutze diese beispielsweise beim reinigen von stark verschmutzter Arbeitskleidung.

Nicht zu heiß waschen

Heutige Waschmittel wirken bereits bei 40° Celsius. Zur Pflege der Maschine und Vermeidung schlechter Gerüche reicht eine regelmäßige 60° Wäsche. Wusstest du, das ein Waschgang bei 95° ganze 40% mehr Energie verbraucht, als der bei 60%? Die Waschlauge muss erhitzt werden und je stärker sie erhitzt werden muss, umso mehr Energie wird verbraucht.

Wäsche trocknen

Trocknest du die Wäsche an der Luft, sind Waschmaschinen mit Schleuderprogrammen mit 1200 Umdrehungen völlig ausreichend. Dies ist die energiesparendste Weise, um Wäsche zu trocknen.
Benutzt du jedoch einen Wäschetrockner, dann empfiehlt sich eine Maschine mit 1600 Umdrehungen. Sie schleudert 10 Prozent mehr Wasser aus der Kleidung als bei 1200 Umdrehungen. Das verkürzt den anschließenden Trocknungsvorgang im Trockner und spart somit Energie.

Geschichte der Waschmaschine

Die Geschichte der Waschmaschine ist verzwickt und hat eine lange Leitung. Tatsächlich liest man überall etwas anderes, sodass ich nur kurz auf die Entwicklung der Modelle eingehen möchte.

Man sagt, der deutsche Wissenschaftler Jacob Christian Schäffer habe 1767 die erste mechanische Waschmaschine erfunden.

Es folgten erst die Walzenwaschmaschine, dann die Trommelmaschine. In den 1930er Jahren kam dann die automatische Waschmaschine auf den Markt. Dies ist mit den digitalisierten und per App steuerbaren Geräten der heutigen Zeit natürlich längst nicht zu vergleichen.

Dein nächster Schritt: Lade dir jetzt die kostenlose Checkliste “Wäsche waschen” herunter.

Facebook-Umfrage

Umfrage: Wie oft pro Woche wirfst du die Waschmaschine an? Wenn du bei Facebook bist, melde dich gerne zu der Gruppe an, ich schalte dich schnellstmöglich frei.

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Der Beitrag ist am 25. Mai 2020 erschienen.

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